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Full text: 68, 1940

380 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1940, 
(1903 bis 1926 für den Bodensalzgehalt) und 1924 bis 1936 mitgeteilt. Die 
Jahresmittelwerte weichen in keinem Fall um mehr als 0.5% voneinander ab, 
Abb. 4 zeigt die aus verschiedenen Beobachtungszeiträumen abgeleiteten 
Jahresgänge des Salzgehaltes am Boden, Besonders groß sind die Unterschiede 
bei Feuerschiff Sehultz’ Grund. Die Kurven für 1903 bis 1926 und 1902 bis 
1911 zeigen ein kräftig ausgebildetes sekundäres Maximum im November, während 
wir für den Zeitraum 1924 bis 1936 in demselben Monat ein sekundäres Minimum 
finden. Ganz anders wird das Bild, wenn wir die Mittelwerte von 1880 bis 1905 
. . nehmen, wie die Kurve von 
Skagens Res, 36m | Jacobsen zeigt, Die Salz- 
am 3 3 A_S_O_M__B gehaltabnahme von Juli bis 
Januar ist ganz regelmäßig 
und fast linear, Letzteres 
Beispiel zeigt deutlich, zu 
wieviel verschiedenen 
Auffassungen man vom 
Jahresgang des Salzge« 
haltes kommen kann, je 
nachdem welcher Beob- 
achtungszeitraum zur 
Berechnung der Mittel- 
werte benutzt wird. Es 
ist anzunehmen, daß im lang- 
jährigen Mittel auch am 
Boden die ‚Jahresschwan- 
zung des Salzgehaltes einen 
»infachen Verlauf hat. Ähn- 
{ich wie bei Sehultz’ Grund 
sind auch die Verhältnisse 
bei Anholt knob,. In der 
Ruppinschen Kurve und in 
Jen Mittelwerten von 1903 
bis 1926 ist der doppelte 
Gang sehr stark entwickelt; 
das Maximum liegt im No- 
rember, während im Beob- 
achtungszeitraum 1924 bis 
1936 in diesem Monat ein 
sekundäres Minimum zu 
Änden ist, Bei Feuerschiff 
Skagens Rer ist die Ampli- 
tude der Jahresschwankung 
; _ kein, sie beträgt für den 
Beobachtungszeitraum 1903 bis 1930 nur 0,7% Ein doppelter Gang ist in den 
Mittelwerten von Ruppin und Jacobsen mit einem sekundären Maximum im 
November nur schwach angedeutet, | 
Für Feuerschiff. Gjedser Rev lassen sich die Kurven nicht miteinander ver- 
gleichen, da dieses Feuerschiff im Jahre 1920 seine Position und damit die 
Beobschtungstiefe gewechselt hat. Um aber auch ein Beispiel für die südliche 
Beltsee zu bringen, wollen wir den Jahresgang des Bodensalzgehaltes bei Feuer- 
schiff Fehmarnbelt betrachten. In Abb. 5 sind die Kurven für die Beobachtungs- 
zeiträume 1903 bis 1911 (Ruppin) und 1924 bis 1936 graphisch dargestellt. 
Das sommerliche Maximum ist deutlich ausgeprägt; die Amplitude beträgt für 
die Ruppinsche Kurve 6.60%, für die Kurve aus den Jahren 1924 bis 1936 
6.62% 0 Daß die beiden Amplituden so gut übereinstimmen, ist vielleicht nur 
ein Zufall Das Jahresmittel für den Beobachtungszeitraum 1903 bis 1911 
(21,80%) liegt dagegen 1.03%, über dem Jahresmittel der Jahre 1924 bis 1936 
(20,77 °/,ot. Diese Differenz ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß die 
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