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Full text: 69, 1941

Schachinger, E.; Die Temperaturkorrektion von Aneroiddosen neuerer Bauart. 125 
auf die thermische Empfindlichkeit der Dose allein. Nach dem Einbau der Dose 
in ein aerologisches Meßgerät wird daher die Konstante A mehr oder weniger 
stark von ihrem ursprünglichen Wert abweichen. Sie wird daher bei jeder 
Eichung des Registrierballonmeteorographen aus AB. neu bestimmt, Um nicht 
bei jeder Eichung eine quadratische Gleichung lösen zu müssen, gilt für A 
folgende Formel: 1 1 BI 
Infolge des Bestehens der Beziehung pp, A ändert sich mithin auch der 
Kompensationsdruck p„., Der Meteorograph ist somit bei einem anderen Druck 
temperaturunempfindlich als ursprünglich als Kompensationsdruck für die Dose 
allein gefunden wurde, Aus einer Reihe von Messungen wurde gefunden, daß 
ein aerologisches Meßgerät aus Aluminium bei Verwendung der untersuchten 
Dosen bei 250 bis 300 mb temperaturunempfindlich ist. Der genaue Wert 
schwankt bei den Registrierballonmeteorographen wegen der verschiedenen Länge 
des Gelenkstückes aus Neusilber. 
Ich möchte nun noch die Temperaturkorrektion für Radiosonden (Modell 
Lang) bzw, für Peilsender besprechen, Bei beiden Apparaten ist die Druckdose 
in ein Gestell aus Aluminium eingebaut, so daß die eben besprochene Erscheinung 
in derselben Weise auftritt, Der Kompensationsdruck liegt wieder nach dem 
Einbau der Dose in einem Träger aus Aluminium bei 250 mb. Dabei sind bei 
der Radiosonde die Verbindungsgelenke von der Dose zur Anzeigefeder gleich 
lang, so daß für alle Modelle mit einem Dosenträger aus Aluminium dieselbe 
Temperaturkorrektion angewendet werden darf. 
Die Temperatur der Druckdose selbst kann allerdings während einer 
Messung nicht exakt bestimmt werden. Die Dose ist in eine Zelluloidhülle ein- 
gebaut und wird daher nicht in gleicher Weise wie das Bimetall ventiliert. 
R. Pfau hat innerhalb der Untersuchungen der Abteilung IIIC des RfW Messungen 
der Innentemperatur bei Radiosondenaufstiegen angestellt, Dabei hat er folgende 
(Tabelle 3) mittlere Temperaturabnahme gefunden: 
Tabelle 3, 
Innentemperatur Höhe 
im Gehäuse © m 
) 8000 
9.000 
10.000 
11.000 
12 000 
13.000 
H 000 
15 000 
L8 000 
a 
0 
500 
3000 
2000 
3000 
4000 
5000 — 
5000 — 9 
7000 — 14.0 . 
Daß sich die Temperatur oberhalb der Siratosphärengrenze nicht allmählich 
der aktuellen Temperatur angleicht, ist dadurch zu erklären, daß sich im 
geschlossenen Teil der Radiosonde ein Strahlungsgleichgewicht einstellt, 
Ich habe unter der Voraussetzung einer mittleren Eichtemperatur von 
+20° die Temperaturdifferenz für die einzelnen Hauptmillibarflächen und 
daraus die zugehörige Druckkorrektion der Dose in Tabelle 4 zusammengestellt, 
Tabelle 4, 
(A—ap) (A—«ap? 
Innentemperatur 
im Gehäuse © 
21.0 
28.4 
— 36.7 
— 435 
— 47.0 
—468 
— 46,3 
— 463 
— 46.4 
Druck 
mb 
LO00 
300 
Are) 
(A—ap) Druckkorrektion 
— (A — ap) mb 
+ 0.12 — 0.46 
+ 0.09 — 038 
06 — 031 
+ 0.04 —124 
++ 0.03 — (19 
+001 —0.12 
+ 0.00 — 0.06 
+ 0.00 — 0.02 
+0.00 +0,03 
+ 0.01 + 0.06 
10.0 —0.46 
10,5 —041 
‘50 — 0.37 
25 —032 
17.0 — 0.28 
240 023 
34.0 —0.18 
48.0 — 0.14 
63.0 —009 
68.0 — 005 
— 0.34 
— 0.29 
— 0.25 
— 0.20 
— 0.16 
—011 
— 0,06 
— 0.02 
+ 0.03 
+ 0.07 
4. 
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