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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

Wichmann: Eine vollautomat. Registrier-Druckeichvorrichtung für Radiosonden, 3929 
Gegen diese Skala verschiebbar angeordnet ist eine zweite Skala, die in gleichem 
Maßstab die festgelegten Unterdruckwerte des Manometers in Millibar für Normal- 
schwere und 20° C Hg-Temperatur darstellt, Zusätzlich vorhandene Markierungen 
neben den Hauptwerten geben die Druckwerte für 0°C Hg-Temperatur, Der 
Nullpunkt dieser beweglichen Skala wird bei der Auswertung auf den Wert der 
testen Millibarskala eingestellt, der dem jeweiligen Bodendruck entspricht. Es 
läßt sich dann von jedem aus der Eichregistrierung entnommenen interpolierten 
Druckpunkt unter dem entsprechenden Wert der beweglichen Skala sofort der 
gesuchte wahre Druckwert einschließlich aller Korrektionen ablesen. Auf diese 
Weise lassen sich mit einem sehr geringen Aufwand von Zeit von einer einzigen 
Person die einigen hundert Druckkontakte von 30 Radiosonden festlegen, Bei 
langsamem Auspumpen und nach einigen übungsmäßigen Probeablesungen am 
Hanometer sind die auftretenden Fehler im Durchschnitt nicht größer als etwa 
1 mb. 
C. Das Registrier- Kontaktmanometer, 
Um auch die letzte Fehlerquelle, die in der subjektiven Ablesung der 
Bezugswerte und dem Schließen und Öffnen des Hebelschalters liegt, zu be- 
seitigen, hat der Verfasser ein selbstregistrierendes Kontaktms.nometer konstruiert. 
Ausgehend von einem mit über 100 einge- 
schmolzenen Platindrahtstücken versehenes, in ein 
Hg-Gefäüß eingetauchtes Glasrohr!), deren jedes 
einen Druckbezugspunkt darstellt, ist es nicht ohne 
weiteres möglich, die durch das beim Auspumpen 
ansteigende Quecksilber erfolgenden Berührungen 
der einzelnen Platinkontakte in Stromschlüsse und 
Stromunterbrechungen zwecks Registrierung umzu- 
wandeln. Es ist zwar leicht möglich, mit dem 
untersten, d.h, ersten Kontakt einen Stromkreis 
zu schließen, nicht aber mehr mit dem zweiten 
Kontakt, Diesen und die weiteren Kontakte zu 
schließen, wäre nur möglich, wenn der jeweils vor- 
angehende Kontaktschluß durch ein Relais wieder 
geöffnet würde, Für eine derartige Schaltung 
wären also über 100 Relais notwendig, eine ebenso 
komplizierte wie teure Anordnung, ‘ 
Durch eine besondere Kunstschaltung des Ver- 
fassers konnte diese Frage aber einer einfachen 
Lösung zugeführt werden, wie in folgendem auf- 
gezeigt wird. 
Das Grundprinzip dieser Anordnung ist eine symmetrische Brückenschaltung, 
d.h, es sind je zwei Widerstände (a, d und b, € in Abb. 1) gleich groß. In 
diesem Fall ist der durch den Galvanometerzweig {1 bis 2) gehende Strom ig=0, 
Für jeden anderen Fall ergibt sich nach den Kirchhoffschen Gesetzen 
(1) is Ju Ad ben, 
(a 0) -(b+d)+7(a-+b4+e + d) 
Hierin bezeichnet J den als konstant angenommenen Hauptstrom im unver- 
zweigten Stromkreis und y den Widerstand des Galvanometers. Je nachdem wie 
die Anordnung der Größen der Widerstände erfolgt, fließt durch das Galvyano- 
meter somit ein bestimmter Strom in der einen oder anderen Richtung. Durch 
systematische Änderung dieser Widerstände ergibt sich damit die Möglichkeit, 
am Galvanometer abwechselnd einen Ausschlag nach der einen und nach der 
anderen Richtung hin hervorzurufen. Eine solche systematische Änderung der 
Widerstände läßt sich nun sehr leicht mit der im Kontaktmanometer ansteigenden 
Hg-Säule erreichen, wie dieses Abb, 2 darstellt. Hier sind a, b, c, d die in Abb. 1 
dargestellten Widerstände der Brückenschaltung, von denen a und d gleich groß 
und unveränderlich sind, Ebenfalls zwei gleiche Widerstände stellen b und € dar, 
2) Hersteller: Firma A, Zuckschwerdt, Ilmenau 1. Thür. 
HI
	        
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