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Full text: 68, 1940

Neumann, Gerh, ; Mittelwerte längerer u, kürzerer Beobachtungsreihen des Salzgehaltes usw. 8383 
Die geglätteten Kurven für Skagens Rev, Schultz’ Grund und Gjedser Rev 
zeigen besonders deutlich hohe Salzgehaltswerte zwischen 1880 und 1897, niedrige 
zwischen 1900 und 1906 und danach wieder hohe Werte zwischen 1915 und 1924. 
Diese angedeutete etwa 35jährige Periode (Brücknersche Periode?) ist bei 
Gjedser Rev deutlicher als bei Skagens Rev; bei Horns Rer ist sie überhaupt 
nicht mehr nachzuweisen. Außerdem hat es den Anschein, als ob sich die 
Extreme von Skagens Rev nach Gjedser Rev etwas verschieben, was besonders 
deutlich bei dem Maximum um 1920 zu erkennen ist. Für Feuerschiff Skagens 
Rev wurde nach der Methode der kleinsten Quadrate die Gerade bestimmt, die 
sich den Jahresmittelwerten von 1880 bis 1938 am besten anpaßt. Sie ist in 
Abb. 6 als gestrichelte Linie angegeben. Danach scheint bei Feuerschiff Skagens 
Rev eine kontinuierliche Salzgehaltsabnahme um 0.68°/,9 in 59 Jahren zu bestehen. 
Die Schwankungen der Jahresmittel des Bodensalzgehaltes bei Feuerschiff 
Schultz‘ Grund (Abb, 7) sind kleiner als die an der Oberfläche, Den hohen 
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Abb, 7. Jahresmittelwerte des Bodensalzgehaltes bei Feuerschift Schultz’ Grund von 1880 his 1938. 
Salzgehalten in den Jahren um 1888 und 1932 stehen niedrigere in den Jahren 
um 1898 und 1921 gegenüber. Etwa in der Mitte der Beobachtungsreihe sind 
die Jabresmittel wieder etwas höher, erreichen aber im Durchschnitt nicht die 
Werte um 1888 und 1932. 
Wenn wir auch in den Jahresmittelwerten, besonders an der Oberfläche, 
deutlich säkulare Änderungen des Salzgehaltes erkennen können, läßt es sich 
auf Grund dieser kurzen Beobachtungsreihe nicht entscheiden, ob hier gesetz- 
mäßige, langjährige Schwankungen vorliegen oder ob es sich nur um vorüber- 
gehende einmalige Erscheinungen handelt. Vorläufig muß es genügen, die 
Existenz solcher Schwankungen in kurzen Reihen festzustellen, ohne etwas über 
Perioden und deren Ursachen aussagen zu können. 
Aufschlußreicher als die Jahresmittelwerte sind für unseren Zweck die 
Änderungen der Monatsmittel von Jahr zu Jahr, Tragen die Monatsmittelwerte 
zu gleichen Teilen zu den angedeuteten langperiodischen Schwankungen der 
Jahresmittelwerte bei, dann können die aus verschiedenen Beobachtungszeiträumen 
abgeleiteten Jahresgänge nur parallel zueinander verschoben sein; die absoluten 
Monatsmittelwerte ändern sich um gleiche Beträge, und die Gestalt der Kurve 
bleibt erhalten, Da dies aber, wie wir gesehen haben, nicht der Fall ist, müssen 
die Monatsmittel in den Jahren von 1880 bis 1938 ungleiche Schwankungen 
durchgemacht haben. 
In Abb. 8 sind die Monatsmittelwerte des Oberflächensalzgehaltes für Januar, 
Mai, August, Oktober und November für die Jahre 1880 bis 1938 dargestellt. 
Die Kurven zeigen, wie groß die Unterschiede der Monatsmittelwerte von Jahr 
zu Jahr sein können, Nicht selten folgt auf ein Jahr mit extrem hohem Salz- 
gehalt ein oder zwei Jahre später ein solches mit extrem niedrigem Salzgehalt, 
Die höchsten und niedrigsten Monatsmittelwerte sind für vier Feuerschiffe in 
Tab. 4 zusammengestellt. In dieser Tabelle ist außerdem eine Größe V angegeben, 
die folgendermaßen definiert ist: v=1>( aj— 8; 41). V stellt also die mittlere 
Veränderlichkeit der Monatsmittel a; von Jahr zu Jahr dar. Wie aus der Ta- 
belle hervorgeht, ist bei Skagens Rey und Schultz’ Grund die mittlere Veränder- 
lichkeit der Monatsmittelwerte an der Oberfläche bedeutend größer als bei Horns 
Rev oder Gjedser Rev. Besonders klein sind die Unterschiede bei Feuerschiff 
Horns Rev, wo die mittlere Veränderlichkeit in den einzelnen Monaten nur wenig 
größer ist als die mittlere Veränderlichkeit der Jahresmittelwerte V’ (Tab. 3),
	        
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