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Full text: 68, 1940

Neuere Veröffentlichungen, 
137 
a} die Prognose für die Fläche der meteorolo- 
gischen Station selbst; . 
b) auf Grund davon die Prognosen für die ein- 
zelnen Wirtschaftsgebiete auf dem Wege der 
Einführung territorialen, und wenn nötig, auch 
vertikaler Korrektionen, Man muß die Vor- 
aussagen in Form einer Prognose der Minimal- 
SER für die verschiedenen Gebiete 
KEDEN, . 
Alle Formeln zur Herstellung der Prognosen 
sind mur Hilfsmittel, aber keine Methode; in den 
einzelnen Fällen kann das Einbrechen des Nacht- 
frostes ohne Hilfe synoptischer Karten überhaupt 
nicht vorausgesehen werden, Die Anwendung sog, 
Universalregeln und -formeln für die ganze un- 
geheure Mannigfaltigkeit in den meteorologischen 
Verhältnissen in der UdSSR. ist nicht angebracht. 
Ein vorhandener Versuch beweist überzeugend genug, 
daß irgendwelche züufriedenstellenden Resultate 
der Vorausberechnung der Temp’minima nach 
den abendlichen Bedingungen bei beständigeni 
Weiter nur mit Hilfe der Formeln mit Koeffi- 
zienten, die aus langwierigen Beobachtungen am 
gegebenen Ort für einen bestimmten Wettertyp 
erhalten sind, erlangt werden können, Die Frage, 
welche der Berechnungsmethoden für die Minimal- 
temperatur als die besten erscheinen, kann nur 
gelöst werden auf Grund der Ergebnisse ihrer 
gleichzeitigen Erprobung: an ein und demselben 
Material meteorologischer Beobachtungen. 
Es ist eine grundsätzliche Frage, ob man die 
Minimaltemperatur der anbrechenden Nacht zuerst 
für die Höhe der Beobachtungen bis 200 em vor- 
ausberechnen und darauf die vertikalen und territo- 
rialen. Korrektionen einführen muß Oder sie ud- 
mittelbar für die Oberfläche des Bodens oder die 
Pflanzendecke vorausberechnen. muß, Methodisch 
tfichtiger wird das erste sein, 
Es ist offenbar, daß von den Wetterrerhält- 
gissen nicht nur die Verteilung der Tem ralren 
auf der Vertikalen Rt sondern auch die Dauer 
des Nachtfrostes, Die Ab! ängigkeit der Temperatur 
von der Höhe ist bei den Haupttypen der Nacht- 
Iröste (adrektiver und Strahlungsfröste) allerdings 
nicht gleich, Der Strahlungsnachtirost ist, ähnlich 
dem. Strahlungsnebel, eine Erscheinung der nahe 
am Boden befindlichen Laftschicht: er schwächt 
sich schneller mit der Höhe ab, ist von kürzerer 
Dauer und abhängiger von dem Charakter der 
Unterfläche, dem Boden, dem Relief usw. (siehe 
Tab. 2: Nächtliche Temp’ minima). 
Die „Morphologie“ der Nachtfröste bei den 
verschiedenen "Typen des Wetters (der Luftmassen) 
ebenso wie bei verschiedenen Verhältnissen des 
Reliefs und der Oberfläche stellt eine der wenig 
bearbeiteten Fragen dar, Verf. teilt die Ergebnisse 
der Erprobung der wichtigsten Erfahrungeregeln 
für die Voraussage der nächtlichen Temp’minima 
mit, die aus dem Beobachtungsmaterial einer rus: 
sischen meteorologischen Station gewonnen wurden, 
Aus den Beobachtungen während der Periode 
April bis September 1931—1933 wurden 120 gleich- 
artige (verschiedene Sektoren der Antixyklonen) 
klare and fast stille Nächte 4je 20 im Monat} aus- 
Sr izend he Regeln wurd bi 
olgende empirische Regeln wurden erprobt; 
die Regel des de 
die Regel des feuchten Thermometers (1. Regel 
Kammermanns), 
3, die Regel des Taupunktes, 
£, die 3, Regel Kammermanng, 
5, die Formel Smit-Donnele. 
