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Full text: 68, 1940

Neuere Veröffentlichungen, 
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Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
Bjerknes, P. Mildner, E. Palmen und die Temperaturwerte vergleicht, so erscheint das 
L.Weickmann: Synoptisch-aerologische Unter- Einzeichnen solcher Fronten in den Höhenkarten 
suchung der Wetterlage während der inter« doch recht problematisch, und sie sind in vielen 
nationalen Tage vom 13, bis 18, Dezember 1937. Fällen nichts anderes als bestimmte Isothermen, 
Veröff, d. Geophys. Inst, d. Univ. Leipzig, 2, Serie, Man vergleiche, um nur ein Beispiel zu nennen, 
Band XII, Heft 1 (1939), 107 S, m. 61 Abb.*) einmal die Abb. 39 und 461, die die 500 mb-Fläche 
„Diese Untersuchung .... will zeigen, am 15. und 16, Dezember 1937, um 8 Uhr, dar- 
daß”die seit langem bestehende Einrichtung stellen, und man wird bemerken, daß z.B. die 
der internationalen Tage auch in. der Gegen- Mittelmeerkaltfront, die die Isobaren bei einem 
wart ihre Bedeutung noch nicht verloren hat Gradientwind von fast 100 km/h senkrecht schneidet, 
und daß gerade aus einer synoplischen Ver !rotzdem nur wenig vom Fleck kommt, was darauf 
wertung IS an solchen. Tagen gesammelten hindeutet, daß es Sich nicht um eine reelle Front 
Beobachtungsmaterials wertvolle Aufschlüsse handeln kann, Dagegen gelingt für den 15, Dezember 
über die dynamischen und thermodynami- ver Mitteleuropa der Nachweis einer Frontalzone 
schen Vorgänge in der freien Atmosphäre %2 Hand der vorliegenden Beobachtungen auch für 
erhalten werden können“, stellen die Verfasser die oberen Schichten recht gut. 
im Vorwort als Ziel der Untersuchung heraus, _. Wenn die Verfasser darauf hinweisen, daß es 
Auf diese Weise findet auch einmal eine „gewöhn- Nicht erlaubt ist, aus dem antizyklonalen Um- 
liche“ Wetterlage eine eingehende dreidimensionale biegen der Isopotentialen auf ein entsprechendes 
Bearbeitung, wobei sich allerdings denn auch keine Umbiegen der Zyklonenbahn für den folgenden 
neuen Resultate ergeben. Dafür werden aber die Tag zu schließen, so wird damit nichts gegen das 
in den vorhergehenden Untersuchungen der „Ideal. Steuerungsprinzip ausgesagt, denn gerade In diesem 
fälle“ erhaltenen Schlußfolgerungen sämtlich be Falle hat sich bis zum nächsten Tage die Höhen- 
stätigt gefunden, und wer jene Arbeiten nicht ge- strömung in dem fraglichen Gebiet aus der Süd- 
lesen hat, wird aus dieser neuen zusam  ICHTWFSEGSN westrichtung in eine Östliche Bewegung umgestellt, 
Darstellung der in den Jetzten Jahren hauptsächlich uad dieser folgt auch recht genau das Zyklonen- 
von J. Bjerknes und E, Palmen gelösten Pro. zentrum. Für die Steuerung ist immer nur 
bleme großen Gewinn ziehen, } die Töhenström ung in a a Nähe 
Es ist besonders begrüßenswert, daß sich die 96 Jielkernes maßgebend und dann darf sie nur 
Verfasser einleitend noch einmal mit der Methode 9% Zyklonen angewendet werden, die sich noch 
der Wetterkartenanalyse befassen, ‚Die Hazypt- %icht bis in die Stratosphäre hinein erstrecken. 
aufgabe der Luftmassenanalyse liegt in der Die stratosphärischen Vorgänge werden ebenfalls 
Feststellung der dynamisch bedeutungsvollen eingehend bearbeitet und z. B, die Höhenschwan- 
Übergangsschichten zwischen PL _und TL“ kungen einiger Isobarenflächen aufwärts bis 100 mb 
heißt es gleich am Anfang!), „Beim Übergang? er mehreren Orten zur Darstellung gebracht, 
zwischen AL und GL handelt es sich da wobei die auftretenden „Schwingungen“, die teil- 
gegen. häufig um nicht eigentlich weiter. TS 50 bis 100 m dyn/m erreichen, nach Ansicht 
wirksame Fronten, sondern. um Luftmassen» {er Verfasser wahrscheinlich auf Febler in der 
grenzen, die nicht selten. zusammenfallen „nperatur- oder Druckregistrierung zurückzu- 
mit charakteristischen Isothermenwerten. der ‚uhren sind, die sich ja, wenn sie auch nur 1° 
Bodentemperatur.“ Im Zusammenhang damit betragen, in der Stratosphäre bereits sehr unan- 
streifen die Verfasser auch die Anwendbarkeit des %lehm auswirken, Es ist bedauerlich, daß alle 
Thetagrammpapiers von Moese und Schinze ” noptischen Untersuchungen der oberen Atmo- 
und weisen darauf hin, daß für gehobene und sphärenschichten noch unter dieser Ungenauigkeit 
stark degenerierte Luftmassen die Homologen er ‘Giden, und es wäre sicher von Vorteil, wenn einmal 
heblich zu hohe Werte ergeben und so eine andere it Flugzeugen und Registrierballonen ein Ver- 
Luftmasse vorgetäuscht wird. Die Ursache liegt gleich u Höhen von 10 oder 12 km durch. 
in der RE de Stenlenipoten ZN Tempe- 360 xt würde, R. Scherhag 
ratur einheitlicher Luftmassen begründet, weshalb } i 
%. B. Hebung einer Masse ie Abnahme der NN et (Man. ‚Uner Dis ee eug 
Aquipot in der Höhe zur Folge haben muß, Eine kernungen. Meteorologija ı GHdrol en 1090. 
andere Frage ist allerdings, ob man bei einer Hefe “ erite ED S eorologija i Gidrologija 1939, 
Änderung der pseudopotentiellen Temperatur mit Vo ; 
der Höhe überhaupt von einer einbeirliehen Luft: DEE FSE zesL daß bei bewegtem Wasser 
masse reden kann. Die Verfasser gehen zur Be molekularen dasegen venan Deiracht Kommen, die 
stimmung der Luftmassen von charakteristischen da sie Sn Vera Chlisehgt werden können, 
Adiabaten aus, was dasselbe ist, als wenn eine spielen wiederum nur bei Übertragung der Tempe. 
a Temperatur zugrunde raturanomalie. in vertikaler Richtung eine Rolle, 
en VE während sie dagegen in horizontaler Richtung ver- 
auch Froncen m die Höbenwerterkarten zöchlässige werden können. Um dies zu veran- 
eingezeichnet, wobei darunter die Begrenzung des - Stat ST NE N bale Sch TEN: 
Übergangsgebietes gegen die Warmluft end onstante, die höher ist als die bis jetzt beobachteten, 
IE Ei if en SE le a armlu 1 VerstänCeN und errechnet, daß die Anomalie dann erst nach 
w + man In. del. Cinzelnen Karten einem „halhon T die Entfernung von 1 km 
#5 Val. zuch Ann. a. | ‚955 erreicht hat, In der Natur werden Temperatur- 
Köp Den Kenilinle n En U anomalien von einem Gebiet zum anderen verhält- 
Schriftwaltung, nismäßig schnell übertragen, und zwar durch die 
13 S. 25 unten. — % 8. 25 Fußnote 3. 1 5,79 bzw. 8. 88.
	        
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