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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1941.
Zur Messung der Begegnungsperiode bedarf es einiger Übung, Man sucht
sich möglichst beständige Wellenzüge aus, die fast stets in der Umgebung von
Brechern anzutreffen sind; dann peilt man querschiffs über ein Merk eine etwa
60 m bis 80 m entfernte Stelle der Wasseroberfläche und zählt die am Merk
passierenden Wellen unter Abstoppen der Zeit,
Um einen Einblick über die Periodenschwankung zu vermitteln, setze ich
vier Beobachtungsreihen über Seegang und Begegnung hierher:
<{. Seegang 2, Windstärke 2, Rollwinkel 4’, Stampfwinkel 4’, See von 75°
St-B, hinten ein,
Seegang 3, Windstärke 3, Rollwinkel 10%, Stampfwinkel 8’, Wind und
See rechts von vorn ein.
Seegang 4, Windstärke 5, Rollwinkel 15%, Stampfwinkel 15’, Wind und
See recht von vorn.
Seegang 4—5, Windstärke 5—6, Rollwinkel 18’, Stampfwinkel 20‘, Wind
und See 60° von B-B. vorn und nach Kursänderung 25° von B-B,
hinten ein.
Für I existiert keine Begeg-
nungsperiode, weil die Welle das
Schiff nicht einholt. Es wird
nämlich die Wellenlänge zur Peri-
ode 2,875 4 = 1,56, T23= 12,9 m und
die Geschwindigkeit o = 1.56 + Ts
= 4,5 m/s, also etwa 9 Knoten, Die
Fahrt betrug 12.4 kn. (In diesem
Falle rechnet die Begegnungsperi-
ode von vorn.)
Aus den angeschriebenen Zahlen
erkennt man, daß der Seegang stets
eine gewisse Schwankung hat, was
für die Beurteilung eventueller Re-
sonanzen von Bedeutung ist.
Die gemessenen Tg und Tz lassen
eine Kontrolle zu, denn aus der
Seegangsperiode kann man die
Geschwindigkeit berechnen, Aus
.e Die Mi elwerte werd dieser und aus der Fahrt des
ve NIE WRTOODG Schiffes kann man unter Benutzun
2878| _}8.8>| 148 | 5» |23s[ 69 | 4814.10 | 900 Wink else, unt ar dem die En dir
kommt, die Begegnungsperiode berechnen und mit der beobachteten vergleichen,
Das wurde für alle Beobachtungen gemacht und in der Regel eine gute Über-
einstimmung erzielt. Es wird:
1.56 78
TB 56T er c08 WE
Man berechnet am besten für die Fahrt von 12.4 kn eine Tabelle. Oben stehen die
Seegangsperioden, vorn die Begegnungswinkel und innen die Begegnungsperioden,
Geht man mit den Mittelwerten
der oben stehenden 4 Reihen in
, By 6, 34 U ‚Tabelle so wird Zür 1
I A ‘ . = 1.7°, beobachtet war 1.86, für
10 | 18 | 26| 36| 45] 34 UI wird Tp= 286% gegen 2.3 der
2 3 4 | 5 $ | 7 Beobachtung. Für IV ergibt sich
— | 94 | 82 | 85| 91 99 | Tn=4.5°% gegen 4.8° der Beobach-
— 360° 172) M7| 145 | tung, Nach der Kursänderung wird
; u Typ = 15.4°, gegen 14.1%° beobachtet,
Windkrängung, Eine zweite Art der Messung erstreckte sich auf den Wind-
einfluß. Es ließ sich häufig an gemessenen Rollvorgängen feststellen, daß
Amplitudenschwankungen durch Wind zustande kamen. Um den Betrag dieses.