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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

Portig, W.: Meteorologische Beobachtungen in Bathurst (Westafrika), 111 
Es sei vorweg bemerkt, daß die 4tägige Periode, wie man es häufig bei 
meteorologischen Periodizitäten beobachten kann, nicht dauernd mit konstanter 
Phase läuft. Es ist vielmehr so, daß die Extreme einige Male in Abständen von 
4 Tagen einander folgen, bis plötzlich der Abstand mehr oder weniger von vier 
abweicht, worauf dann nach einer oder mehrerer solcher Unregelmäßigkeiten 
wieder der 4-Tage-Abstand deutlich wird, Daher kann man auf das Beobachtungs- 
material nicht die Harmonische Analyse anwenden, sondern muß sich mit Primi- 
tiveren Methoden begnügen, 
Zunächst sei die Reihe der Regenbeobachtungen so veröffentlicht, wie sie 
mir vorliegt: 
In der Tat scheint diese Dar- 
stellung eine Bestätigung der von 
Regula vermuteten 4tägigen Peri- 
ode zu sein, und ich habe auch 
mit Erfolg diese Periodizität meinen 
Regen-, dagegen nicht meinen Tor- 
nadovorhersagen zugrunde gelegt, 
Um die Periodizität etwas deut- 
licher werden zu lassen, werde 
eine Art von Periodogrammanalyse 
durchgeführt. Wir schreiben in 
eine Spalte untereinander alle 
Regenmaxima, dann in die folgende 
Spalte die Regensummen der jeweils auf ein solches Maximum folgenden Beob- 
achtung und so fort bis zur 12. Beobachtung nach jedem Maximum, Wir erhalten 
auf diese Art und Weise acht Reihen, die angeben, was nach jedem maximalen 
Regenfall weiter geschehen ist, die wir in dieser Form aber noch nicht unter- 
einander vergleichen können, weil die Größenordnung der Maxima zwischen 
1,2 mm und 84.5 mm in 24 Stunden schwankt. Um also die Reihe untereinander 
vergleichbar zu machen, wird der jeweils größte Wert jeder Reihe gleich 100 
gesetzt und die anderen Werte der gleichen Reihe im selben Verhältnis ver- 
größert, (Anm.: Der größte Wert jeder Reihe ist nicht notwendig der erste, da 
der erste Wert lediglich ein relatives Maximum darstellt, das durchaus inner- 
halb der darauffolgenden 12 Beobachtungen durch ein neues Maximum übertroffen 
werden kann.) 
Nachdem nun die Reihen auf gleiche Größenordnung reduziert worden sind, 
darf man die einzelnen Spalten mitteln. Die auf diese Art gewonnenen Werte 
sind in Abb, 2 durch die ausgezogene, 
die graphisch ausgeglichenen durch die 
gestrichelte Kurve gebunden. ; 
Man sieht deutlich, daß sich die 
größten Regenmengen in Abständen 
von 4 bis 5 Tagen folgen. 
Die 4- bis 5tägige Periode im Wet- 
tergeschehen fiel mir schon bei meinem 
ersten Aufenthalt in Bathurst (17, II 
bis 24. IV. 1937) auf, In dieser Jahres- 
zeit pflegt es allerdings nicht zu regnen, 
so daß sich die Untersuchung der 
Periodizität auf das andere Element beschränken muß, das Regula erwähnt, auf 
den Luftdruck. 
Zunächst mitteln wir die drei täglichen Terminbeobachtungen von 8b, 12% 
und 18h Ortszeit, um den Einfluß von Perioden, die von der Größenordnung 
eines Tages sind, von vornherein auszuschalten (die folgenden Untersuchungen 
wurden übrigens auch für jede Beobachtungszeit einzeln durchgeführt und 
ergaben stets die gleichen Ergebnisse, nur manchmal nicht so deutlich), 
Analysiert man die Maxima und Minima der so gewonnenen Lultdruckkurve 
von Bathurst ähnlich wie weiter oben die Regenmengen — jetzt natürlich ohne 
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