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Full text: 68, 1940

Kleinere Mitteilungen, 
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helle Decke durch. Vorübergehend wird in zwei Lücken über dem Beobachtungs- 
orte und hoch im SE — etwa über dem Eismassiv des Queulat — ungefähr 
x des Himmels frei von niederen und mittleren Wolken. Vor dem Blau stehen 
dort feine aber ziemlich dichte gestreckt-fädige Cirren, An den W-Hängen ist 
inzwischen in 200m Höhe ein zusammenhängender etwa 10 km langer Frst- 
Wulst entstanden, der eine Dicke von durchschnittlich 50 m haben dürfte, Auch 
aus den weiter südlich gelegenen Taleinschnitten heben sich hinter Hügel- und 
Bergkämmen zahlreiche kleine Fetzen empor. Gegen 10% haben sich die Wolken- 
lücken wieder geschlossen, nachdem eine halbe Stunde vorher der Wind ohne 
Änderung seiner Stärke auf N zurückdrehte. Die Sicht vermindert sich wieder, 
so daß Berge in 20 km Entfernung (im S) eben noch grau in grau zu erkennen 
sind, Während der Frst-Wulst im W in kleine zerschmelzende Fetzen zerfällt, 
nehmen die zerrissenen Wolkenflocken in den Tal- und Fjordeinschnitten im S 
zu, Das ganze Thortal ist jetzt mit ihnen ausgefüllt. Dort sind auch schon 
Niederschlagschleier erkennbar. Die Himmelsbedeckung mit niederen dunklen 
Wolken gewinnt an Umfang. Zwischen unregelmäßigen Ballen erscheint im SW 
über den Bergen N vom Thortale ein blasser aufgequollener Cu mit unscharfen 
Rändern (vielleicht handelte es sich aber auch nur um eine jener „Dampfsäulen“, 
wie sie am Nachmittage dort beobachtet wurden), Mittags 12th beginnt es auch 
hier spärlich zw regnen, Der Schatzberg steckt bis 700 m herab in St-ähnlichen 
dicken Schleiern. Der Frst-Wulst im W, der fast ganz verschwunden war, ist 
12% wieder stärker und dichter als am Morgen. Ein unruhiger schwacher 
Lufthauch pendelt zwischen südlichen bis südöstlichen und nördlichen bis nord- 
östlichen. Richtungen. Zum Mittagstermine um 14% ist die Bedeckung bedeutend 
gleichmäßiger geworden, und größtenteils hat sich reiner St ausgebildet, unter 
dem noch vereinzelte zerrissene Schlechtwetterwolken stehen. Im W gehen diese 
nach unten in den früheren Frst-Wulst über, der dort noch wenig verändert 
liegt. Die Sichtweite erreicht bei dünnem Nieseln gerade noch 20 km. Die auf- 
gefallenen Tropfen haben einen Durchmesser von ungefähr 1 mm, Der Schatz- 
berg ist bis etwa 500 m herab von grauen Schleiern verdeckt, die sich nach 
oben zunehmend verdichten, Der noch eben so schwache Luftzug pendelt jetzt 
über N zwischen NW und E. — Um 15*”h haben sich die unteren Wolken- 
schichten so gehoben, daß zeitweilig der Schatzberggipfel als dunkler Schatten 
zu erkennen ist, sie sind in der Entwicklung zum St noch gleichförmiger 
geworden. Nur dort, wo aus dem Thortale dicke graue Fetzen quellen, sind 
ungefähr west-östlich streichende Wülste, zwischen denen der Himmel heller ist, 
zu sehen. Hier scheint sich — eine Beobachtung, die man recht oft und bei 
sehr verschiedenen Wetterlagen machen kann — der Verlauf des Jacaf-Sundes 
in der Bewölkung abzuzeichnen, Zweifellos stellt der Eintritt dieses Sundes in 
den Fjord eine Witterungsscheide in dessen Bereiche dar, wie der Lago Riso 
Patron in der nördlichen Verlängerung des Fjords gleichfalls eine, wenn auch 
weniger scharf ausgeprägte Scheide bilden dürfte, Die nördlich und südlich 
vom Beobachtungsorte gelegenen Einflußzonen zweier Gewässer führen hier bei 
fast jeder Himmelsbeobachtung zu der Feststellung, daß die Bewölkungscharaktere 
äber dem südlichen wie über dem nördlichen Horizonte andere sind als über 
Puerto Puyuhuapi, 
Der Frst-Wulst im What sich wieder von den emporgestiegenen Wolken 
gelöst und auf etwa 100 m herabgesenkt. Der Nieselregen hat etwas zugenommen, 
während der leise N-Wind nun gleichförmiger wird und einschlafen zu wollen 
scheint. — Daß trotz des ziemlich dichten feinen Regenfalis einige graubraune 
Tagfalter fliegen und an Wegrändern und schlammigen Pfützen zahlreiche 
Fliegen verschiedener Art sitzen, läßt vielleicht erkennen, daß einheimische In- 
sekten ohne größere Einschränkungen ihrer Lebensäußerungen solches Wetter 
gut überstehen können. Um 17b ist völlige Windstille eingetreten. Der Frst- 
Streifen im W hat senkrecht nach oben strebende „Dampfsäulen“ gebildet, die 
eine Höhe von wenigstens 100 m erreicht haben, Auch aus dem Thortal hat 
sich ein gewaltiger „Dampfturm“ erhoben, der besonders an seinem oberen 
Ende einer Gewitterwolke ähnelt. Vom Lago Riso Patron her kriechen im NE
	        
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