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Full text: 68, 1940

Immler, W,: Die Kartenbeschickung der Faunkpeilung in der Merkatorkarte, 393 
—83.3°, Die Unsicherheit der Methode drückt sich in der Schwankung zwischen 
größtem positiven und größtem negativen Wert aus und beträgt bei 10° Längen- 
unterschied 3.2°, bei 50° 128°. 
2. Methode. u=f(@m). Ahnlich der vorigen. Die Grenzen der 8systema- 
tischen Fehler haben die Neigung, sich etwas gleichmäßiger um die Mittellage 
als im vorigen Fall zu gruppieren. Die Schwankungen sind die gleichen wie 
bei Methode 1. Die Fehler verteilen sich nicht so einseitig auf hohe Breiten 
und gehen im Mittel auf den fünften Teil kerunter. 
3. Methode, u==K-l Bei Benutzung des Maurerschen Diagramms ist bei 
Sichtentnahme der Wert KK höchstens um 0.01° gefälscht. Er wird allerdings 
auch noch mit dem Längenunterschied multipliziert, Der systematische Fehler 
wächst mit dem Längenunterschied. und schwankt im übrigen gering. Die 
Methode ist kurz und dank dem exakten Diagramm besonders bei geringem 
Längenunterschied ohne wesentlichen Fehler, Die Multiplikation mit meist zwei- 
stelligen Zahlen ist dem Praktiker nicht immer gerade beliebt, 
4, Methode, u=K-1+41(1), Diese Methode sucht den Einfluß des Längen- 
unterschiedes zu erfassen, erfordert also zusätzlich eine Sichtentnahme und eine 
Addition. Sie zeigt bei kleinem Längenunterschied das gleiche Verhalten an 
Genauigkeit wie die vorhergehende Methode, gruppiert aber die Genauigkeit bei 
größerem Längenunterschied besser um die Mittellage, 
5, Methode. K=f(@%) + (0); u=K-1L Hier liegen besonders kurz gefaßte 
Tabellen vor, die allerdings an die Genauigkeit des Maurerschen Diagramme 
nicht heranreichen. Bei der Benutzung der Tab. 3 dürfte bei f(@) höchstens 
ein Fehler von 001°, bei f(m@) kein wesentlicher Fehler unterlaufen. Aus Tab, 4 
geht hervor, daß hier noch ein systematischer Fehler unterläuft, der allerdings 
bei den gebräuchlichen Entfernungen auch nur in der Größenordnung von 
0.01° auftritt, Das gibt einen mittleren Fehler von +0.02° für 1° Längenunter- 
schied, von 4 0,2° bei 10° Längenunterschied und von. +1.0° bei 50° Längen- 
unterschied. Die systematischen Extremfehler sind allerdings bedeutender und 
liegen zwischen. » 0.08° und —=0.02°. Damit erhält diese Methode in Tab. 9 ein 
unvorteilhaftes Gesicht, indem bei der Genauigkeitsspalte unter Anwendung dieser 
Extremfehler als Sichtfehler Werte zwischen + 0.09° und — 0.03% einzusetzen 
und noch mit dem Längenunterschied zu multiplizieren sind, Dazu treten die 
systematischen Fehler aus Methode 3, 
6. Methode. u=1(g) + 1(0); gleichmäßige Mittelung. Unter dem 
(Gesichtspunkt, daß durch die Multiplikation sogar ein systematischer Fehler 
noch multipliziert wird, erscheint die direkte Berechnung der Beschickung aus 
zwei Tafeln mit den Kingängen #% und gi zweckmäßiger, namentlich da auf 
diese Weise die unbeliebte Multiplikation. mit ihrer Fehlervervielfachung wegfällt 
und dafür nun die bequemere Addition eintritt. Erweitert man die Tab. 5 auf 
Intervalle von. 2° Längenunterschied, so ist im ersten Teil der Tabelle der Sicht- 
fehler sicher nicht größer als 05°, bei der zweiten höchstens 0.1°% bis 0.2° bei 
größerem Längenunterschied. Bei einfacher Mittelung‘ der gegebenen Werte sind 
die Restfehler bei 10° Längenunterschied -- 0.4°, bei 50° Längenunterschied 1,9%. 
7, Methode. u=1(#0) + £(@#); gewichtsmäßige Mittelung, Die Opera- 
tionen sind die gleichen wie im vorhergehenden Fall. Es tritt eine Verschiebung 
der systematischen Fehler ein zugunsten der häufiger vorkommenden Fälle 
geringeren Breitenunterschiedes, In der Zusammenstellung in Tab, 9 kommt 
diese Methode daher äußerlich schlecht weg, weil die aufgeführten Extremfehler 
sich verlagern, allerdings an Stellen, die in der Praxis eine geringere Rolle spielen. 
6, Methode, u= 1 (gm) + £f(b), Es sind bei dieser Methode zwei zusätzliche 
Rechenoperationen, eine Mittelung und eine Differenzbildung durchzuführen, die 
allerdings keine übertriebene Genauigkeit erfordern, Es kommen Tab. 2 und 
zusätzlich Tab. 7 in Frage, die praktisch wieder auf 2°-Intervalle des Längen- 
unterschiedes abgestellt werden, Bei Tab, 2 kann man bei Sichtentnahme wieder 
mit einer Genauigkeit von 0.5* rechnen, bei Tab. 7 mit einer solchen von 0.1° 
bis 0.5” bei entsprechendem Längenunterschied, Der systematische Fehler liegt 
auch bei dem größten Längenunterschied von 50° unter 1.0°.
	        
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