Tanck, H.-J.: Die tägliche Erwärmung der Atmosphäre infolge der Absorption usw. 61
C. Neben dieser kalendermäßigen jahreszeitlichen Einteilung ist eine Drei-
teilung des Jahres nach wetterhaften Gesichtspunkten vorgenommen und über
die zu einem Jahresdrittel gehörigen Monate gemittelt worden. Die Monate
wurden dabei, wie folgt, zusammengefaßt:
a) Die Zeitspanne des vorherrschenden winterlichen Monsunwetters,
repräsentiert durch die Monate Dezember, Januar, Februar, März.
b) Die Zeitspanne des vorherrschenden sommerlichen Monsunwetters,
repräsentiert durch die Monate April, Mai, Juni, Juli.
c) Die Zeitspanne, in welcher der Beobachtungsort unter Einfluß des sub-
tropischen Hochdruckgebietes steht, repräsentiert durch die übrigen vier
Monate: August, September, Oktober, November.
Die Ergebnisse sind in den Fig. 5 bis 8 zusammen mit dem dJahresmittel-
wert enthalten. Bei dem Vergleich mit der kalendermäßigen Einteilung ist
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Fig. 3. Fig, 4. Fis. 5.
Femperaturänderungen der Atmosphäre infolge Absorption der direkten Sonnenstrahlung über Hamburg,
(Arithmetische Mittelung aus den Monatswerten.)}
ersichtlich, daß sich die Eigenart der Frühlingsperiode leicht zwischen der mehr
winterlichen und der mehr sommerlichen aufteilen läßt, während der Herbst aus-
gesprochen seine charakteristische Mittelerscheinung‘ gewahrt hat, welche auch
gut mit der Verteilung, die über das Gesamtjahr Gültigkeit hat, verglichen
werden kann, Der Frühling zeigt sich also viel inhomogener mit häufigem
Wechsel zwischen Winter- und Sommertyp; der Herbst dagegen als eine Zwischen-
jahreszeit mit annähernd einheitlichem Typ.
Die bisher besprochenen Absorptionstypen „H“, „R“ und „V“ haben als
Grundlage typenmäßig unterschiedene Felder von Temperatur und rel, Feuchte,
Diese Typen sind aus vorherrschenden Wetitererscheinungen entnommen worden.
Es soll nun besprochen werden, wie durch den Jahresgang der Häufigkeit der
Wettererscheinungen auch eine Zusammenfassung der aus diesen Wetter-
arscheinungen gefundenen Absorptionstypen nach wetterhaften Gesichtspunkten
Jurechgeführt werden kann.
Das Hoch zeigt von einem April-Minimum an eine Tendenz, bis August/Sep-
jember hin zu steigen. Die Sonne wandert dem nördlichen Wendekreis zu und
zieht die planetarischen Klimagürtel allmählich nach Norden herüber, So ver-
sucht sich der hohe Druck der Subtropen wetterbestimmend auszuwirken,
Jedoch folgt aus der zunächst durch die vergrößerte Einstrahlung über dem