Defant, A.: Die ozeanograph. Verhältnisse während der Ankerstation des „Altair“ usw. 17
Tabelle 6.
Analyse der Salzgehaltbeobachtungen auf der Ankerstation des „Altair‘“ 16, bis 20. Juni 1938.
(Mittelwerte für Schichten.)
Mefe
3
Mittelwert
Q {*
17 Stunden-Periode
Amplitude °C Phase
nach dem h. V.\nschder K. A. Std.
Halbtägige Gezeitenperiode
| Amplitude °C | Phase
nach dem h. V. | nach der K, A. Std,
0.007 | 0.012 10.21% 0.002 0.010 11.74b
0.008 0.002 | 11.35 0.004 | 0.010 | 11.94
0.005 0.008 6.07 0.008 0.008 6.10
chwankungen und die Zusammenfassung der beiden Wellen mit den aus der
‚Kurvenanalyse“ gewonnenen Amplituden und den aus der „harmonischen
Analyse“ erhaltenen Phasen, Vergleicht man die Phasen der Temperatur- und
Salzgehaltsschwankungen beider Wellen, so erkennt man, daß sie innerhalb der
Genauigkeitsgrenze miteinander, wie zu erwarten, übereinstimmen. Temperatur
und Salzgehalt folgen einander im gleichen Rhythmus. Da die Dichteschwan-
kungen im wesentlichen von den Temperaturänderungen bestimmt werden, müssen
18%. 1y 2OM,
EV 8 20 04 _8_%8_16 0_0_4 8 PK MOM Fr
jE
S
26450475 m:3
3
IV
a
A
AT
*
P
8.
3
Ro
Abb. 10, Diagramm der Salzgehaltsänderungen während der Verankerung für die Schicht
von 25 bis 75m,
wir annehmen, daß die ersteren invers den Temperaturschwankungen verlaufen,
Yon einer weiteren Analyse der kleinen Dichteschwankungen wurde deshalb ab-
gesehen.
In den beiden Abschnitten 1 und 2 ist der in bezug auf die Stromverhält-
nisse und den oözeanischen Aufbau auf der Ankerstation gefundene Tatbestand
dargelegt worden, Wie lassen sich nun diese Zustandsänderungen im ozeanischen
Aufbau verstehen, wie sind sie mit den Schwankungen der Stromverhältnisse
gekoppelt?
3. Zusammenhang zwischen den periodischen Schwankungen im ozeanischen Aufbau
und den periodischen Stromänderungen auf der Ankerstation des „Altair‘%
Um diese Zusammenhänge zu verstehen, müssen. wir uns zunächst über die
özeanographischen Verhältnisse in der Umgebung der Ankerstation orientieren. Das
Forschungsschiff „Altair“ hat auf seiner ersten Fahrt nach Norden ein ozeano-
graphisches Profil bis etwa 48° N-Br. durchgeführt, das einen Querschnitt nahezu
senkrecht zum Golfstrom gibt und gerade über die Altairkuppe hinweggeht; die
spätere Ankerstation kam kaum 2 sm westlich dayon zu liegen. Die Abb, 11 und 12
[S. 18/19] geben die Temperatur- und Salzgehaltsverteilung längs dieses Profils,
Aus dem steilen Abfall der Isolinien in beiden Darstellungen nach Süden südlich
der Altairkuppe muß man schließen, daß der Hauptstromstrich des Golfstromes
südlich der Altairkuppe vorbeigeht und daß über derselben und nördlich davon
ein fast ebenso starker „Gegenstrom“ vorhanden war, an dessen südlichem Rand
die Ankerstation lag, Dies beweist auch die Richtung der Grundströmung auf
der Ankerstation, Der Anblick der Horizontalkarten der Temperatur und des
Salzgehaltes, die mittels aller auf der Golfstromunternehmung 1938 durch die