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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1940.
der
9, Typ: Das Maximum der rel, Feuchte fällt zusammen mit der oberen Grenze
Temperaturinversion,
1, Typ (Abb, 7: ausgezogene Feuchtekurve).
2, Typ (Abb, 7: gestrichelte Feuchtekurve).
Diese beiden Typen. werden nunmehr dem oben behandelten sechs Absorp-
tionstypen überlagert. Dabei ergibt sich;
Der 1, Feinstrukturtyp zeigt überhaupt keine wesentlichen Absorptions-
Tabelle L wirkungen, das heißt das Vorhandensein
Maximale Erwärmungsgrößen in Grad Celsius, einer Inversion übt keinen wesentlichen
abgeschätzt als Werte der Inversionswirkung, er Kinfluß auf das Absorptionsfeld aus,
mittelt für den Feinstrakturtyp 2. __ , wenn das rel Feuchtemaximum an der
_ Ba Es den Betrag der Inversion in Unjergrenze der Inversion gefunden wird,
Far gibt den. maximalen Wert der relativen Dagegen zeigt der zweite Feinstruk-
Feuchte am Inversionstemperaturmaximum an, turtyp eine sehr starke Beeinflussung
Unter A a die Absorptionstypen Ha, Hy nd ES weiche in der
usw. genabm . N Tabelle 1 angegeben ist, erdings mu
4 Typ ist die Größe der Erwärmung durch gazy gesagt erden, daß diese Fein-
a en Rande der Inversion auf stpukturbesonderheiten spezieller Inver-
a AB & sionsfelder für den Gesamthaushalt der
Troposphäre keine Rolle spielen, da die
hierbei möglichen starken Absorptionen
auf sehr dünne Schichten beschränkt
bleiben, ÖObendrein muß es auch als
sehr fraglich angesehen werden, ob der
Feinstrukturtypus 2 (relatives Feuchte-
mäximum an der oberen Grenze der
Inversion} praktisch vorkommt,
IV. Klimatologische Untersuchungen der Absörptionsverhältnisse über Hamburg.
1. Nach der in der Einleitung und in der vorangegangenen ersten Unter-
suchung geschilderten Methode werden Absorptions- und daraus Erwärmungs-
berechnungen durchgeführt, Das für die Berechnungen zugrunde gelogte
Beobachtungsmaterial der Werte der rel. Feuchte und der Temperatur
stammt. aus den täglichen Flugzeugaufstiegen der Jahre 1956 bis 1938 in Ham-
burg, Es wurden nur Morgenaufstiege verwendet, da die Nachmittagsbeob-
achtungen nicht regelmäßig geschahen. Es wurden damit die letzten. drei Jahre
zusammengefaßt,
2 Für die Berechnungen der Absorption und Erwärmung wurden Mittel-
werte der Feuchtefelder gebildet, indem zunächst das grundlegende Material der
Temperatur und Feuchtefelder unter bestimmten Gesichtspunkten gemittelt
wurden, Folgende Einteilung des Materials wurde vorgenommen ;
A, Grundlegend wurde an. der wetterhaften Unterteilung, wie schon die
Feuchtefelder im vorigen Kapitel angeordnet waren, festgehalten, Diese Einteilung
hat vor einer Iuftmassenmäßigen Einteilung folgende Vorzüge:
a) Eine Luftmasse hat keine typische Vertikalverteilung der rel. Feuchte,
Aus den. Bewölkungsarten und den bevorzugten Höhen der Bewölkung bei be-
stimmten Wetterlagen kann auf eine typische Verteilung der rel. Feuchte für die
„Absorptionstypen“ gefolgert werden, wie sie hier und in der ersten Untersuchung
unterschieden wurde. Zwar sind Luftmassen mit bestimmten Wettererscheinungen
häufig verbunden, Es finden sich beispielsweise der Südströmung an. Vorder-
seiten wegen dort häufig tropische Luftmassen, Mit der Nordströmung der kalten
Rückseite wird meist Lultmasse polarer Herkunft zugeführt, In diesen Fällen
kaben dann die Luftmassen auch charakteristische Verteilungen der rel, Feuchte,
Diese sind also nicht typisch für die Luftmasse, sondern für die charakteristische
Wettererscheinung, Polare und tropische Lufimassen treffen. wir beispielsweise
auch in ausgedehnten Hochdruckgebieten an. Dort aber haben sie ganz andere
Vertikalverteilungen von rel. Feuchte und sehen sich durch die einheifliche
Wetterlage, der sie in solchen Fällen unterstehen, in der Verteilung der rel.