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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1940.
Gewicht bzw. die Genauigkeit nicht linear verläuft, sondern einem Grenzwert
zustrebt. Um diesen Grenzwert kennen zu lernen und um gleichzeitig aus dem
Verlauf der Gewichtskurve zwischen N=6 und N==14 durch Extrapolation
Werte für N<6 und N>14 zu
erhalten, war nunmehr ein all-
gemeiner Ausdruck zu suchen,
der die durch das Material ge-
gebenen Punkte möglichst gut
darstellte,
Eine lineare Ausgleichung
war bei dem gegebenen Kurven-
verlauf von vornherein aus-
sichtslos, sie konnte die Kurve
günstigstenfalls von N=8 bis
N = 13 darstellen. Außerhalb
dieser Werte mußte sie versagen,
und sie lieferte außerdem auch
keinen Grenzwert für die maxi-
NOW ÖURR mal erreichbare Genauigkeit,
Da die Kurve zweifellos hyper-
| bolischenC Charakter zeigt, mußten
auch parabolische Ausgleichungen versagen. Sowohl die reine Hyperbel von
der Form N-M=y, {8}
wo y eine Konstante ist, als auch die Einführung einer Maßstabsverzerrung von
der Form N. Mia fol
befriedigten die Punktfolge der M in keiner Weise, Die erste einigermaßen
befriedigende Darstellung wurde durch die Einführung einer Asymmetrie von
der Form
NZ M u
erreicht.
Nach diesen mehr tastenden Vorversuchen, die allerdings noch keinerlei
Aufschluß über die erreichbare Maximalgenauigkeit gaben, wurde nun schließlich
zur rechnerischen Darstellung der M-Kurve einmal der Weg des Versuchs, der
einen tiefen Einblick in die inneren Zusammenhänge vermittelte, und ein ander-
mal der Weg einer Ausgleichung nach der Methode der kleinsten Quadrate
beschritten, Beide Wege mußten zu gleichen Ergebnissen führen.
Bezeichnen wir mit M die der Abb, 1 bzw. der Tabelle 3 entnommenen
Werte und führen jetzt, um einer zweisternigen Zeitbestimmung das Gewicht
Null zuzuerteilen, N=—2 statt N für die Anzahl der Sterne ein, so lautet der
Ansatz, von dem ausgegangen wurde, in Erweiterung von [10]
M— OO {N— 2 ey, 1)
wobei © das Quadrat der erreichbaren Maximalgenauigkeit darstellt.
Umgestellt in die endgültig gesuchte Form lautet die Ausgangsgleichung
Ta
M OF AL 6.
Unbekannt sind hierin x, y und ce, Könnte man über 6 eine Annahme
machen, so würden sich x und y wie bei [10] ermitteln lassen,
Um € zunächst zum Verschwinden zu bringen, differentiieren wir die Aus-
gyangsgleichung. Es ergibt sich dann:
aM a
adiN—2) (N — 2) k
Der Wert a Jäßt sich aus dem Zahlenmaterial der vierten Spalte in
Tabelle 3, das ja für jedes halbe N gegeben ist, unter jeweiliger Weglassung
eines Zwischenwertes ohne weiteres bilden, Unter bestimmten Annahmen für x
— etwa X = 0.5, X= 1.0, x == 2.0 usw, — lassen sich dann Werte für y finden,
aus denen durch Einsetzen in [12] e ermittelt werden kann. Die Größe von €
m