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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1940,
Quarzuhrstände die genaue Zeit festlegen, nichts anderes als das Quadrat des
mittleren Fehlers einer N-sternigen Zeitbestimmung. Das heißt also
ww %
mn N
Diese Werte [5] liegen berechnet für N=3 bis N=18 vor.
Nach dem bekannten Satz, daß sich die Quadrate der mittleren Fehler
umgekehrt wie die Gewichte verhalten, kann man also schreiben
2_ 4 |
DE m My s 6
N N {
Die Bildung dieser Werte My bedarf noch einer ausführlichen Darlegung.
Die Bevorzugung der N = 10sternigen Zeitbestimmung als Normalbeobachtung
seit Oktober 1933 hatte natürlich zwangsläufig zur Folge, daß 10sternige Zeit-
bestimmungen am meisten vertreten waren, während die Anzahl der mehr — oder
weniger — als 10sternigen Zeitbestimmungen mit größer werdender Entfernung
von der Sternanzahl dieser Normalbeobachtung verhältnismäßig rasch abnahm,
Dieses Verhalten zeigt Tabelle 2, die alles Wissenswerte über das der Unter-
suchung zugrunde gelegte Material enthält.
Tabelle 2. a
_2983 |_________ 294 _ TE x)
101112 1]2[3]al6[6l7[e79 Holnlı2| 12/34/6789 10er 12°
ä4lı9 u ae oa ehe o ee eo len alees 236 lag 61 5838
5441/27] 29.2931 14346141 13537/39[35 126/231 27126137 3943/4541344 4839/29/24| 27 19 1038
Beob. F J25| 2| el o| 5! 6! 8! 6| sl el 1) | 7! 5| 71 ei 6| el 9 ze 26) 3 6i 4 190
L {17 6 31 7, 2 zuau1l 7, 3118) 7) 75 | 5 6| 4! 7311| 3 75142 52] 198
T 11218) 2 527200845224 58008052323 dA 137
ar h £ N £ ar
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5212| 13 1
2/ 1
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en
, _ zZ
Für die im Kopf der Tabelle angegebenen Monate gibt die erste Zeile die
Anzahl r der überhaupt angestellten Zeitbestimmungen., Die in der zweiten
Zeile erscheinenden Werte R, die durchweg größer sind als r, stellen die Anzahl
der Bedingungsgleichungen im Ausgleichungsmonat dar, Ihre Anzahl R muß
wegen der Überdeckung an den Monatsanfängen und -enden größer sein als r.
Die dritte bis sechste Zeile enthält die Verteilung der Zeitbestimmungen auf die
einzelnen Beobachter. Die sich daran anschließenden Zeilen endlich geben für
jeden Monat die Anzahl der N==3- bis N == 18-sternigen Zeitbestimmungen, Die
jetzte senkrechte Spalte gibt die Summen der einzelnen Zeilen, Ihr ist zu ent-
nehmen, daß das Ausgangsmaterial von 538 Zeitbestimmungen durch die Über-
deckung auf 1038 Zeitbestimmungen anwuchs, Es wurde also jede Zeitbestimmung
— mit Ausnahme derer am Anfang und am Ende des Untersuchungszeitraumes —
zweimal herangezogen. Ebenso wie bei der Berechnung der Quarzuhrstände (2)
bedeutet diese Maßnahme auch hier bereits eine Glättung des Materials, die ohne
weiteres gestattet war, da die Reste „B—R“ fast aller zweimal herangezogenen
Zeitbestimmungen innerhalb der üblichen Fehlergrenzen nach Vorzeichen und
Größe übereinstimmten.