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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

128 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1941, 
nur einen geringen Wert für meereskundliche Zwecke besitzen, Dies gilt 
insbesondere für die Anordnung nach „Abflußjahren“, die hier ihren Sinn ver- 
joren hat. Ebenso fehlen die vierstündigen Wasserstandsbeobachtungen, deren 
Veröffentlichung auf der Baltischen Hydrologischen Konferenz beschlossen wurde. 
Für das Küstengebiet der Nordsee sind Tidehoch- und -niedrigwasser sowohl der 
Zeit als auch der Höhe nach angegeben, denen wieder die Haupt- und VYer- 
gleichszahlen zugeordnet wurden; auch hier waren wieder binnenländische Ge- 
sichtspunkte maßgebend. So findet man z.B. die Wasserstände von Cuxhaven 
nicht unter „Küstengebiet der Nordsee“, sondern im Teil III „Elbegebiet“. Im 
übrigen folgt ebenfalls eine Häufigkeitsstatistik usw., wie es bereits von den 
anderen Tabellenteilen her bekannt ist, 
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß mit diesem ersten Jahrbuch 
des Deutschen Reiches ein gewaltiger Fortschritt auf dem Gebiete der Gewässer- 
kunde erzielt wurde. Eine Unsumme von Arbeit mußte geleistet werden, ehe 
sein Erscheinen möglich war. Dem Herausgeber, der Landesanstalt für Gewässer- 
kunde und Hauptnivellements, kann man für dieses gelungene Werk nur danken. 
Fr. Model 
2. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 157: Deutsch-Ostafrika. 
— Aus der Sammlung des überseeischen meteorologischen Dienstes der Deutschen 
Seewarte. — Witterungsverlauf in der Übergangszeit von der ‘kleinen 
zur großen Regenzeit in Kibukul). Beobachtungstag: 11. Februar 1939. 
Die Ausläufer eines Gewitters, das in der vorangegangenen Nacht, von N 
kommend, kurz nach 20h auch unseren Standort erreichte, hatten vorübergehend 
starken Wind und 3.7 mm Niederschlag gebracht, Um 28h wölbte sich über uns 
aber schon wieder ein sternklarer Himmel, 
Gh: t 17°, sie ist die gleiche wie die Tiefst-Temperatur während der Nacht. 
Kaum wahrnehmbarer NE-Wind. Das Gebirge im E und N ist vollkommen klar. 
Nur in einer Höhe von etwa 1800 m liegt ein Nebelband. Der Himmel ist mit 
feinen Ci-Streifen überzogen. Ein Ausblick in die Niederung im W besteht 
nicht, Dem Verlauf des Mgeta-Tales folgend, erheben sich dicht geballte Wolken 
und sperren jeden Fernblick. In einzelnen näher gelegenen Tälern liegen Gruppen 
von Nebeln, die sich langsam die Hänge hinaufbewegen und über die Rücken 
von einem Tälchen ins andere gleiten, Im S, wohl 200 m unter uns, breitet 
sich ein wundervolles Nebelmeer aus. Eine Spitze der südlichen Vorberge ragt 
dunkel aus ihm heraus. Langsam bewegt sich das Nebelmeer talaufwärts und 
in die Seitentäler. Die Ci-Streifen erscheinen nach S dichter. — 81; Der Wind 
nat mit Stärke 3 auf NW gedreht. t ist auf 20° gestiegen. Die Ci-Streifen sind 
spärlicher geworden und zeigen einen Verlauf von N nach S. Über dem Berg- 
rücken im E erheben sich einige weiße Cu, und im SW quellen Cu hinter den 
Höhen empor. Im S ist das Nebelmeer vollständig verschwunden. — 10: Schon 
zegen 9b stiegen Nebel hoch. Sie kamen aus den Tälern, legten sich an die 
Berglehnen und verhinderten in kurzer Zeit jede Fernsicht. Zur Zeit der Beob- 
achtung ist der Nebel wieder verschwunden, nur ganz dünne Schleier sind 
stellenweise übriggeblieben, Sie verstärken sich nach W und S zu einem dichten 
Dunst. ‚Es weht S-Wind mit Stärke 3. t 24°. Himmelsbedeckung %,. Über 
uns lagern wenig gegliederte, dicht geschichtete Wolken. Bald hier, bald dort 
verlieren sie ihren Zusammenhang, lassen das Blau des Himmels durchscheinen 
und schließen sich kurz darauf wieder. Es ist eine nur schwach erkennbare 
Bewegung von NE nach SW in ihnen. Im W ist die Auflösung der dichten 
Wand weiter vorgeschritten. Einzelnstehende und zu Gruppen geballte Cu liegen 
über der Steppe, die nur undeutlich durch den Dunst zu sehen ist. Wolken- 
schatten und Sonnenflecken geben ein wechselfarbiges Bild auf den niedrigen 
Vorbergen ab. Im SS ist der Dunst noch dichter, die Cu erscheinen geschlossener 
und gehen nach SW in eine graue, regendrohende Schicht über. 
‘) Wegen der Lage der Pflanzung Kibuku und weiterer klimatographischer Wittrgeschldrg. 
jes Verfassers 8. Ann, d. Hydr. usw. 1936 ©. 118, 319; 1937 S, 44, 585; 1938 8. 139, 259, 363: 
1939 £, 201, 530; 1940 8. 396, 434; 1941 8. 30, 61.
	        
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