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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

Dofant, A,: Die ozeanograph. Verhältnisse während der Ankerstation des „Altair” usw. 23 
yehenden Richtung des Grundstromes die West-Ost-Komponente der periodischen 
Stromschwankungen die ausschlaggebende ist, die Nord-Süd-Komponente bewirkt 
nur eine Pendelung, um die mittlere Stromrichtung, sie vermag aber im oberen 
System nicht den. Rotationssinn des zyklonischen Wirbels zu ändern. 
Im unteren System ab 300 m sind die Verhältnisse ähnlicher Art, aber nicht 
in so ausgesprochener Weise, Wir finden hier fast immer eine Abnahme der 
Geschwindigkeit mit der Tiefe, Zwischen 45 und 11h sind die oberen Teile 
des unteren Systems in stärkster 
Bewegung, der untere Teil hat 
nur eine geringe Komponente 
nach Westen. Die Abnahme 
der Geschwindigkeit ist etwa 
um 6 am stärksten. Nach 
81/„ Stunden, etwa um 156% findet 
man einen fast völligen Aus- 
gleich der Geschwindigkeiten 
zwischen oben und unten und 
um diese Zeit artet die verti- 
kale Geschwindigkeitsvertei- 
Jung zu einer fast gleichförmi- 
gen Rotationsgeschwindigkeit 
des Wirbels aus. 
Abb. 17 versucht einen 
Überblick über die zwei ex- 
iremen. vertikalen Verteilungen 
der Stromgeschwindigkeiten in 
beiden Systemen und über die 
Eintrittezeiten. derselben zu 
geben und erläutert bildlich 
die vorhergehenden Ausfüh- 
rungen, Es sei bemerkt, es Abb. 17 
in dieser Abbildung die Ge- . a ke rt Kt 
schwindigkeiten von rechts Katen an beiden ubereate Bee En ramee 
nach links wachsen, 
In ähnlicher Weise wirkt sich auch die Stromschwankung der halbtägigen 
Gezeitenperiode aus, nur daß in diesem Falle durch die Veränderungen des 
vertikalen Stromaufbaues die ganze Wassersäule bis 800 m in mehr gleichmäßiger 
Weise erfaßt wird, Natürlich wirken sich beide Schwankungen — die 17stündige 
der Trägheitswelle und die 12stündige der Gezeitenwelle — nicht getrennt aus; 
sie überlagern sich und ergeben ein recht verwickeltes Bild von Intensitäts- 
schwankungen des Stromes und von Schwankungen im vertikalen Stromaufbau 
innerhalb des zyklonischen Wirbels, 
Die Rückwirkung dieser Schwankungen im Stromfeld auf die Massenverteilung 
innerhalb des Wirbels, d. h. auf die Verteilung der Dichte bzw. der Temperatur 
und des Salzgehaltes muß in Anbetracht der gänzlichen Umkehrung des verti- 
kalen Stromaufbaues bei der Trägheitsschwingung erheblich sein. Wir hatten 
oben gefunden, daß im Temperaturfeld der Querschnitt senkrecht zur Wirbel- 
störung — das Dichtefeld verhält sich entsprechend invers — im oberen System 
bis zu 100 m Tiefe: ; 
bei der Trägheitsschwingung die stärkste Erwärmung um 10,6%, 
die stärkste Abkühlung um 2.15; 
bei der Gezeitenperiode die stärkste Erwärmung um 11,2%, die stärkste 
Abkühlung um 5.1% eintritt, 
Bei der Trägheitsschwingung haben wir aber gerade die Zeiten 10.5 und 
2% als jene erkannt (siehe Abb, 16), bei denen extreme Verhältnisse im vertikalen 
Stiromaufbau des oberen Systems herrschen. Um 10.5h ist gerade eine extreme 
Abnahme der Geschwindigkeit im oberen Teil des Wirbels, darunter eine schwache 
Zunahme vorhanden: um 2b ist es umgekehrt. 
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