accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

Defant, A.: Die 0zeanograph. Verhältnisse während der Ankerstation des „Altair“ usw. 
tude das Charakteristische; typisch für sie ist es aber, daß sie, wie es sein muß, 
nach dem Amplitudenminimum ihre Phase ändert!). 
Nachdem man einmal erkannt hatte, daß neben der gewiß vorhandenen halb- 
tägigen Gezeitenperiode auch eine 17stündige Schwankung vorhanden ist, konnte 
2) Die oben gegebene Zusammensetzung der zwei Wellen ist etwas speziell, da die Amplitude 
der Wellen als gleich angesetzt ist, Der allgemeine Fall ist 
' Y = a, 608 (0, b— #3) ++ 8 COS (og b-— 89). 
Setzt man 
2) a=(0,— Ob Er, 
30 kann man ” die Form 
(3) 7 = Acos(o,1— S— €) geben, 
worin " 
(4) A =(a} + 2a, 2,005 a + a3)” 
und . 
. _ 8, SIN & x 
{5) ß = arctg Et agcosa sind. 
Das ist eine einfache harmonische Welle, in der die Amplitude zwischen den Werten ay + 2, 
und ay — a, schwankt und die Phase sich langsam verändert. 2, = a, gibt obige Beziehung. 
Die Periode der Superposition. ändert sich nun mit der Zeit und liegt zwischen zwei extremen 
Werten, die außer von den Perioden der Wellen auch von ihren Amplituden abhängen, Der eine 
17V 18V. 49V Z0.VI. 
23h RR 2 1% 20. 0. 24 % RR 6 20 * 4 8 2 16 20 OD 4 8 % 
nr 
M/SEC 
+75 
+70 
de 
5 
N 
a 
/ 
7 | 
5 
0 
I 
Abb. 3. Überlagerung der 17-Stunden-Welle und der halbtägigen Gezeitenperiode 
bei der Nordkomponente in der 5- bis 15 m-Schichte 
(nach den Werten der harmonischen Analyse), 
Wert liegt in der Nähe des Mittelwertes der Perioden der Einzelwellen, der andere bei der Hälfte 
der kürzeren Periode, Als Beispiel sei die Überlagerung der Nordkomponenten der 17 Stunden-Welle 
und der halbtägigen Gezeit der 5 bis 15 m Schichte (siehe Tab, 1 und 2} gegeben und in Abb,.3 
dargestellt. . ® . x 
(6)  #=8.75008 [* — 14.455) | 46.90 008 > t— 2.05% ]- 
Die Schwebung am Nachmittag des 18. VI. und zu Mittag des 20, VI, tritt klar hervor, Ihre 
zeitliche Entfernung ist 44 Stunden, bei gleicher Amplitude wäre diese Zeit 44.5 Stunden, Aus dem 
Unterschied der Eintrittszeit der Maxima erhält man als „Periode“ der Welle der Reihe nach 13.8, 
14.2, 9,8, 11.9, 14.0, 14,3, 7,6 Stunden; Werte, die zwischen 14.3 und 6.15 liegen. Nur zur Zeit 
kleiner Amplitude geht die „Periode‘“ auf kleinere Werte herunter, sonst ist sie nahe bei 14 Stunden, 
Setzt man in (1) a,;= a, — da, so wird: 
(7) n=2ag00s (915721 AfA) cos ( 95, AS) A ac0s (opt — ep, 
Unterscheiden sich a, und a, nur wenig, ist demnach 4a gegen 2a, klein, dann kommt es in 
erster Linie auf den ersten Ausdruck in (7) rechts au, der zweite hat nur einen Einfluß an der 
Schwebungsstelle, wo die Amplitude der ersten Welle klein ist. In den meisten der von uns behan- 
delten Fällen ist dies der Fall. Die Zusammensetzung (6) gibt z, B. 
, 2 ES 2x " 2m ö 
= . az — CZ U *— EU FÄE — h 
# 17,5 00s (5 t—221 ) cos (5 t—1965 ) 1,85 cos 5 (t— 2.950), 
Nach dem ersten Glied rechts treten das erste Maximum um 1.3h des 17. VI. und die erste 
Schwebung (Amplitude = 0) um 12.44 des 18, VI, ein. Dies zeigt auch Abb, 3.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.