Portig, W.: Meteorologische Beobachtungen in Bathurst (Westafrika), 111
Es sei vorweg bemerkt, daß die 4tägige Periode, wie man es häufig bei
meteorologischen Periodizitäten beobachten kann, nicht dauernd mit konstanter
Phase läuft. Es ist vielmehr so, daß die Extreme einige Male in Abständen von
4 Tagen einander folgen, bis plötzlich der Abstand mehr oder weniger von vier
abweicht, worauf dann nach einer oder mehrerer solcher Unregelmäßigkeiten
wieder der 4-Tage-Abstand deutlich wird, Daher kann man auf das Beobachtungs-
material nicht die Harmonische Analyse anwenden, sondern muß sich mit Primi-
tiveren Methoden begnügen,
Zunächst sei die Reihe der Regenbeobachtungen so veröffentlicht, wie sie
mir vorliegt:
In der Tat scheint diese Dar-
stellung eine Bestätigung der von
Regula vermuteten 4tägigen Peri-
ode zu sein, und ich habe auch
mit Erfolg diese Periodizität meinen
Regen-, dagegen nicht meinen Tor-
nadovorhersagen zugrunde gelegt,
Um die Periodizität etwas deut-
licher werden zu lassen, werde
eine Art von Periodogrammanalyse
durchgeführt. Wir schreiben in
eine Spalte untereinander alle
Regenmaxima, dann in die folgende
Spalte die Regensummen der jeweils auf ein solches Maximum folgenden Beob-
achtung und so fort bis zur 12. Beobachtung nach jedem Maximum, Wir erhalten
auf diese Art und Weise acht Reihen, die angeben, was nach jedem maximalen
Regenfall weiter geschehen ist, die wir in dieser Form aber noch nicht unter-
einander vergleichen können, weil die Größenordnung der Maxima zwischen
1,2 mm und 84.5 mm in 24 Stunden schwankt. Um also die Reihe untereinander
vergleichbar zu machen, wird der jeweils größte Wert jeder Reihe gleich 100
gesetzt und die anderen Werte der gleichen Reihe im selben Verhältnis ver-
größert, (Anm.: Der größte Wert jeder Reihe ist nicht notwendig der erste, da
der erste Wert lediglich ein relatives Maximum darstellt, das durchaus inner-
halb der darauffolgenden 12 Beobachtungen durch ein neues Maximum übertroffen
werden kann.)
Nachdem nun die Reihen auf gleiche Größenordnung reduziert worden sind,
darf man die einzelnen Spalten mitteln. Die auf diese Art gewonnenen Werte
sind in Abb, 2 durch die ausgezogene,
die graphisch ausgeglichenen durch die
gestrichelte Kurve gebunden. ;
Man sieht deutlich, daß sich die
größten Regenmengen in Abständen
von 4 bis 5 Tagen folgen.
Die 4- bis 5tägige Periode im Wet-
tergeschehen fiel mir schon bei meinem
ersten Aufenthalt in Bathurst (17, II
bis 24. IV. 1937) auf, In dieser Jahres-
zeit pflegt es allerdings nicht zu regnen,
so daß sich die Untersuchung der
Periodizität auf das andere Element beschränken muß, das Regula erwähnt, auf
den Luftdruck.
Zunächst mitteln wir die drei täglichen Terminbeobachtungen von 8b, 12%
und 18h Ortszeit, um den Einfluß von Perioden, die von der Größenordnung
eines Tages sind, von vornherein auszuschalten (die folgenden Untersuchungen
wurden übrigens auch für jede Beobachtungszeit einzeln durchgeführt und
ergaben stets die gleichen Ergebnisse, nur manchmal nicht so deutlich),
Analysiert man die Maxima und Minima der so gewonnenen Lultdruckkurve
von Bathurst ähnlich wie weiter oben die Regenmengen — jetzt natürlich ohne
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