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Full text: 68, 1940

Neuere Veröffentlichungen, 
Qu 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben, 
Heinz Schamp: Luftkörperklimatologie des grie- ' lediglich vermerkt, daß die Etesien im Juli und 
chischen Mittelmeergebietes, Beiträge zu einer August bis zu 20 Tagen ohne Unterbrechung ge- 
Klimatologie des östlichen Mittelmeeres, (Frank- herrscht haben, daß sie häufig eine Periode 
Furter Geographische Hefte, Dreizehnter Jahr- zwischen S und 10 Tagen, selten eine Periode 
gang 1939, Einziges Heft.) unter 6 Tagen zeigten. Diese Tatsache ist für 
‚Der eigentlichen Abhandlung des Themas geht das Klima des östlichen Mittelmeeres charakte- 
ein Überbliek über die Meteorologie des klassisch- rTistisch. In den übrigen Jahreszeiten hat das 
zriechischen Altertums voraus, Es wird festgestellt. Klima fast mitteleuropäisches Gepräge, wie eine 
daß die Griechen als Seefahrervolk früh zu guten Darstellung der Wechselhäuligkeit der Luftkörper 
Beobachtern von Wind und Wetter wurden und zeigt, Rascher Wechsel der Luftkörper, besonders 
daß sie mit der Aufstellung des achtteiligen Wind. in den Übergangsjahreszeiten, ist der Normaltall, 
systems schon zu einer brauchbaren Einteilung der Die Arbeit kann als gelungener Versuch einer 
verschiedenen dort herrschenden Witterungen [,uftkörperklimatologie geben werden, Sie 
kamen, Dies liegt in der Lage des Landes be- zeigt, wie diese imstande ist, eine Brücke zwischen 
gründet, DR her al a a tn non che Meteorologie und der „Kollektiv- 
nngt, SO da » a ima! je* zu N, ” , 
Griecben Ben modernen Begriff „Luftkörper“ Si werde W. Kndioff 
nahezu gleichzusetzen ist. . x . 
In Anlehnung an die von Linke und Dinies Johannes Boddin; Die 7.2tägige Luftdruckwelle 
aufgestellte Unterteilung des Klimas eines Ortes Im Sommer 1922, Veröff. d. Geophys, Instituts 
in Klimate verschiedener Luftkörper versucht der d. Univ. Leipzig, 2, Serie, Band XI, Heft 4 
Verfasser unter Verwendung griechischer Wetter- (1938). 558. m. 23 Abb. u. 4 Tafeln. 
karten der Jahre 1934 bis 1937 und Monatstabellen Der Zeitraum vom 3, Mai bis 7. Juni 1922 
für 1934 bis 1935 von Athen und Naxos einen war durch das dominierende Vorherrschen einer 
Beitrag zur Klimatologie dieser Orte zu liefern, 7.2tägigen Luftdruckwelle gekennzeichnet, die sich 
Nachstehend. sind die gefundenen sechs Luft. als maritim-kontinentale Schwingung, an das 
körper genannt und jedem stichwortartig die Azovenhoch gebunden, herausstellt. Das Awpli- 
wesentlichsten Merkmale über zeitliches Auftreten. !udenmaximum lag mit dem für sommerliche 
Temperatur, Bewölkung und Niederschlag, Her Verbältnisse beachtenswert hohen Zentrum von 
kunft beigefügt, Boreas: Winter und Übergangs- 5mb über Südengland, eine Amphidromie über 
jahreszeiten; für die ‚Jahreszeit etwas zu kalt, Nordepanien, und die Welle äußerte sich über 
naßkalter, stürmischer Nordwind; nördlicher Balkan Mitteleuropa durch periodisch von Westen erfol- 
und winterliches Schwarzes Meer, Etesien: Som- gende Vorstöße des Azoörenhochs, bei denen sich 
mermonate, im Winter nicht; Temperatur etwa in Selbständige Hochkerne ablösten und schließlich 
