Neuere Veröffentlichungen,
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a} die Prognose für die Fläche der meteorolo-
gischen Station selbst; .
b) auf Grund davon die Prognosen für die ein-
zelnen Wirtschaftsgebiete auf dem Wege der
Einführung territorialen, und wenn nötig, auch
vertikaler Korrektionen, Man muß die Vor-
aussagen in Form einer Prognose der Minimal-
SER für die verschiedenen Gebiete
KEDEN, .
Alle Formeln zur Herstellung der Prognosen
sind mur Hilfsmittel, aber keine Methode; in den
einzelnen Fällen kann das Einbrechen des Nacht-
frostes ohne Hilfe synoptischer Karten überhaupt
nicht vorausgesehen werden, Die Anwendung sog,
Universalregeln und -formeln für die ganze un-
geheure Mannigfaltigkeit in den meteorologischen
Verhältnissen in der UdSSR. ist nicht angebracht.
Ein vorhandener Versuch beweist überzeugend genug,
daß irgendwelche züufriedenstellenden Resultate
der Vorausberechnung der Temp’minima nach
den abendlichen Bedingungen bei beständigeni
Weiter nur mit Hilfe der Formeln mit Koeffi-
zienten, die aus langwierigen Beobachtungen am
gegebenen Ort für einen bestimmten Wettertyp
erhalten sind, erlangt werden können, Die Frage,
welche der Berechnungsmethoden für die Minimal-
temperatur als die besten erscheinen, kann nur
gelöst werden auf Grund der Ergebnisse ihrer
gleichzeitigen Erprobung: an ein und demselben
Material meteorologischer Beobachtungen.
Es ist eine grundsätzliche Frage, ob man die
Minimaltemperatur der anbrechenden Nacht zuerst
für die Höhe der Beobachtungen bis 200 em vor-
ausberechnen und darauf die vertikalen und territo-
rialen. Korrektionen einführen muß Oder sie ud-
mittelbar für die Oberfläche des Bodens oder die
Pflanzendecke vorausberechnen. muß, Methodisch
tfichtiger wird das erste sein,
Es ist offenbar, daß von den Wetterrerhält-
gissen nicht nur die Verteilung der Tem ralren
auf der Vertikalen Rt sondern auch die Dauer
des Nachtfrostes, Die Ab! ängigkeit der Temperatur
von der Höhe ist bei den Haupttypen der Nacht-
Iröste (adrektiver und Strahlungsfröste) allerdings
nicht gleich, Der Strahlungsnachtirost ist, ähnlich
dem. Strahlungsnebel, eine Erscheinung der nahe
am Boden befindlichen Laftschicht: er schwächt
sich schneller mit der Höhe ab, ist von kürzerer
Dauer und abhängiger von dem Charakter der
Unterfläche, dem Boden, dem Relief usw. (siehe
Tab. 2: Nächtliche Temp’ minima).
Die „Morphologie“ der Nachtfröste bei den
verschiedenen "Typen des Wetters (der Luftmassen)
ebenso wie bei verschiedenen Verhältnissen des
Reliefs und der Oberfläche stellt eine der wenig
bearbeiteten Fragen dar, Verf. teilt die Ergebnisse
der Erprobung der wichtigsten Erfahrungeregeln
für die Voraussage der nächtlichen Temp’minima
mit, die aus dem Beobachtungsmaterial einer rus:
sischen meteorologischen Station gewonnen wurden,
Aus den Beobachtungen während der Periode
April bis September 1931—1933 wurden 120 gleich-
artige (verschiedene Sektoren der Antixyklonen)
klare and fast stille Nächte 4je 20 im Monat} aus-
Sr izend he Regeln wurd bi
olgende empirische Regeln wurden erprobt;
die Regel des de
die Regel des feuchten Thermometers (1. Regel
Kammermanns),
3, die Regel des Taupunktes,
£, die 3, Regel Kammermanng,
5, die Formel Smit-Donnele.
