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Annalen der Hydrographie und Maritimern Meteorologie, März 1941,
Die übereinstimmenden Pentaden sind hervorgehoben, Von der 50. Pentade ab
tritt vielfach eine Verschiebung um eine Pentade auf, zuerst liegt der Lüneburger
Wert eine Pentade früher, dann eine Pentade später, Diese Pentaden sind kursiv
gedruckt, Läßt man diesen Spielraum gelten, so ergibt sich eine Übereinstim-
mung von fast 10%. Es wurde noch der Korrelationskoeffizient der n’-Reiher
von Gütersloh und Lüneburg berechnet, Er betrug r= 0,68 +006. Die Wahr
scheinlichkeit, daß Fr reell ist, beträut 1.002),
Aus der Arbeit von Schmauß „Die Singularitäten in München“?) stehen
die Singularitäten des Niederschlags von, München für die Periode 1880—1924
zur Verfügung. Von den 25 sich daraus ergebenden Pentaden mit hoher Nieder-
schlagswahrscheinlichkeit stimmen nur 6 mit den Gütersiohern und Lüneburger
Reihen nicht überein. Es ist dies ein Zeichen für die Realität der Singularitäten.
Es ist dabei noch zu beachten, daß die Vergleichsepochen unterschiedlich waren.
Eine gleich gute Übereinstimmung zeigen die n’“. Reihen von Gütersloh und
München, wo nur 5 Pentaden aus der Gütersloher Zusammenstellung in der
Münchener Reihe nicht vertreten sind,
Weitere Vergl-iche wurden dann mit anderen Niederschlagsdaten gemacht.
Als Vergleich dienten zufällig zur Verfügung stehende Elemente:
m : Löningen“), Hannover*,, Götuingen?) Clausthal®), Gütersloh‘),
n’: Lüneburg?), München *, Gütersich %),
nn’: Davos®), Basel®),
‚<A Basel®), Göttingen ?), Clausthal?),
A: Nordwestdeutschland®*).
Die Maxima dieser 14 Elemente wurden mit den Maxima der Gütersloher
Niederschlagsdaten zusammengefaßt und die zusammengehörigen Singularitäten
verbunden, Das Bild ist recht eindrucksvoll und zeigt deutlich, daß die bei
Gütersloh gefundenen maximalen Niederschlagspentaden auch in anderen
Elementen und an anderen Stationen in gleicher Weise zu finden sind.
Sodann wurde für jede Pentade die Anzahl der Maxima aus diesen 14 Reihen
ausgezählt, Dabei schälen sich die Häufungspunkte gut heraus. Folgende Pentaden
sind demnach für das westliche Deutschland als maximale Niederschlagsepochen
anzusehen (die Pentaden mit über 7 Maxima sind fett wedruckt):
{(Beihe 6) 2, 6-7, 10, 12, 14, 16, 18, 20-21, 24, 28, 31, 33, 35, 38, 42, 45, 47, 50, 53 56,
3, 5. 8, 10, 12, 14. 16, 18, 20—21, 24, 28, 30, 33, 35, 36, 42, 45, 47, 39,51. 53, 35,57,
61, 64, 68, 71, 73,
Bu, 61, 68, 71, 73.
In der zweiten Zeile steht die Reihe von Gütersloh aus den 11 Darstellungen der
Niederschlagselemente (Reihe 2). Es kann also eine bedeutsame Übereinstimmung
festgestellt werden. Die Pentaden 50 und 56 in Westdeutschland sind bei Gütersloh
aufgespalten, Es ist weiter 2 gegen 3, 31 gegen 30 und 61 gegen 60 verschoben, sonst
stimmen alle Pentaden überein mit Ausnahme der Gegenüberstellung 6—7 gegen 5
und 8, Diese Übereinstimmung könnte von vornherein nicht erwartet werden.
Die von Hoffmeister?) festgestellten Sing ılaritäten in den Pentaden
7, 14, 18, 28, 33, 38, 41, 45, 50, 56, 61, 66, 70 und 73 fügen sich ohne Zwang in
die oben gegebene Reihe ein.
Aus der Zusammenstellung der 14 Reihen ergeben sich weiter folgende
Pentaden als niederschlagsarme Zeiten:
(Beibe 7) 1,4, 8, 11, 13, 15, 17, 19, 22-23, 2526, 29, 32, 34, 36, 39, 44, 40, 48—49, 52, 54,
1,4, 7,9, 11, 13, 15,17, 19,22 2%, 29, 32, 34, 96, 29, 43, 46, 29,50, 52, 34.
58, 61, 67, 69, 72,
56. 59. 82. 65. 69. 72.
K
1} Siehe H. Müller, Über die Behandlung von Mittelwerten ,,.. Ann, d. Hydr 1935, 8. 155
u, 224, — 23 A, Schmauß, Die Singularitäten in München, Bayr, Met, Jahrbuch 1928, Teil B, —
* Hoffmeister, Sinzularitäten im jährlichen Gang der Niederschlagsmengen Nordwestdeutschlands.
Das Wetter, 1934, S, 37, — 4} Diese Arbeit, — *) P. Riedel, Sinvularitäten von Davos, Wiss, Veröff.
des Reichsamte für Wetterdienst, Berlın. — *%) Preußische Landwirtschaftsstatistik, Veröffenlichungen
der großen Norddeutschen Hagelversicherungsuesellschaften, Zusammenstellung der schadenreichsten
Tage von H. Müller. — ’) Hoöffmeister, Singularitäten im jänrlichen Gang der Niederschlagsmenge
Nordwestdeutschlands. Das Wetter, 1934, 8. 37