6. die Formel Defants, 
7. die Formel Aupstroms, 
8. die. Formel. Michslewskijs. 
Verf, behandelt dann der Reihe nach diese 
Regeln und Formeln. | 
Tab. 3 zeigt die Koeffizienten zu den Regeln: 
des trocknen Thermometers, des fenchten Thermo- 
meters, des Tanupunktes puch Beobachtungen der 
Jahre 1921—1928 (für 21 Uhr) in derselben me» 
eoralogischen Station und die wahrscheinlichen 
Fehler der Prognose der Minimaltemperatur in der 
Wetterhütte. . . , 
Tab. 4 zeigt die Fehler der Prognose der 
Minimaltemperatur nach verschiedenen empirischen 
Regeln A der Fälle) und die wahrscheinlichen 
Fehler der einzelnen Bestimmungen, 
Hedwig Stoltenberg, 
W. J. Archangelskij: Die synoptischen Be- 
dingungen der Bildang von Strahlungsnebeln 
im europäischen Teil der UdSSR, „Meteorologia 
i Hydrologia*, Moskau-Leniograd, 1938, Nr. 2, 
4, 52 bis 68; m. 12 Karten und 1 Tab, (Russisch). 
Als Aufgabe der vorliegenden Arbeit erscheint 
lie Klärung der Abhängigkeit zwischen der Bildung 
von Strahlungsnebeln. und den nicht selten be- 
>bachteten Einbrüchen von arktischer und polarer 
Laß in die Gebiete des europäischen Territoriums 
ler UdSSR. auf Bahnen, die der Lage der Achsen 
Multanowskijs nahestehen, Dessen Methode folgend 
wurden Karten der Bahnen und Sammelkarten 
der Lage der barischen Gebiete angefertigt, Die 
arhaltenen Angaben wurden mit den konventionellen 
Zeichen in die Karten des europäischen Territoriums 
der UdSSR. eingetragen, Darauf wurden in Ab- 
hängigkeit von de Zahl der Fälle von Nebeln die 
einzelnen Gebiete des Territoriums in 4 Abteilungen 
zeteilt. Zur ersten gehören Bezirke und Punkte, 
die durchweg‘ oft von Nebeln betroffen werden, 
zur zweiten solche, die stark betroffen werden, 
zur dritten solche, die mittelmäßig und zur vierten, 
lie sehr wenig oder sogar überhaupt nicht be- 
iroffen werden. In den Gebieten, die zur ersten 
Abteilung gehören, kann man die Entstehung von 
Nebeln fast bei jedem Einbruch von arktischen und 
polaren Luftmassen beobachten, Die Karten der 
zeographischen Verbreitung der Nebel wurden auf 
Aarund der Angaben der 7-Uhr-Morgen-Beobach- 
tungen angefertigt. Die Fälle der antizyklonalen 
Einbrüche längs der Achsen Multanowskijs wurden 
während der kalten Jahreszeit (rom 1, Oktober bis 
1]. April) in den Jahren 18%0 bis 1914 und von 
1923 bis 1928. genommen. . 
Zeichn, 1a; die mittelschwedische Achte, Polar. 
luft, Sammelkarte der Lage der barischen Ge 
biete und der Hauptrichtungen der Bahnen 
der Maxima und Minima, 
Zeichn. 1b: Kaxte der Verbreitung der Nebel, 
Polarlaft, . . 
Zeichn, 2ar Nordkap-Achse, Polarluft, Samımel- 
karte der Lage der barischen Gebiete, 
Zeichn, 2b: Nordkap-Achse, Karte der Verbreitung 
der Nebel. FPolarluft. 
Zeichn. 3a: ED Achse. Arktische Luft, 
Sammelkarte der Lage der barischen Gebiete, 
Zeichn, 3b: Nordkap-Achse, Arktische Luft, 
Karte der Verbreitung: der Nebel, 
Zeichn, 4a: Kanin-Achse, Arktische Luft, Sam- 
melkarte der Lage der barischen Gebiete. 
Zeichn, 4b: Kanin-Achse, Arktische Luft, Karte 
der Verbreitung der Nebel.
	        
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