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Full text: 68, 1940

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1940. 
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welche der ausgerechneten Hoch- und Niedrig- 
wasser (HW und NW) als Singularitäten anzu- 
sehen sind, wurde angesichts des weniger zu- 
verlässigen Materials verzichtet, Dagegen wurde 
die Berechnung auf einen strengen Vergleich 
mit Marienleuchte angelegt. Dies geschah da- 
durch, daß zur Berechnung des Jahresganges 
im Mittel der Jahre 1914 bis 1936 aus dem 
Marienleuchter Material alle die Beobachtungen 
gestrichen wurden, die in Hangö nicht vorlagen. 
Beispielsweise konnte für den Monat Februar 
der Mittelwert in Hangö nur aus 22 Jahren ge 
bildet werden, da aus dem Jahre 1918 keine 
Beobachtungen vorliegen; daraufhin wurden 
auch die Marienleuchter Beobachtungen des 
Jahres 1918 unberücksichtigt gelassen und der 
Mittelwert ebenfalls nur aus 22 Jahren bestimmt, 
Dies bedeutet, daß der Jahresgang von Marien- 
leuchte neu berechnet und gezeichnet werden 
müßte; an Seinem charakteristischen Verlauf, 
insbesondere am Auftreien der Singularitäten 
hat sich, wie max sich leicht durch Vergleich 
überzeugen kann, nichts geändert, Gewonnen 
wurde dadurch aber die Möglichkeit, beide 
Kurvenzüge bis auf den Tag genau zu ver- 
gleichen. Die Wasserstände von Marienleuchte 
sind auf NN neues System bezogen, die von 
Hang6 auf die Roferenzfläche von 1916 bis 
1925 (9). Wir schließen uns hier der finnischen 
Methodik an und verwenden als Nullpunkt den 
mittleren Wasserstand unseres Zeitraumes, der 
in Marienleuchte bei — 6,31 em, in Hangö bei 
200.00 em liegt. Unsere Nullfläche scheidet also 
die Geoidflächen (15), was hier ohne Bedeutung 
ist, da wir uns nur für die Schwankungen des 
Wasserstandes, nicht aber seine absolute Höhe 
interessieren. In Abb. 2 sind die beiden Jahres- 
kurven dargestellt; in der Abbildung liegt zu- 
nächst nichts anderes vor als eine Aussage über 
die Schiefstellung der Ostseeoberfläche an jedem 
Tag des Jahres im 23jährigen. Mittel, bezogen 
auf die eben erwähnte Referenzfläche, Diese 
Interpretation der beiden Kurvenzüge ist erlaubt, 
weil einmal die erwähnte Untersuchung (7) über 
die Wasserstände von Marienleuchte grundsätz- 
lich gezeigt hat, daß ein so gewonnener Kurven- 
zug „reeil“ ist und daß zum anderen durch das 
oben beschriebene Auswahlverfahren der Syn- 
chronismus gewahrt worden ist, 
Wir wollen im folgenden erst einmal wieder 
vergessen, daß es „Singularitäten“ gibt und solche 
Fragen aufwerfen wie: „Welche Wasserstands- 
änderung erfolgt in Hangö, wenn in. Marien- 
leuchte ein HW auftritt?“ „Laufen im Zeitraum 
1914 bis 1936 die HW und NW vom Westen nach 
dem Norden, ist etwa in verschiedenen Jahres- 
zeiten eine Bewegungsrichtung bevorzugt?“ 
oder; „Was können wir über den Einfluß der
	        
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