100 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1941,
verschwand. In der Abbildung 9 deutet sich rechts schon wieder eine Trombe an,
die dann eine ähnliche Entwicklung durchmachte, wie die vorher beschriebene
und deshalb nicht weiter skizziert wurde, Ausdrücklich betont sei, daß auch
bei den Abbildungen % bis 9, in denen die Tromben zur Hervorhebung der
Formen dunkel wiedergegeben sind, diese sich in Wirklichkeit hell von dem
dunkelgraten Hintergrund abhoben!
Es schienen sich deutlich zwei Typen abzuzeichnen, Der eine begann mit
einem spitzen Kegel an der Wolkenbasis, dieser wurde plötzlich zu einem hell.
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Abb. 3.
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grauen Schlauch, der regelmäßig nach Westen ausgebogen war, also nach Norden
offen, Das untere Ende war von einem konzentrischen hellgrauen Mantel umgeben.
Der zweite Typ wuchs allmählich aus der Wolke, war stets breiter und entwickelte
sich im Vergleich mit dem ersten sehr viel langsamer, blieb u. a. lange in der
Mitte offen, hatte vom Meere her einen entgegenkommenden sehr viel breiteren
Mantel, ging dann für kurze Zeit in den ersten T'yp über und verschwand plötzlich,
Im Verlauf der Beobachtungszeit von einer halben Stunde wurden drei voll-
ständig ausgebildete Tromben gesehen, dann erlosch die Erscheinung,
Yon 0, Heabecker, Hambure.
2. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 156: Deutsch- Ost-
afrika. — Aus der Sammlung des überseeischen meteorologischen. Dienstes der
Deutschen Seewarte, — Witterungsverlauf während der kleinen Regen-
zeit in Kibuku?), Beobachtungstag: 27, Dezember 1938.
Ungewöhnlich früh (17. November) und ergiebig hat in diesem Jahre die
kleine Regenzeit eingesetzt. Im Dezember waren nur der 2. und 3, d. Mits.
niederschlagsfrei.
%) Wegen der Lage der Pflanzung Kibukn und weiterer klimatograph, Witterungsschldrg, des
Verf, 8. Ann, d. Hydr. sw, 1936 8. 118, 310; 1937 ©, 44, 585; 1038 S. 139, 259, 363; 1939 S, 201,
330: 1940 5. 306, 434: 1941 5. 30, 61.