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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1940,
2, Es soll die Abhängigkeit der Absorption bzw. Erwärmung von der Vertikal-
verteilung der rei, Feuchte gezeigt werden, Deswegen wurden drei Typen. von
rel, Feuchtefeldern vorgegeben, Den gewöhnlichen atmosphärischen Verhältnissen
entsprechend bestehen die Unterschiede zwischen diesen in der Anordnung von
Sprungstellen, die den Einfluß der rel, Feuchte auf die Absorptionsverteilung
noch verdeutlichen,
3% Die Wirkung der Temperatur und die Wirkung der rel. Feuchte auf die
Absorptions- und Erwärmungsverteilung werden miteinander verglichen in einem
Höhenintervall, in welchem Temperatursprung und Sprung der rel, Feuchte zu-
sammen wirken. (ax Inversionen).
Bevor auf die Einzelwerte und auf die Resultate, welche in den Abb, 3 und I£
veranschaulicht sind, näher eingegangen wird, soll mitgeteilt werden, wie die
tägliche Erwärmung schnell überschlagsmäßig mit einer Umformung der Gl. (15)
bestimmt werden kann. Es ist: MN
(16) ex =%,
wobei s die spezifische Feuchte ist. Mit (16) läßt sich für Gl. (15) folgende
Gleichung schreiben: hüsz
; „00621 &
wobei:
(17a}
ke aa An,
CS pP 006 Ö
J = f tsin @ sin ö +-c05 g cos d cos 4°
$ m {I
ist.
Aus der Gl. (17) läßt sich der Einfluß der spez. Feuchte auf die Erwärmung
erkennen. Die GL (17) veranschaulicht damit insbesondere die unter Punkt 4
genannte Wirkungsweise der Feuchte in der Stratosphäre auf den Gang der
Erwärmung.
Weiterhin ist aber außerdem:
A
ER & *
Hierin bedeuten T% — T die äquivalente Temperaturdifferenz einer betrachteten
Lftschicht. Die Größer, eine nahezu. könstante Größe, stellt die Verdampfungzs-
wärme dar,
Nun erhält der in GL (15) bezeichnete Integralwert beispielsweise für die
Breite von Hamburg den Jahresmittelwert 360, Der Zahlenwert der Größer
beträgt ungefähr 600, Wenn man daher
09 Integralwert _ HA 06
als vereinfachte Beziehung näherungsweise angibt, so kann man für GL (15) eine
für die Breite von Hamburg gültige Näherungsformel, die schnelle, überschlags-
mäßige Rechnung gestattet, einführen, nämlich:
dA
20) AT 00T — DD.
Die zwei. vertikalen Temperaturverteilungstypen w und k, von welchen schon
oben gesprochen wurde, sind aus der Arbeit von Albrecht (1m) entnommen
worden und entstammen Mittelwerıberechnungen, die Ramanathan durchgeführt
hat. Die eine Temperaturverteilung zeigt subtropische Jahresmittelverhältnisse,
die andere solche der 60°-Breite, Damit ist die eine der in Abb. 3 gezeigten
Kurven für tropische Luftmassen bezeichnend, die andere für polare, Die eine
Temperaturkurve wird in unseren Breiten also bei Aufstiegen durch tropische
Luftmassen zu finden sein, die andere Temperaturkurve bei Aufstiegen durch polare
Luftmassen. Doch stellen diese Temperaturverteilungskurven nicht klimatologische
Mittelwerte unserer Breite dar; sie sind mittlere Charakteristika einmalig
1y Siehe Koschmieder (1): 8. 89,