Defant, A: Die ozeanograph. Verhältnisse während der Ankerstation des „Altair* usw. 19
nach Süden geneigt mit einer Neigung von etwa 1:60 bis 100, was an sich
nicht unwahrscheinlich erscheint,
Dieser Dichteschnitt wird kaum mittleren Verhältnissen der Massenverteilung
in der Umgebung der Ankerstation entsprechen, er zeigt aber doch die charakte-
ristischen Eigenschaften derselben, Betrachtet man diese Massenverteilung zu-
sammen mit der vertikalen Verteilung der Stromgeschwindigkeit der Grundströmung
(Tab. 3), dann kann man schematisch gesehen zwei Systeme unterscheiden:
i. Das obere System reicht etwa bis 150 bis 200 m Tiefe. Es umfaßt von
der früheren angegebenen Einteilung des ozeanographischen Aufbaus die Öber-
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Abb, 12. BSalzgehaltsprofil von den Azoren bis nahezu 48° N-Br.. durch den Golfstrom
(„Altair“, 3, bis 6, Juni 19391,
schicht und die obere Hälfte der Mittelschicht, In diesem oberen System hat
die Deckschichte bis zum maximalen Dichtesprung in etwa 25 m Tiefe im Mittel
eine Geschwindigkeit der Grundströmung von rund 15 om/sec, die Schichte
darunter eine solche von rund 20 cm/sec, In diesem Teil des Wirbels (oberes
System) ist die Zunahme der Dichte bis etwa 100 m sehr groß, dann fällt sie ab,
Dieses obere System stellt demnach einen stark geschichteten zyklo-
nischen Wirbel mit Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit mit der
Tiefe dar. Eine geschichtete Wassermasse innerhalb eines solchen Wirbels wird
in stationären Zustand die in Abb. 15 [S. 21] rechts gegebene Verteilung der
Isosteren und Isobaren aufweisen?), Es ist in ihm eine Einbuchtung der Isosteren
4 Betreffs der theoretischen Grundlagen hierzu siehe: V, Bjerk nes: On the dynamics of the eireular
vortex with applications to the atmosphere and atmospherie vortex and ware motions. Geof, Publ,
Vol, II, Nr. 4, Oslo 1921, oder auch A, Defant: Dynamische (zeanographie, Berlin 1929, S. 110 u, £