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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

308 Annalen der Hydrographie und Maritimen. Meteorologie, September 1940, 
im September am häufigsten in Hangö gesenkt. In diesen beiden Monaten stellt 
sich alco durch die Extirema selbst mehr als in anderen Monaten ein Gefälle 
nach Nordosten ein, Wird nicht nach dem Gefälle, sondern nach der Art der 
Extrema — also unabhängig von dem Verhalten an der anderen Station — 
geordnet, so ergibt sich: 
x  Maximum-3 | ® x V. 
Maxienlenchte.. { Mainau Monat I XE own 
a Maximum-Monat 1. XI. 11, 
Hangö ar. { Minimum-Monat 1. RE MN 
Der Januar zählt zu jeder Klasse: er ist der Monat des Jahres, in dem die 
größten Schwankungen des Wasserständes auftreten; er ist aber trotz seiner 
größen Wasserstandsänderungen auch der ausgepglichenste Monat. November und 
Dezember zeigen in Hangö häufiger Maxima als Minima, in Marienleuchte häufiger 
Minima als Maxima; im März ist es insofern umgekehrt, als Hangö und Marien- 
leuchte die Rollen tauschen. Nach dem Ort des ersten Auftretens geordnet, 
ergibt sich eine Bevorzugung des Oktobers und Novembers; in diesen Monaten 
erfolgt die Auslösung der Störung am häufigsten in Hangö, 
Wir fassen all dies zu einem Bild des jährlichen Verlaufs der Wasserstands- 
schwankungen zusammen: Im Juli setzen die Wasserstandsschwankungen ein. 
Die Ostseeoberfläche zeigt im August durch Hochwasserhäufigkeit im Westen, 
im September durch Niedrigwasserhäufigkeit im Nordosten mehr als in anderen 
Monaten bevorzugt ein nördostwärtsgerichtetes Gefälle, wenn auch die Anzahl 
der Störungen noch gering ist und sie bis zum Januar zunimmt. Die Wasser- 
standsschwankungen werden im Oktober und November überwiegend in Hangö 
ausgelöst, In den letzten beiden Monaten des Jahres treten vor allem Maxima 
in Hangö und Minima in Marienleuchte auf. In Anbetracht der größeren 
Häufigkeit der Extrema ergibt sich also in diesen ersten beiden Wintermonaten 
ein nach Westen gerichtetes Gefälle, Der Höhepunkt der Entwicklung wird im 
Januar erreicht, In diesem Monat werden die meisten Störungen beobachtet, 
zugleich herrscht aber auch die größte Ausgeglichenheit in dem Sinne, daß die 
Wasserstandsschwankungen weder in ihrer Art noch in ihrer raum-zeitlichen 
Folge eine Bevorzugung zeigen, Bereits im Februar tritt eine Beruhigung ein; 
die Störungen sind auf die Hälfte zurückgegangen. Das gleiche gilt für den 
März, der außerdem eine Bevorzugung Ostwärtsgerichteten Gefälles aufweist, 
Unter stetiger Abnahme erreicht die Hoch- und Niedrigwasserhäufigkeit vom 
April über den Mai ihr Juni-Minimum, 
Dieser Jahresverlauf gilt zunächst für die Verhältnisse, wie sie in den Jahren 
1914 bis 1936 beobachtet wurden, Ist es immer so? Wir kennen aus unserer 
früheren Untersuchung (7?) den kalendergebundenen Rhythmus der Hoch- und 
Niedrigwasser in Marienleuchte und stellen nun die Frage nach den zugehörigen 
Wasserstandsschwankungen in Hangö, 
7, In den Tabellen 3 und 4 sind den singulären Hoch- und Niedrigwäassern 
in Marienleuchte die Typen zugeordnet, Fünf Hoch- und drei kalendergebundene 
Niedrigwasser sind lokale Erscheinungen in Marienleuchte; 78% Aller Fälle 
können wir mit mindestens einer Störung in Hangö in Zusammenhang bringen, 
In 17 Fällen wird die Störung in Marienleuchte ausgelöst, aber in 21 Fällen in 
Hangö. Im Nordosten werden also %/, aller kalendergebundenen Kxtrema, die 
sich in Marjenleuchte einstellen, gesteuert, Mit den extremen Wasserständen in 
Marienleuchte sind in Hangö 22 HW aber mur 14 NW gekoppelt, Von 21 in 
Hangö ausgehenden Störungen kehren aber nur vier nach Hangö zurück, sie 
haben beim ersten Auftreten. das gleiche, bei der Wiederkehr das entgegen- 
gesetzte Vorzeichen der Singularität in Marienleuchte, 
Ebenso, wie wir uns bei der Zusammenfassung aller Fälle einen kurzen 
statistischen Überblick verschafft haben, wollen wir jetzt mit der geringeren 
Anzahl der singulären. Typen verfahren, Von den in Marienleuchte auftretenden 
Störungen sind die bedeutendsten die — ziach der Reihenfolge ihres Eintritts —, 
die zuerst in Marienleuchte und dann in Hangö auftreten. und dabei in Hangö 
ein entgegengesetztes Extremum hervorrufen, also die Typen E und %. Wird
	        
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