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Full text: 68, 1940

394 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1940, 
9. Methode, Wahre Beschickung auf Breitengraden des Senders, 
Um allen Rechnungen aus dem Wege zu gehen, kann man auch für jeden Breiten- 
parallel des Senders, etwa in Abständen von 10° zu 10°, die wahren Beschickungs- 
werte aus Tab. 1 einsetzen. Das erfordert allerdings mehr Raum, weil man nicht 
mehr mit einteiligen, höchstens zweiteiligen Tabellen auskommt und weil man auch 
hier die Längenunterschiede mindestens in 2°-Intervallen aufführen muß. Man 
wird aber auch hier mit Sichtfehlern bis zu 0.5° rechnen müssen. Die Tabellen 
springen von der einen zur nächsten. Vermeidet man eine Interpolation von 
Senderbreite zu Senderbreite, so treten die größten Fehler an den Grenzen des 
Geltungsbereiches jeder Tabelle auf. Ihre Beträge sind gleich der Hälfte des 
Sprungwertes und liegen im Extrem bei 10° Längenunterschied zwischen + 0.1° 
and — 0,1°, bei 50° Längenunterschied zwischen + 0,7° und — 0.5°. 
Aus der Zusammenstellung in Tab. 9 ist die Leistungsfähigkeit der einzelnen 
Methoden übersichtlich zu entnehmen. Mit der Güte 1 und 2 konnten die Methoden 
mit dem Maurerschen Diagramm belegt werden, die allerdings eine Multiplikation 
yon meist zweistelligen Zahlen beanspruchen, die auf dem Papier ausgeführt 
werden muß und daher wenig beliebt ist. Als nächste reiht sich Methode 9 an, 
welche auf verschiedenen Senderbreiten Sondertafeln beansprucht, Damit erfordert 
sie viel Raum, der namentlich bei größerer Breitenausdehnung der Karte wohl 
nicht gern zur Verfügung gestellt wird. Unter den Additionsmethoden 6, 7 und 8 
ist die letzte am Jleistungsfähigsten, obwohl sie mehrere Operationen beansprucht, 
wobei die Mittelbildung und die Subtraktion allerdings nicht schwer wiegt, weil 
sie nach Sicht durchgeführt werden kann. Die Methode 5 mit den raumsparenden 
Kurztafeln dürfte nur auf geringe Längenunterschiede brauchbar sein. Am 
schlechtesten schneiden die Tabellen mit den Eingängen Mittelbreite allein und 
Längenunterschied ab; sie sind nur bei geringsten Breitenunterschieden einiger- 
maßen zulässig. Berlin, April 1940. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Kurze Bemerkung über die Schwankung der Jahresperiode des 
Wasserstandes der Ostsee an verschiedenen Pegelstationen des Geodätischen 
Instituts Potsdam. In meinen früheren Veröffentlichungen über den jährlichen 
Gang der Wasserstände an den Pegelstationen des Geodätischen Instituts Potsdam!) 
habe ich immer Mittel von fünf oder mehr Jahrgängen gegeben; dazu allerdings 
die Streuungen (== mittleren Fehler der Einzeljahrgänge), aus denen man über die 
jährlichen Schwankungen der ganzen und Halbjahresperiode infolge der Unregel- 
mäßigkeiten der einzelnen Jahre sich ein allgemeines Bild verschaffen kann. 
{m folgenden habe ich nun für vier Stationen: Travemünde (Tra), Arkona (Ar), 
Swinemünde (Swi) und Pillau (Pi) die Monatsmittel einzelner Jahre miteinander 
in Korrelation gesetzt, wobei natürlich als Zahlenwerte die Abweichungen der 
Monatsmittel vom jeweiligen Jahresmittel genommen sind, Da es sich nur um 
eine kurze Mitteilung handelt, habe ich mich mit den fünf Jahren 1931 bis 1935 
begnügt; um aber festzustellen, ob nicht etwa für dies Jahrfünft besondere Ver- 
hältnisse vorlägen, habe ich für Travemünde die Jahre 1925 bis 1930 in gleicher 
Weise behandelt. 
Man sieht, daß die Werte der Korrelationsfaktoren im fünf- bzw. sechsjährigen 
Mittel für Tra sich nicht wesentlich unterscheiden (Tab. 1al und 1b); der im 
übrigen zugrunde gelegte Zeitraum genügt also, 
Betrachten wir die Kff. im einzelnen, so sind sie sehr verschieden; sie 
schwanken von — 0.28 (unter Berücksichtigung von Tab. 1b sogar — 0.36) bis 
+ 0.65, Die negativen Kff., z, B. — 0.28 für Tra, 1931/32, bedeuten, daß in diesen 
beiden Jahren sich die Wasserstände ganz entgegengesetzt verhalten haben: wo 
in dem einen Jahre das Monatsmittel über dem Jahresmittel stand, war es im 
andern darunter. Auch die fünfjährigen Mittelwerte schwanken noch stark; in 
Tab. 16 sind sie nochmals zusammengestellt. 
9 Ann, ad. Hydr. 1936, IX., 5. 3011,
	        
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