Höhe des Kollektivmittels (da im Sommer 80 vH, nach Südosten weiterzogen. Die aequivalent- 
aller Luftkörper Etesien); Bewölkung meist weniger potentielle Temperatur zeigte eine entsprechende 
als %,; starker Wind; vom unteren Donsugebiet Schwingung, indem auf der Vorderseite des Hoch- 
über den Balkan oder noch häufiger über das drucks kältere und auf der Rückseite Warmluft- 
Schwarze Meer durch den Bosporus, Aparktias: massen herangeschafft wurden, wobei die größten 
Größtes Auftreten im Winter; Temperatur erheblich Amplitudenwerte über Lindenberg in 1000 m Höhe 
anter der Mitteltemperatur (im Februar in Athen und ein Zurückbleiben der Welle mit der Höhe 
4.7°, in Naxos 4,5% unter dem Mittel); meist festgestellt wurden. | 
mittelhohe oder hohe Schichtbewölkung, selten Der Verfasser hat die Differenzkarten zwischen 
Niederschlag, meist Schnee; Kaltlufteinbruch aus der isolierten Welle und der tatsächlichen Wetter- 
dem inneren Rußland bei Vorsiößen des inner karte der einzelnen Tage gezeichnet, und diese 
asiatischen Hochdruckgebietes, Notos: Haupt RE besonders klar, wie weitgehend das Druck- 
sächlich in den Übergangsjahreszeiten und im bild über Mitteleuropa in der fraglichen Zeit durch 
Winter; in allen Jahreszeiten wärmer als das die 7tägige Welle beherrscht wurde und wie weit 
Kollektivmüttel; feucht, starke Niederschläge (in eine sichere Prognose bei rechizeitiger Kenntnis 
der Menge vom Boreas übertroffen, aber nicht in dieser Welle möglich gewesen wäre, Leider ist es 
der Zahl der Niederschlagetage); westliches und Aber meistens so, daß eine Welle ihrem Ende 
mittleres. Mittelmeer, Euros: Größte Häufigkeit entgegengeht, wenn ihre Realität mach Ablauf 
in den Übergangsjahreszeiten; gealterter Scirocco, Mehrerer Perioden erkannt wird. 
kontinentale Warmlüft; der trockenste Luftkörper Hingewiesen sei noch zuf die neue Methade 
mit verdorrender und erschlaffender Wirkung; der Luftmassenanalyse, wie sie der Verfasser in 
Nordostafrika, Syrien, Palästina und Hinterland, den Wetterkarten der Tafel 4 durchführt: Hier 
Tropaia:; Seewinde, die sich besonders im Sommer sind die Gebiete, in denen nach Ansicht Boddins 
bilden, wenn die große Strömung aussetzt, subtropische bzw. arktische Luft vorhanden sein 
Im dritten Teil der Arbeit wird das Klima soll, ebenso durch entsprechende Rasterung ge- 
dıs griechischen Mittelmeergebietes als Luftkörper- kennzeichnet wie die Zonen, in denen GT und GA 
klima behandelt. Mehrere graphische Darstellungen dach der amtlichen Bezeichhungsweise vorhanden 
zeigen quantitativ die Häufigkeit. der einzelnen sein soll, wobei die Fronten immer als die 
Luftkörper und die Länge der ununterbrochenen Grenze zwischen GT und GA gezeichnet worden 
Herrschaft {Periode} eines Lauftkörpers, Hier sei sind. R, Scherhag. 
B. Bücher- und Zeitschriftenschau. 
a) Neue Bücher, 
Mitteilungen der Geograph. Gesellschaft Rostock. suchung. Rostock 19410, {u.a Klima; Wasser- 
Beibeft 12: Enno Meyer, Die Insel Poel, stände, Strömungen, W’Temp., Salzgehalt, Eis- 
Kine landes- und inselkundliche Unter- verhältnisse: Küste.]
	        
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