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Full text: 68, 1940

Immler, W.: Die Kartenbeschickung der Funkpeilung in der winkeltreuen Kegelkarte, 291 
6. Methode. Berechnung u+y=(m+1I)-4-II durch gleichmäßige 
Mittelung. Sie erfordert zwei Tabellen mit je sechs Zeilen und bei Staffelung 
nach 2° Längenunterschied 26 Spalten. Bei Sichtentnahme wird mit einer Ge- 
nauigkeit von 0.5° bei der Tabelle m -+I, mit 0.1° bei II zu rechnen sein. Zu 
diesem tritt ein systematischer Fehler, der bei 10° Längenunterschied =-0.4° 
beträgt. Die Unsicherheit liegt hier bei +1.0%° Bei 50° Längenunterschied 
beträgt der systematische Fehler +1.,9°, der mögliche Fehler also bis zu + 2,5°. 
Der durchschnittliche Fehler gleicht sich für jede Empfängerbreite auf 0° aus, 
Die Extreme sind groß an den Breitenrändern, in der Mitte des Bereiches 
gemildert, Erforderlich ist zweimalige Einschaltarbeit und eine Addition, 
7. Methode. Berechnung u +7 = (m +1) + II durch gewichtsmäßige 
Mittelung. Umfang der Tabelle wie bei der vorigen Methode, Sichtentnahme 
bringt einen Fehler von 0.5° + 0.1° wie oben. Der systematische Fehler schwankt 
bei 10° Längenunterschied zwischen + 0,8° und — 0.3°, bei 50° Längenunterschied 
zwischen -} 4.2° und — 1.4°, Dieses Ansteigen der Fehler gegenüber der vorigen 
Methode kommt allerdings nur bei praktisch kaum auftretenden extremen Breiten- 
unterschieden vor. Gesamtfehler also zwischen + 1.4° und — 0.9° bei 10° Längen- 
unterschied, zwischen + 4,8° und —2,0° bei 50° Längenunterschied, Erforderlich 
wie oben zweimalige Einschaltarbeit und eine Addition, 
8, Methode, Berechnung u+y=f(@m)}f(b). Erforderlich zunächst 
eine Mittelung und eine Subtraktion, die allerdings überschläglich (auf ganze 
Grade) gehalten werden können, Dann Sichtentnahme aus zwei Tabellen, deren 
Genauigkeit bei der ersten wegen der schneller fortschreitenden Einwirkung des 
Längenunterschiedes mit 0.5°, bei der zweiten mit 0.2° zu veranschlagen ist, 
Der Systemfehler ist bei 10° Längenunterschied + 0.1°, bei 50° Längenunterschied 
zwischen + 0.5° und —0.3°, Weiter benötigt man noch eine Addition, 
9. Methode. Anschreiben der wahren Werte an jedem zehnten 
Breitengrad für Empfängerbreite, Dies bedeutet eine Zerteilung der in 
Tabelle 1 gegebenen Werte auf die einzelnen in der ersten Spalte angeführten 
Empfängerbreiten. Erforderlich sind dafür auf jedem zehnten Breitenparallel 
6 Zeilen und 26 Spalten bei Längenunterschiedsintervallen von 2°, Bei Sicht- 
entnahme wird mit einem Fehler von 0.5° zu rechnen sein, Als systematischer 
Fehler gilt der Umstand, daß man die Empfängerbreite wahrscheinlich auf den 
nächsten vollen Zehnergrad abrundet, Da nun die einzelnen Tabellen sich von- 
einander unterscheiden, so ist der systematische Fehler gleich dem halben Unter- 
schied der entsprechenden Werte benachbarter Tabellen. Dieser beträgt bei 50° 
Längenunterschied im Maximum 0,8°, geht auf hohen Breiten (70° auf 0.2° 
herunter und ist proportional dem Längenunterschied. Die erhaltenen Zahlen- 
werte schwanken also in dem ganzen betrachteten Bereich zwischen -+1,3° und 
—0.3° Rechenarbeit besteht dabei lediglich in Einschaltarbeit. 
In Tabelle 14 ist zum Schluß noch eine vergleichende Übersicht über die 
Genauigkeitsverhältnisse der einzelnen Methoden angegliedert. Sie enthält die 
benötigte Tabellenfläche, Art und Anzahl der Öperationen, die Genauigkeit bei 
10° und 50° Längenunterschied und eine Abschätzung der Gütereihenfolge, 
Als beste Methode weist sich die letzte aus; sie hat die größte Genauigkeit, 
erfordert die geringste Anzahl von Operationen, beansprucht aber einen erheb- 
lichen Aufwand an Tabellen, Die nächste ist die vorletzte Methode, die allerdings 
neben großen Tabellen auch noch die größte Operationszahl benötigt. Daran 
reihen sich die Multiplikationsmethoden 3 und 4, deren geringe Tabellenausmaße 
allerdings durch die unbequeme Multiplikation erkauft wird, Die geringste Raum- 
beanspruchung zeigt sich bei Methode 5, dafür aber erfordert sie eine größere 
Anzahl von Operationen und ihre Genauigkeit ist wenig hervorragend, Gleich- 
wertig sind Methoden 6 und 7; bei erträglichem Tabellenumfang erzielen sie trotz 
dreier Rechenoperationen aber nur einen mäßigen Genauigkeitsgrad. Die Methoden 
1 und 2 sind zwar wegen der geringen Tabellengröße und niedrigen Rechenarbeit 
bestechend, aber ihre Genauigkeit liegt außerhalb der zulässigen Grenzen. 
Ist der betrachtete Kartenbereich geringer als der hier untersuchte, so besteht 
die Möglichkeit, daß die Grenzen der Brauchbarkeit der einzelnen Methoden mehr
	        
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