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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

364 Annalen der Hydrographie und Maritimen. Meteorologie, Oktober 1940. 
kaum wahrnehmen, Wie das Brechen dünner Zweige und Glucksen kleiner 
Bäche klingt aus dem Regenwalde Froschgequake, Mehrere Fledermäuse jagen 
liegende Insekten, 
Nach lauer Nacht — das Thermometer ist jedenfalls nicht unter 10° ge- 
sunken — beginnt es in den frühen Morgenstunden vorübergehend etwas stärker 
zu nieseln. Insgesamt fallen dabei zwischen 19% und 7% 0.2 mm Niederschlag. 
7h; Bei feinstem Sprühen weht ein Hauch aus NNE, Leichter Dunst legt über 
dem Talgrund und dem größtenteils glatten Fjordspiegel, der hie und da, 
besonders vor der Mündung des Rio Pascua, von dichteren, aber noch durch- 
sichtigen Schleiern bedeckt ist. In zwei bis drei Schichten übereinander ziehen 
sich 50 bis 300 m über dem Grunde fast 30 m starke Nebelstreifen an den west- 
lichen Hängen hin, an einigen Stellen von unregelmäßigen Schleierfetzen unter- 
brochen. An den E-Hängen herrschen, vielleicht noch etwas tiefer herabreichend, 
zerrissene Nebelballen vor, die sich nach N hin am Fuße des Cerro Tesoro zu 
größeren Massen verdichten. Die lückenlose St-Decke, die in etwa 500 m den 
Himmel überspannt, zeigt ein lockeres, mehr faseriges Gefüge als gestern abend, 
Kurz nach 7h hört für eine Weile bei gleichzeitig eingetretener Windstille das 
feine Nieseln auf und setzt bald etwas stärker wieder ein, um gegen 11% aber- 
mals zu enden. Um 10% erhob sich ein leichter SSW-Wind in Stärke 1, Wind- 
stille löst sich nun mit schwachem Lufthauch aus wechselnden Richtungen um 
S ab. Der Fjordspiegel bleibt dabei meist glatt. Die Sicht nach S hat sich 
inzwischen gebessert, Bergzüge bei Cisnes sind jetzt klar und deutlich zu sehen, 
In der Wolkendecke herrschen nur geringe Bewegungen, Noch immer ist das 
Tal im N von grauen Ballen erfüllt und dichte Dampfschleier kriechen um den 
Fuß des Cerro Tesoro. Ohne scharfe Umrisse beginnt die Sonne durch die sich 
angleichmäßig lichtende aufgehellte Schicht zu leuchten und drückende Wärme 
auszustrahlen. 
13%; Allmählich hat die Bewölkung das Aussehen von Steu angenommen 
und sich in große Ballen mit zerfaserten Rändern aufgelöst, Über dem Beob- 
achtungsorte und im N zeigt sich nun in Lücken, die noch. weniger als 7 aus- 
machen, blauer Himmel. Im N scheinen halbverdeckt einige etwas aufgetürmte 
Cu zu stehen. Die Berge im S sind jetzt tiefblau und nicht mehr wie am Morgen 
blaß getönt. Um den Fuß des Cerro Tesoro lagern immer noch einzelne Fetzen. 
Der Wind frischt auf (2) und dreht auf W. Die Weidegräser sind mit Tropfen 
übersät, während die Erdkrume auf Gartenbeeten oberflächlich trocken ist. 
145: Auch im S sind nun einige Lücken aufgebrochen, die nördliche Himmels- 
hälfte wird aber noch von dunklen massigen und wenig gegliederten Wolken 
beherrscht, die bis 500 m an den westlichen Hängen herabreichen. Am S-Himmel 
ist die Auflockerung viel weiter und rascher fortgeschritten. Dort überwiegt 
zerfaserter Steu in kleineren Formen. Nur Gipfel von 1000 m und mehr Höhe 
stecken noch in den Wolken, die bis etwa 800 m herabreichen. Die Sicht hat 
sich weiter gebessert, Der Wind dreht, auf Stärke 3 auffrischend, nach SW, 
gegen 15% abermals an Stärke (4) gewinnend, schließlich auf S, Dabei lockert 
sich die Bedeckung mehr und mehr, Allmählich treten nun Cu, die noch dunkle 
Unterflächen haben und z, T, etwas aufgetürmt sind, in den Vordergrund. Um 
175 ist nur noch die Hälfte des Himmels von meist größeren Cu bedeckt, die 
am Cerro Tesoro bis 800 m herabreichen. Bei S-Wind in Stärke 3 bis 4 brennt 
die Sonne. Das Minimum der heutigen Bewölkung fällt in diese Stunde, denn 
schon um 18% gewinnen die. dunklen Kappen an den Gipfeln an Umfang, und 
auch die übrige Bewölkung nimmt rasch wieder an Dichte und Ausdehnung zu, 
Yon SW heraufziehende schwere Steu und Schlechtwetterwolken belagern den 
südlichen Himmel. In einem SW-Seitentale 10 km südlich vom Fjordende ziehen 
Fallstreifen über den Fjord und verschleiern die Sicht nach S, (In diesem Tale 
scheinen nach den bisherigen Beobachtungen Regenfälle häufiger zu sein als in 
Puerto Puyuhuapi. Das Tal verbindet den Puyuhuapifjord mit dem Jacaf-Kanal. 
Es verläuft ungefähr in W-E-Richtung). — 20h: Dunkle Steu, die zum Teil als 
Schlechtwetterwolken mit groben zerrissenen Formen anzusprechen sind, nehmen 
den größten Teil des Himmels ein. Auch jetzt zeigt die Wolkenschicht eine
	        
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