6. die Formel Defants,
7. die Formel Aupstroms,
8. die. Formel. Michslewskijs.
Verf, behandelt dann der Reihe nach diese
Regeln und Formeln. |
Tab. 3 zeigt die Koeffizienten zu den Regeln:
des trocknen Thermometers, des fenchten Thermo-
meters, des Tanupunktes puch Beobachtungen der
Jahre 1921—1928 (für 21 Uhr) in derselben me»
eoralogischen Station und die wahrscheinlichen
Fehler der Prognose der Minimaltemperatur in der
Wetterhütte. . . ,
Tab. 4 zeigt die Fehler der Prognose der
Minimaltemperatur nach verschiedenen empirischen
Regeln A der Fälle) und die wahrscheinlichen
Fehler der einzelnen Bestimmungen,
Hedwig Stoltenberg,
W. J. Archangelskij: Die synoptischen Be-
dingungen der Bildang von Strahlungsnebeln
im europäischen Teil der UdSSR, „Meteorologia
i Hydrologia*, Moskau-Leniograd, 1938, Nr. 2,
4, 52 bis 68; m. 12 Karten und 1 Tab, (Russisch).
Als Aufgabe der vorliegenden Arbeit erscheint
lie Klärung der Abhängigkeit zwischen der Bildung
von Strahlungsnebeln. und den nicht selten be-
>bachteten Einbrüchen von arktischer und polarer
Laß in die Gebiete des europäischen Territoriums
ler UdSSR. auf Bahnen, die der Lage der Achsen
Multanowskijs nahestehen, Dessen Methode folgend
wurden Karten der Bahnen und Sammelkarten
der Lage der barischen Gebiete angefertigt, Die
arhaltenen Angaben wurden mit den konventionellen
Zeichen in die Karten des europäischen Territoriums
der UdSSR. eingetragen, Darauf wurden in Ab-
hängigkeit von de Zahl der Fälle von Nebeln die
einzelnen Gebiete des Territoriums in 4 Abteilungen
zeteilt. Zur ersten gehören Bezirke und Punkte,
die durchweg‘ oft von Nebeln betroffen werden,
zur zweiten solche, die stark betroffen werden,
zur dritten solche, die mittelmäßig und zur vierten,
lie sehr wenig oder sogar überhaupt nicht be-
iroffen werden. In den Gebieten, die zur ersten
Abteilung gehören, kann man die Entstehung von
Nebeln fast bei jedem Einbruch von arktischen und
polaren Luftmassen beobachten, Die Karten der
zeographischen Verbreitung der Nebel wurden auf
Aarund der Angaben der 7-Uhr-Morgen-Beobach-
tungen angefertigt. Die Fälle der antizyklonalen
Einbrüche längs der Achsen Multanowskijs wurden
während der kalten Jahreszeit (rom 1, Oktober bis
1]. April) in den Jahren 18%0 bis 1914 und von
1923 bis 1928. genommen. .
Zeichn, 1a; die mittelschwedische Achte, Polar.
luft, Sammelkarte der Lage der barischen Ge
biete und der Hauptrichtungen der Bahnen
der Maxima und Minima,
Zeichn. 1b: Kaxte der Verbreitung der Nebel,
Polarlaft, . .
Zeichn, 2ar Nordkap-Achse, Polarluft, Samımel-
karte der Lage der barischen Gebiete,
Zeichn, 2b: Nordkap-Achse, Karte der Verbreitung
der Nebel. FPolarluft.
Zeichn. 3a: ED Achse. Arktische Luft,
Sammelkarte der Lage der barischen Gebiete,
Zeichn, 3b: Nordkap-Achse, Arktische Luft,
Karte der Verbreitung: der Nebel,
Zeichn, 4a: Kanin-Achse, Arktische Luft, Sam-
melkarte der Lage der barischen Gebiete.
Zeichn, 4b: Kanin-Achse, Arktische Luft, Karte
der Verbreitung der Nebel.