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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

Kleinere Mitteilungen, 
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N-Wind am 13, 9. bringt erhebliche Abkühlung. Auch am 14. 9. ist es 
morgens trotz S-Windes noch kühl. Es wird aber über Tag wieder wärmer, 
Am 15, 9, weht der Wind weiter aus S, Ich bin am Yortage bis Misda 
(522 m, ungefähr 180 km südlich von Tripoli) gereist, Morgens 9% beträgt die 
Temperatur etwa 26% Ast-Wolken und kleine Haufenwolken bedecken den 
Himmel, Allmählich schwindet 
die Sicht, es wird trübe, der Wind 
fegt heiß und heulend durch die 
Oase und bringt Staubmassen mit, 
die durch alle Fugen dringen und 
alles mit einer rotbraunen Staub- 
schicht überziehen. 135; % 40°, 
Nachmittags läßt der Wind etwas 
nach, 20b £ 30°. 
Am folgenden Tage (16. 9.} 
verlasse ich Misda in südöstlicher 
Richtung mit einer kleinen Kamel- 
karawane, um die Hamada El 
Hamra (Steinwüste) zu besuchen, 
Über Nacht hat der Wind gedreht, 
er weht schwach aus NE, Trotz- 
dem ist es noch dunstig, Der 
Himmel ist mit leichten Ci und 
im N mit kleinen Haufenwolken 
bedeckt. 6h: 25°, Es bilden sich 
allmählich mehr und mehr Hau- 
fenwolken, und gegen Mittag setzt 
plötzlich ein kurzer, großtropfi- 
ger Regen ein, 12h; 34° Die 
Temperatur steigt bis 14% noch 
auf 38°, Um diese Zeit geht süd- 
lich von uns ein heftiges eng 
umgrenztes Örtliches Gewitter 
nieder, ohne daß wir vom Regen 
erreicht werden, Der Wind dreht auf SE. Es bleibt heiß (20h; 30°, Gewitter 
bilden sich im W, später wetterleuchtet es stark im N und NE. 
17. 9. Gegen Morgen hat es stark getaut. Am Himmel stehen nur einzelne 
kleine Haufenwolken; es ist windstill, 6b: 27°. In den Vormittagsstunden setzt 
SW-Wind ein, der gegen Mittag stärker und heißer wird und Staub mitbringt, 
der in Mund, Nase und Ohren dringt. 11%: 40°, "Trotz des Windes wird die 
Hitze langsam unerträglich. Die Fliegen werden immer lebhafter und belästigen 
mit ihrem Drang nach Mund und Augen (nach Feuchtigkeit) ganz ungemein, 
14b: 43°; 16h; 42°, Mit Sonnenuntergang läßt der heiße Wind sehnell nach, 
hört ganz auf und setzt später langsam und kühler wieder aus SW ein, so daß 
die Temperatur um 194% auf 29°, 201% auf 28° sinkt. Es wird allmählich wind- 
still, Nur im N ist der Himmel bedeckt. In der klaren Mondnacht kommen die 
Fliegen nicht zur Ruhe. 
18. 9 . Noch am frühen Morgen ist es windstill. 51h: 17°, Der Himmel 
ist klar, nur der Horizont dunstig; kein Taufall. — Erst von 7h an tritt S-Wind 
auf, der schnell stärker und wärmer wird. Er rult in mir und den Arabern 
ein starkes Durstgefühl hervor, das deshalb recht unangenehm wird, weil uns 
aus Unachtsamkeit über Nacht eine Ghirba (Wassersack) ausgelaufen ist, Der 
bald auftretende unangenehm. heiße Wind setzt um Mittag zeitweise aus. Im N 
zeigen sich helle Wolken, 14h; 43°; 16h; 41°. Der Himmel hat sich ringsum 
bedeckt, nur über uns bleibt es noch klar. Es tritt völlige Windstille ein. Um 
18% beobachten wir überall örtliche Regenfälle, erst nachts fallen auch in unserem 
Lager einige Regentropfen, 20h: 33°. Am Abend haben wir den Brunnen Bir 
el Chelab erreicht, Zum Glück hängen Stricke in den Brunnen, so daß wir
	        
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