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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1941,
herausgearbeitet. Beim Gegenüberstellen mit Singularitäten von anderen
Elementen wurde große Übereinstimmung festgestellt. .
Die Bearbeitung der Singularitäten der einzelnen Tage wurde eingeleitet
durch Aufstellen von zwei Singularitätskriterien, die erfüllt sein müssen, Damit
konnten die Monate mit vielen und echten Singularitäten festgestellt werden,
und es konnte sehr wahrscheinlich gemacht werden, daß die Unstetigkeiten nicht
zufälliger Natur sind. Eine hieran anschließende Nebenuntersuchung ging auf
die Schwankungen der Singularitäten ein. Es ergab sich, daB die Singularitäten
in den ozeanischen Epochen durchschnittlich anders liegen und auftreten als in
kontinentalen Epochen, die selbst der 24- und 36jährigen Welle unterliegen.
Der Vergleich der in der Gütersloher Reihe gefundenen Singularitäten ver-
schiedener Niederschlagsdarstellungen mit Singularitäten von anderen Elementen
im westdeutschen Bereich ergab vollständige Übereinstimmung und damit einen
weiteren Beweis für die Realität solcher Erscheinungen.
In dem Kollektivmaterial konnten Wellen aufgefunden werden durch Nach-
weis zweier Spiegelungspunkte im Juni und Dezember. Es wurden für ver-
schiedene Niederschlagelemente von Gütersloh und Lüneburg Wellenanalysen der
Kollektivwerte vorgenommen, nach dem Verfahren Defants. Diese ergaben
erstens eine gute Übereinstimmung mit den von Defant und Preusche ge-
fundenen Wellen in Einzeljahren. Zweitens ergab sich, daß die isolierten Wellen
von Gütersloh mit denen von Lüneburg fast in allen Einzelheiten übereinstimmten.
Dies gilt insbesondere für die —6-—7tg, und ——18tg. Wellen, Dies ist gleich-
zeitig ein Beweis für die Realität der Wellennatur der Singularitäten, ,
Zuletzt konnte es durch Vergleich der 13tg. Welle mit den bereits nach
anderen Verfahren gefundenen Singularitäten wahrscheinlich zemacht werden,
daß die Hauptsingularitäten durch die ——183tg. Welle erzeugt werden, wobei aber
die 6—7tg. Welle derart orientiert ist, daß jedes zweite, und zwar das durch-
schnittlich höhere Maximum, mit einem Maximum der 13tg. Welle zusammenfällt.
Die 6—7tg. Welle leistet demnach auch einen Beitrag zur Entstehung hoher oder
niedriger Niederschläge, die datumsgebunden sind.
Im letzten Kapitel werden praktische Anwendungsmöglichkeiten und Be-
handlungsweise der Singularitäten für die Vorhersage besprochen, wobei hier
noch betont werden soll, daß auch in solchen Jahren, in dem die Singularitäten
dem Vorzeichen nach nicht eintreffen, zu den betreffenden Zeiten Ansätze im
richtigen Sinne vorhanden sind. Beim Herausziehen ähnlicher Wetterlagen aus
früheren Jahren zum Zwecke der Tagesvorhersage darf man nur solche Lagen
heranziehen, die außer großer synoptischer Ähnlichkeit auch in der gleichen
Phase der Niederschlagssingularität liegen wie die augenblickliche Lage, d.h.
in einer Epoche hoher oder niedriger singulärer Niederschlagsbereitschalft.
A. Behm, der Erfinder des Echolotes, 60 Jahre alt.
Bedeutende wissenschaftliche Leistungen waren notwendig, um der Schiffahrt
die Sicherheit und Regelmäßigkeit zu geben, auf der heute das Wirtschafts-
leben der ganzen Welt fußt. Man denke an die jahrhundertealte Geschichte
des Magnetkompasses und an die allmähliche Herausarbeitung seiner ebenso
schwierigen wie notwendigen Theorie und an seinen Nachfolger, den Kreisel-
kompaß, an die terrestrische und astronomische Navigation mit ihren aufs
feinste ausgearbeiteten Methoden und Rechenhilfsmitteln, ihren wunderbaren
Winkel- und Zeitmeßgeräten. Man denke an drahtlose Telegraphie und Funk-
peiler, schließlich an das erdumspannende Netz des Sturmwarnungs- und Wetter-
dienstes, ganz zu schweigen von den Errungenschaften des Schiffsbaues selbst,
In diese stolze Reihe wissenschaftlich-technischer Großtaten dürfen wir auch das
Echolot einordnen, ein Geschenk deutschen Erfindergeistes an die Schiffahrt
der ganzen Welt, Den Anlaß, dankbar zurückzublicken, entnehmen wir dem
Umstand, daß der Schöpfer des Echolotes, Dr. h, c, Alexander Behm, am 11. No-
vember 1940 seinen 60, Geburtstag feiern konnte, und zum anderen der Tatsache,
daß gerade diese Zeitschrift nicht nur die Plattform war, von der in grundlegenden