16 Defant, Ar Die ozeanograph. Verhältnisse während, der Ankerstation des „Altair“ usw.
kommen in den Tiefen unter 100 m an die Genauigkeitsgrenze der Messungen
heran, Aber die Gleichartigkeit der Phasen für große Schichten beweist, daß
dem Ergebnis eine Realität nicht abgesprochen werden kann. Die Zusammen-
Fassung von Schichten gleichartigen Kurvenverlaufes erwies sich such hier als
zweckmäßig. So wurden die Temperaturwerte der Oberschicht 25, 50 und 75 m
addiert und ihre Summe harmonisch analysiert, weiter die der Mittelschichte 100,
150 und 200 m sowie die der Unterschicht bis 800 m Tiefe, Diese Mittelwerte
stehen graphisch in Abb. 9, Das Ergebnis der harmonischen Analyse steht eben-
falls in Tab. 5, wobei auch die Amplituden „nach der Kurvenanalyse“ (nach der
K. A.) angegeben sind, d.s. jene Amplitudenwerte, die eine dem beobachteten
Kurvenverlauf am besten entsprechende Superposition der beiden Wellen ergaben,
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Ahb. 9.
Diagramm der Temperaturändermmgen während der Verankerung des „Altair“ für
die Schichten 25 bis 75, 100 bis 200 und 300 bis 800m. (Im Diagramm für 300 bis
Küm ist die Temperaturskala gegenüber der der oberen Schichten verdoppelt}
Diese Superpesition ist in Abb. 9 wie bei den Stromdarstellungen. dem Ände-
rungsverlauf der Temperaturen von Stunde zu Stunde in gestrichelter Kurve
überlagert worden. Wenn man von den kurzen Schwankungen, die unregelmäßig
aufeinander folgen, absieht, läßt sich wohl sagen, daß durch die 17-Stunden-Welle
und die halbtägige Gezeitenschwingung der wesentliche Verlauf der Temperatur
dieser Schichten erfaßt wird, In den Phasen verhalten sich bei beiden Wellen
Öber- und Mittelschicht ungefähr gleich. Zwischen der Mittelschicht und der
Unterschicht beträgt hingegen der Phasenunterschied 8.64 bzw. 5,95 Stunden,
a. i. genügend genau eine halbe Periodendauer der Wellen (8,5 und 6.15 Stunden);
diese beiden Schichten verhalten sich demmach in den Temperaturschwankungen
invers.
Die enge Beziehung‘ S == f (t), die während der ganzen Verankerungsperiode
besteht, 1äßt erwarten, daß die Salzgehaltsschwankungen denen der Temperatur
parallel gehen. Das ergibt sich auch aus den Analysen der Salzgehaltsschwankungen,
die an sich, wie sehon erwähnt, kleiner ausfallen müssen als die der Temperatur,
Ich habe mich beschränkt, die Summenmittel der Schichten zu analysieren. Das
Ergebnis steht in Tab. 6, Abb, 10 enthält für die Oberschicht die beobachteten