accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 68, 1940

Tanck, H,-J.: Die tägliche Erwärmung der Atmosphäre infolge der Absorption usw. 51 
Aufgabenstellung. 
Im folgenden soll untersucht werden, wie sich die Absorption und die durch 
sie hervorgerufene Erwärmung der Atmosphäre auf die verschiedenen Höhen- 
stufen infolge des vertikalen Wasserdampfgehaltes verteilen. Primär wird, wie 
aus Gl), (15) ersichtlich ist, die Vertikalverteilung der Wasserdampfmenge w einen 
Einfluß auf die Absorptionsverteilung ausüben, Infolgedessen wird die rel. Feuchte- 
und Temperaturverteilung in der Vertikalen für die vertikale Absorptions- und 
Erwärmungsverteilung maßgebend werden, weil diese Elemente die Wasserdampf- 
menge der Atmosphäre, welche wir bisher in Zentimeter Niederschlagswasser 
angegeben haben, bestimmen, Für die Erwärmung kommt als Veränderliche noch 
die Luftdichte im betrachteten Niveau hinzu. 
Demnach wird in einer ersten Studie untersucht, wie stark einerseits der 
Temperaturanteil, andererseits der Anteil der rel. Feuchte an der Vertikal- 
verteilung der Absorption und damit auch an der Erwärmung der Atmosphäre 
ist. Für diese ersten Untersuchungen werden Vertikalverteilungen von Tempe- 
raturen und rel, Feuchte vorgegeben, und zwar in der Weise, daß die Wirkungs- 
weise beider Elemente möglichst deutlich hervortritt, 
In einer zweiten Studie wird die Absorptions- und Erwärmungsverteilung in 
der Vertikalen untersucht, wie sie sich aus wirklichen atmosphärischen Feuchte- 
verhältnissen, die als dreijährige Mittelwerte über Hamburg gefunden wurden, 
errechnen. Diese zweite Untersuchung gibt, soweit der Rahmen einer Berechnung 
dreijähriger mittlerer Verhältnisse es zuläßt, klimatologische Ergebnisse, 
Il. Studie über die Zusammenhänge zwischen den Feldern der relativen Feuchte 
und denen der atmosphärischen Erwärmung durch Absorption, 
Dieser Untersuchung werden zwei vertikale Temperaturverteilungen zugrunde 
gelegt, Für jede dieser beiden Temperaturverteilungen werden drei Typen von 
rel. Feuchtefeldern untersucht, Jedes dieser drei Felder der rel. Feuchten ergibt 
mit jedem der Temperaturfeldtypen bestimmte Wasserdampfmengen, Für diese 
Wasserdampfmengen ergeben sich demnach sechs typische Vertikalverteilungs- 
felder. Aus diesen sind die Vertikalverteilungen der Absorption und Erwärmung 
errechnet worden, für jede also gleichfalls sechs verschiedene Verteilungs- 
felder, 
Alle diese Felder sind in den Abb. 3 bis 6 dargestellt. Davon bedeuten: 
Abb. 3 : 2 Temperaturtypen: w (ausgezogene Kurve) und k (gestrichelte Kurve). 
w stellt einen warmen, k einen kalten Temperaturtyp dar. Diese beiden Tempe- 
raturtypen sind mit je drei Feuchtigkeitstypen kombiniert, 
Die Feuchtigkeitstypen sind rechts als ausgezogene Kurven in den Abb, 4,5 
und 6 dargestellt. Sie tragen in dieser Reihenfolge die Bezeichnungen H, R und V. 
Aus ihnen und den genannten Temperaturtypen wurden Absorptionswerte für 45° 
Zenithöhe der Sonne und Zeiteinheit (Minute) sowie mittlere tägliche Erwärmungs- 
beträge in Grad Celsius ausgerechnet. 
Die Absorptionswerte und Erwärmungswerte sind zusammengehörige Kurven- 
paare, die entsprechend den obigen Bezeichnungen die „Absorptionstypen“ dar- 
stellen mit den Titeln: 
Hy. (entstanden aus Feuchteverteilung H mit warmem Temperaturtyp w), 
A, (entstanden aus kaltem Temperaturtyp k und Feuchteverteilung H), Ry, Rx, 
Yy und Yı in analoger Weise auf die Ausgangstypen der beiden Elemente Tempe- 
ratur und rel. Feuchtigkeit sich beziehend, 
Die Absorptionswerte sind dargestellt als Kurven in den Abb. 4, 5 und 6, Es 
sind die linken beiden Kurven. Die Kurven der Absorptionstypen mit den 
Indizes w sind ausgezogene Kurven, die Kurven der Absorptionstypen mit den 
Indizes k dagegen gestrichelte Kurven. Die Bedeutung der Bezeichnungen H, 
R und Y wird später noch näher erläutert. \ 
Der Zweck aller der genannten Anordnungen ist folgender: 
1. Es soll der Einfluß verschiedener Temperaturverteilungen auf die Absorp- 
tion und Erwärmung gezeigt werden, wenn jeweils das Feld der rel. Feuchte für 
beide Temperaturfeldtypen dasselbe bleibt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.