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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

Kleinere Mitteilungen, 
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125; t 26%, Weder in den Windverhältnissen noch in der Himmelsbedeckung 
ist eine Änderung eingetreten, Die in etwa 1900 m das Gebirge umlagernden 
Wolken haben sich zu einer grauen Masse verdichtet, die besonders im N regen- 
drohend erscheint. In ihrer unteren Begrenzung bietet sie ein immer im Wechsel 
befindliches Bild bald mit flatterigen, zerzausten, bald mit glatten, abgerundeten 
Rändern. Wenn die Sonne für kurze Zeit durch eine Lücke hindurchscheint und 
ihre Strahlen auf die Hänge wirft, wird das Grau zu Grauschwarz. Im N des 
Gebirges scheint es tatsächlich zu regnen, Es ist schwül. Im W und S herrscht 
starker Dunst. Nur an den Einbuchtungen der Berge im W ist die Ebene zu 
erkennen. Nach beiden Richtungen ist die Wolkendecke weniger zusammen- 
hängend als im E, N und über uns. — 14h: Um 13h setzte der erwartete Regen, 
von N kommend, ein. Im NW, W und S blieb es hell. Einmal grollte der 
Donner. Zur Beobachtungszeit scheint die Sonne durch das zerrissene Wolken. 
dach. Der Regen hat aufgehört. Im ganzen brachte er 8.6 mm Niederschlag. t ist 
auf 23° gesunken. Es weht N-Wind mit Stärke 3. Himmelsbedeckung %/,,. Der 
ganze Gebirgsrücken ist sichtbar, nur an einzelnen Stellen senden die hoch 
hinter ihm emporquellenden Cu diesseits des Kammes nebelartige Gebilde herab, 
Weit draußen in der Ebene scheinen strichweise Regen zu fallen. Von S her 
grollt Donner. Dort hat sich am Ausgang des Mbakana-Tales ein Gewitter zu- 
zammengezogen und schließt die Niederung mit einem Regenmantel ab. Die 
Luft ist feucht und schwül. 
16h: Das Gewitter im S hat sich nach SW verzogen. Aber ein zweites zog 
von NW her mit lebhaftem Donner die Steppe entlang. Das Mgeta-Tal scheint 
in Richtung auf das Gebirge die Grenze gebildet zu haben. Jetzt liegt eine 
dichte, dunkelgraue Wolkendecke über uns, die sich bis zum Mgeta-Tal im W 
und bis zum Ausgang des Mbakana-Tales im S vorschiebt. Am Gebirge hängt 
sie mit zerschlissenen Rändern bis auf 1700 m herab, Es fallen einige Tropfen, 
and man hat den Eindruck, als ob es jeden Augenblick heftig regnen müsse. 
Aus W rollt Donner heran, Im $S ist durch einen feinen Regenschleier die Ebene 
zu erkennen; es scheint dort die Sonne. t ist wieder auf 24° gestiegen. Wind 
NNW 3. — 18°: Mit kurzen Unterbrechungen war aus den im NE in Auflösung 
sich befindenden Gewitterwolken und den im SW sich neubildenden Donner zu 
hören, Ganz spärlich fielen auch bei uns um diese Zeit Regentropfen. Aber 
bereits um 18h leuchteten, von der tiefstehenden Sonne beschienen, die Hänge 
des Gebirges bis zum Kamm vollkommen klar, Mit silberweißen Köpfen drängen 
Cu hinter den Bergrücken im NE und E hervor. Über uns ist der Himmel zum 
größten Teil unbedeckt. In großen Höhen schweben Ci in nordsüdlicher Richtung. 
Darunter befinden sich Cu mit unscharfen, selten glatten Rändern. Weit im W 
ljürmen sich über dem ganzen Horizont von NW bis SW, anscheinend über den 
dortigen Gebirgen und diese verhüllend, Gewitterwolken. Es ist schwacher Donner 
zu hören. Dunst liegt über der Ebene. t 19% Kaum fühlbare Luftbewegung 
aus E. Himmelsbedeckung %,7 — 21h: Sternklar breitet sich der Himmel über 
uns aus. In weiter Entfernung im W erkennen wir im greillen Scheine des 
Wetterleuchtens ein Band von Gewitterwolken. Donner ist selbst jetzt in der 
Stille der Nacht nicht zu hören. Grass, Geh. Reg.-Rat i. R. 
3. Wie groß ist das Nordpolarmeer? In Heft 1, S. 29, ist in der letzten Ab- 
bildung die Insel Island zum Nordpolargebiet einbezogen, obwohl Breitfuß auf 
seiner Karte den größten Teil der Insel durch die 10°-Isotherme des wärmsten 
Monats als nicht zum Nordpolarklima gehörig herausgehoben hat. Um Miß- 
verständnissen zu begegnen, sei betont, daß mit Absicht nur das geschlossene 
Nordpolargebiet behandelt worden ist; sonst wäre ich auch gezwungen ge- 
wesen, z. B. die außerhalb der genannten Isotherme liegenden Hochgebirgszonen 
mit Polarklima einzubeziehen, was aber im Zusammenhang mit der gestellten 
Frage sinnlos gewesen wäre. Die genannte Skizze darf also nicht den Anschein 
erwecken, als ob Breitfuß die Insel Island ganz als zum Polarklima gehörend 
betrachtet. Th. Stocks.
	        
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