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Full text: 68, 1940

362 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1940, 
Ca/Cl zu 0.0265 (v. Brandt), die Gotland-Mulde (gesamtes Baltisches Meer) das 
Ca/Cl bis zu 0.0265 und A/C1 zu 0.396 (Zarins und Ozolins) und den Bottnischen 
Meerbusen Ca/Cl-Werte von 0.0278 bis 0.0264 (Gripenberg) berechnet worden, 
Die neuerdings von Wittig abgeleiteten Ca/Cl- und A/Cl-Beziehungen sind in 
den Zahlentafeln 1 und 2 zusammengestellt worden. 
Zahlentafel 1, Mittlere Beziehungen zwischen Ca und Cl. 
7 Hauptgebiete der Ostsee ) Oberfläche 
Schnitt Oslo-—-Kiel ...00.0.05007 
Kieler Bucht. ...0..0.00000000040 
Mecklenburger Bucht .......«.x 
Arkona-Beckelt ı..00.00000000H 
Bornholm-Becken.....00.0.0.00« 
Bottnischer Meerbusen (Gripen- 
Der) e-xasurarunn une enn 
b) Randgebiete der ÖOstsce 
Eckernförder Bucht .....4..0 
Kieler Förde. .....00000000000k 
Schwentinemändung ........00 
Rügensche Gewässer: ; 
Swine—Peene....40..0.00.000u0r 
Stationen um Rügen,....... 
*) Oberflüchen- und Tiefenproben wurden nicht getrennt voneinander untersucht, 
Zahlentafel 2. Mittlere Beziehungen zwischen A und Cl. 
f“ en F- HE mi Z —— 
a) Hauptgebiete der Ostsee Oberfläche Tiefe 
Schnitt Oslo—Kiel x...00.00- 
Kieler Bucht.....0000000000000 
Mecklenburger Bucht .......>. 
Arkona-Becke ..00..0000 un 
Bornholm-Becken (östl. Zentral- 
ecke). ..0...0000000000000 
Bottnischer Meerbusen (Buch) . 
A = 1.22 40.064 Ol Mäquiv/L 
A = 1.22 4 0.063 CI 
A = 1.22 10.064 C1 
A= 1.22 4 0.073 CI 
A 024 40337 CL) 
b}) Randgebiete der Ostsee Oberfläche 
Eckernförder Bucht .......... As 1,35 4 0.052 Cl Mäquir/L | A == 1,35 + 0.052 CI Mäquiv/L 
Kieler Förde. ........0.00000. A=100+010 Cl A=100+010 CI 
Schwentinemündung .......... A =2,80— 0.125 CI 
*, Oberflächen- und Tiefenproben wurden nicht getrennt voneinander untersucht. 
Es hat sich herausgestellt, das in der ganzen Ostsee der Ca- und A-Gehalt 
größer ist als der für den Ozean bei gleichem Salzgehalt berechnete. Während 
der Ca-Gehalt mit der Abnahme des Cl-Gehaltes von Westen nach Osten parallel 
geht, nimmt der relative Ca-Gehalt (Ca/Cl) in gleicher Richtung zu. Außerdem 
werden die Unterschiede zwischen den Oberflächen- und Tiefenwasserwerten in 
gleicher Weise größer, Noch bis zum Finnischen Meerbusen ist im Tiefenwasser 
ein Anteil von „atlantischem“ Wasser auf Grund der Änderung des Ca zu Cl 
festzustellen, also direkte Mischung von Ostsee- und Nordseetiefenwasser. Im 
Öberflächenhorizont dagegen besteht nur indirekte Mischung zwischen dem 
Nordsee- und Ostseewasserkörper. 
Von Westen nach Osten schreitend nimmt im allgemeinen das additive Glied 
der Gleichungen ab und der Proportionalitätsfaktor von Cl zu, Die verschiedenen 
Veränderungen im Zuwachs des Ca-Gehaltes der Ostsee in regionaler Hinsicht sind 
auf die mehr oder weniger starken kalziumkarbonatreichen kontinentalen Zuflüsse 
zurückzuführen. Im Arkonabecken erreichen die Anomalien des Ca-Gehaltes ihren 
Höchstwert und nehmen im Zentralbecken und Bottnischen Meerbusen wieder
	        
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