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Full text: 69, 1941

30 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1941, 
Gegenüberstellung der Lüneburger Ergebnisse mit Gütersloh: 
Periodenlänge in Tagen Häufigste Länge in Tagen 
Gütersloh Lüneburg Gütersloh Lüneburg 
Öriginalkurre ........... 33 3.3 2 3 
isolierte 3tägige Welle ...... 2.83 2.93 2 2 
3tägig gemittelt ‚......0..4.. 5.3 54 4u.5 5 
isolierte 7tägige Welle ...,.. 48 5.0 ä 4—5 
3- und 7tägig gemittelt ‚.,.... 12.6 13,6 9 u. 13 14 
iolierte 13tägige Welle ‚.... 11.4 11.4 9—10u,13 10m, 13 
noch über 13tägig gemittelt .. 27 24.4 24 kein bes, Max, 
Es besteht also eine ganz vorzügliche Übereinstimmung, besonders bei den 
isolierten Wellen, Die beiden Reihen zeigen also nicht nur eine gute Korrelation 
und eine gute Übereinstimmung der Singularitäten, sondern sie sind auch in 
ihrem Aufbau derart gleichartig, daß sich sogar dieselben Wellen von etwa 3, 5, 
10, 13 und 24 Tagen ergeben, 
In diesem Zusammenhang sei auf eine frühere Arbeit von mir hingewiesen!). 
In dieser Arbeit wurde in Petit-Druck erwähnt, daß in der Kurve der Streuungen 
der Temperaturen jeden Tages einer größeren Welle von 56 Tagen kleinere Wellen 
von 12 bis 13 Tagen aufgesetzt seien, die also mit der hier gefundenen 13tägigen 
Welle identisch sein können. Da in der erwähnten Arbeit die Temperatur- 
singularitäten durch die Streuung festgelegt wurden, bedeutet das, daß auch die 
Temperatursingularitäten eine Welle von 13 Tagen aufweisen, die sogar sehr 
deutlich ist, 
Die Wellenuntersuchung wurde weiter auf die n’”’- und m-Reihe von Gütersloh 
ausgedehnt, Folgende Zusammenstellung: 
Gütersloh 
Periodenlänge in Tagen ' Häufigste Periodenlänge in Tagen 
nr m ar m 
Originalkurvs a...00000000000 3.02 3.05 Sl 
isolierte Stägiee Welle 4... — 2.6 ; 
3tägig gemittelt ‚.......,... 5.4 5.6 ! 4 + 
isolierte 7tägige Welle ‚...... 0.0(Kurve12) 5.9 (Kurve 13) 5—6 6 
3- und 7täyig gemittelt ...... 11.8 108 10 u. 15 10 u. 13 
isolierte 3tügige Welle ....... 11,8 (Kurrel4) 11.1 (Kurve 15) 10 u. 13 10 u. 14 
3- und 7- und A3tägig gemittelt 26.1 244 23 u, 24 210.27 
Es ergeben sich bei diesen beiden Niederschlagsdarstellungen ebenfalls 
Wellen von etwa 3, 6, 10 und 13 sowie 24 Tagen. Die genaue Verteilung der 
Wellen ist folgende: 
Gütersloh n* nn’ m : Lüneburg n' Mittel Defant | Preusche 
3tägige Welle 2.83 _— 26 | 2,9 25 = 33 
7tägige Welle 48 6.0 5.9 5.0 ' 54 5.7 53 
13tägige Welle 9—10 13 10 13 10 14 10 13 | 10 13 | 9 126, 0 1 16 
Di4tägige Welle 24 23—24 24.4 24.4 ‘24 24 
Der Umstand, daß die isolierte 3tägige Welle niedriger herauskommt als bei 
den Untersuchungen von Preusche, und der Grund dafür, daß dies an dem noch 
vorhandenen zufälligen Teil liegt, ließ eine weitere Rechnung in Angriff nehmen 
nach dem Vorbild der Preuscheschen Arbeit. Statt der Mittelung der Original- 
werte über 3 Tage wurde diese jeweils über 4 Tage gemittelt, dann zwei benach- 
barte Mittelwerte wieder gemittelt und dem sich ergebenden mittleren Termin 
zugeschrieben. Durch diese weitergehende Mittelung werden die Zufallswerte 
noch mehr als bisher ausgeglichen, gleichzeitig aber auch die etwa vorhandene 
3tägige Welle. Von der Originalreihe wurde diese so gemittelte Reihe subtrahiert. 
Die so ermittelte Welle hatte eine Periode von 2.9 Tagen. Aus der gemittelten 
Reihe ergibt sich als weitere Welle eine solche von 7.2 Tagen mit einem aus- 
gesprochenen Häufigkeitsmaximum bei 6 bis 7 Tagen. Die durch Mittelbildung 
über 7 Werte gefundene und dann isolierte Welle ergibt eine Länge von 7.2 Tagen, 
Die nächste Welle hat einen Abstand der Maxima von 13 Tagen. Bei der Aus- 
zählung der Häufigkeit ergaben sich aber Häufungsstellen bei 9, 12 bis 13, 15 
und 18 Tagen, doch liegen bei der isolierten Weile die Maxima bei 10, 14 bis 15 
7 KH. Müller, Eine Studie über die Struktur des sommerlichen Temperaturganges, Ann, d, Hrdr. 
1935. 8. 308.
	        
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