accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

30 
‚Annalen der Hydrographie und Mariticoen. Meteorologie, März 1940, 
zuzuordnen, und darüber hinaus entschied letzten Endes das Ergebnis der Unter: 
suchung, ob der eingeschlagene Weg trotz seiner mir durchaus bewußten Ver- 
nachlässigungen der richtige war oder nicht. 
Da ungünstige meteorologische Beobachtungsverhältnisse die Sternanzahl 
und zumeist auch die Verteilung der Sterne ungünstig beeinflussen, schließt 
diese Methode der Gewichtsbestimmung die Einflüsse des Wetters und der Stern- 
verteilung bis zu einem gewissen Grade mit ein. 
Diese zweite Gewichtsbestimmungsmethode, deren Ableitung identisch ist mit 
der weiter unten ausführlich dargelegten dritten Methode beruhte auf demselben 
Material wie die erste Methode, d.h. auf 91 Zeitbestimmungen, deren Reste 
„Beobachtung minus Richtung“ näch einer ungewichteten Ausgleichung diesmal 
mit den Angaben der Quarzuhren verglichen wurden, 
Das Material war jedoch zu gering, um damit eine einwandfreie und in 
jeder Beziehung gesicherte Kurve für verschiedensternige Zeitbestimmungen zu 
erhalten, Die von mir bereits im Februar 1934 durchgeführte Untersuchung 
ergab innerhalb der Sternanzahl N = 6 bis N = 15 den linearen Gewichtsausdruck : 
PN 13. 
Da Zeitbestimmungen mit 10 Sternen in möglichst normaler Verteilung 
bevorzugt beobachtet worden waren, wurden alle Gewichte außerdem noch auf 
eine solche zehnsternige Zeitbestimmung bezogen, für die p= 1.00 gesetzt wurde, 
Eine Abweichung von diesem Gewichtsausdruck erfolgte nur dann, wenn der 
Beobachter die Beobachtungsverhältnisse als außerordentlich ungünstig im Be- 
obachtungsbuch vermerkt hatte, In solchen Fällen, die jedoch nur sehr selten 
eintraten, wurde N um 2 vermindert. 
Die Leistungen dieser zweiten Gewichtsbestimmungsmethode gehen aus der 
Tabelle 1 hervor. Diese enthält in der ersten Spalte die Ausgleichungsmonate, 
in der zweiten Spalte die Quadratsumme der Reste „B—R“%, die ja ein Maß für 
die Genauigkeit darstellt, wie sie sich aus einer Ausgleichung ohne Gewichte, 
und in der dritten Spalte die Quadratsumme der Reste „B-—R“% wie sie sich 
ergibt, wenn die einzelnen Bedingungsgleichungen mit den nach der zweiten 
Methode ermittelten. Gewichten. versehen werden, 
Tabelle 21. 
X Ausgleichung | 3(B—RP | ZB-— Ri | Ausgleicheng ZB — BP | ZB— RE 
x 2 1 - 
1933 Oktober, .. 
November. 
Dezember +. 
SAD eau 
FeOruRr ex 
Mrz 0.004 | 
Apr a cu | 
Mal sckasar 
Jule rum 
JE ca 
Angst „>... 
September, . 
Oktober... 
November 
Dezember .. 
Die Tabelle 1 zeigt, daß in 793% der Fälle die Quadratsumme der Reste 
„B—R*“ durch die Einführung von Gewichten nach der zweiten Methode um 
durchschnittlieh 0,0026 verringert, die Genauigkeit der Zeitbestimmungen also 
gesteigert wurde, während in nur 20,7% der Fälle eine Vergrößerung der Quadrat- 
summe um durchschnittlich 0.0008 eintrat, Unter der Annahme eines mittleren 
Wertes der Quadratsumme von 0.0186 und einer mittleren Anzahl der Bedingungs- 
yleichungen von 36 je Ausgleichung verbessert sich der äußere mittlere Fehler 
einer nicht ausgeglichenen Beobachtung durch die Einführung von Gewichten 
nach der zweiten Methode von + 0:024; auf -- 07022,
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.