Immler, W,: Die Kartenbeschickung der Faunkpeilung in der Merkatorkarte, 393
—83.3°, Die Unsicherheit der Methode drückt sich in der Schwankung zwischen
größtem positiven und größtem negativen Wert aus und beträgt bei 10° Längen-
unterschied 3.2°, bei 50° 128°.
2. Methode. u=f(@m). Ahnlich der vorigen. Die Grenzen der 8systema-
tischen Fehler haben die Neigung, sich etwas gleichmäßiger um die Mittellage
als im vorigen Fall zu gruppieren. Die Schwankungen sind die gleichen wie
bei Methode 1. Die Fehler verteilen sich nicht so einseitig auf hohe Breiten
und gehen im Mittel auf den fünften Teil kerunter.
3. Methode, u==K-l Bei Benutzung des Maurerschen Diagramms ist bei
Sichtentnahme der Wert KK höchstens um 0.01° gefälscht. Er wird allerdings
auch noch mit dem Längenunterschied multipliziert, Der systematische Fehler
wächst mit dem Längenunterschied. und schwankt im übrigen gering. Die
Methode ist kurz und dank dem exakten Diagramm besonders bei geringem
Längenunterschied ohne wesentlichen Fehler, Die Multiplikation mit meist zwei-
stelligen Zahlen ist dem Praktiker nicht immer gerade beliebt,
4, Methode, u=K-1+41(1), Diese Methode sucht den Einfluß des Längen-
unterschiedes zu erfassen, erfordert also zusätzlich eine Sichtentnahme und eine
Addition. Sie zeigt bei kleinem Längenunterschied das gleiche Verhalten an
Genauigkeit wie die vorhergehende Methode, gruppiert aber die Genauigkeit bei
größerem Längenunterschied besser um die Mittellage,
5, Methode. K=f(@%) + (0); u=K-1L Hier liegen besonders kurz gefaßte
Tabellen vor, die allerdings an die Genauigkeit des Maurerschen Diagramme
nicht heranreichen. Bei der Benutzung der Tab. 3 dürfte bei f(@) höchstens
ein Fehler von 001°, bei f(m@) kein wesentlicher Fehler unterlaufen. Aus Tab, 4
geht hervor, daß hier noch ein systematischer Fehler unterläuft, der allerdings
bei den gebräuchlichen Entfernungen auch nur in der Größenordnung von
0.01° auftritt, Das gibt einen mittleren Fehler von +0.02° für 1° Längenunter-
schied, von 4 0,2° bei 10° Längenunterschied und von. +1.0° bei 50° Längen-
unterschied. Die systematischen Extremfehler sind allerdings bedeutender und
liegen zwischen. » 0.08° und —=0.02°. Damit erhält diese Methode in Tab. 9 ein
unvorteilhaftes Gesicht, indem bei der Genauigkeitsspalte unter Anwendung dieser
Extremfehler als Sichtfehler Werte zwischen + 0.09° und — 0.03% einzusetzen
und noch mit dem Längenunterschied zu multiplizieren sind, Dazu treten die
systematischen Fehler aus Methode 3,
6. Methode. u=1(g) + 1(0); gleichmäßige Mittelung. Unter dem
(Gesichtspunkt, daß durch die Multiplikation sogar ein systematischer Fehler
noch multipliziert wird, erscheint die direkte Berechnung der Beschickung aus
zwei Tafeln mit den Kingängen #% und gi zweckmäßiger, namentlich da auf
diese Weise die unbeliebte Multiplikation. mit ihrer Fehlervervielfachung wegfällt
und dafür nun die bequemere Addition eintritt. Erweitert man die Tab. 5 auf
Intervalle von. 2° Längenunterschied, so ist im ersten Teil der Tabelle der Sicht-
fehler sicher nicht größer als 05°, bei der zweiten höchstens 0.1°% bis 0.2° bei
größerem Längenunterschied. Bei einfacher Mittelung‘ der gegebenen Werte sind
die Restfehler bei 10° Längenunterschied -- 0.4°, bei 50° Längenunterschied 1,9%.
7, Methode. u=1(#0) + £(@#); gewichtsmäßige Mittelung, Die Opera-
tionen sind die gleichen wie im vorhergehenden Fall. Es tritt eine Verschiebung
der systematischen Fehler ein zugunsten der häufiger vorkommenden Fälle
geringeren Breitenunterschiedes, In der Zusammenstellung in Tab, 9 kommt
diese Methode daher äußerlich schlecht weg, weil die aufgeführten Extremfehler
sich verlagern, allerdings an Stellen, die in der Praxis eine geringere Rolle spielen.
6, Methode, u= 1 (gm) + £f(b), Es sind bei dieser Methode zwei zusätzliche
Rechenoperationen, eine Mittelung und eine Differenzbildung durchzuführen, die
allerdings keine übertriebene Genauigkeit erfordern, Es kommen Tab. 2 und
zusätzlich Tab. 7 in Frage, die praktisch wieder auf 2°-Intervalle des Längen-
unterschiedes abgestellt werden, Bei Tab, 2 kann man bei Sichtentnahme wieder
mit einer Genauigkeit von 0.5* rechnen, bei Tab. 7 mit einer solchen von 0.1°
bis 0.5” bei entsprechendem Längenunterschied, Der systematische Fehler liegt
auch bei dem größten Längenunterschied von 50° unter 1.0°.