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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

288 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1940, 
Abweichungen sind allerdings häufig verhältnismäßig groß. Hätte das Karten- 
blatt eine geringere Ausdehnung, so würden auf einer nach diesem Prinzip für 
einen kleineren Bereich aufgestellten Hilfstafel die gemachten Einzelfehler sich 
herunterdrücken lassen. 
Man kann aber auch hier die Mittelung gewichtsmäßig vornehmen, indem man 
wie oben dem Breitenunterschied 0% das Gewicht 5, dem Breitenunterschied 10° 
Tabelle %. Adler dee Heschickuus der Graikreispellung Tank EMDEN lm, Deilegt, 
a e 9. NSTal X . w x 
auf die Kartengerade durch den a (einfache Mittelung). 5 Dos Ergebnis liefert Dr 
m+ durch gehen allerdings die 
Fehler bei großen Breiten- 
unterschieden herauf, ermä- 
Bigen sich jedoch, wie aus 
Tabelle 13f) hervorgeht, 
wenn Sender- und Empfän- 
gerbreite gleich sind. Die 
Schaubilder in den Abb, 5 
und 6 zeigen die noch auf- 
tretenden Fehler in einer 
räumlichen Darstellung. Be- 
sonders interessieren die 
angefügten OQuerschnitte 
A, Az und B, B, durch den 
Bildblock, wobei die Fehler 
bei einfacher Mittelung aus- 
gezogen, bei gewichtsmä- 
Biger Mittelung gestrichelt 
sind. Durch die gewichts- 
mäßige Mittelung vermag 
man die Fehler in der Nähe 
der Gleichheit von Sender- 
und Empfängerbreite er- 
heblich, namentlich bei 
niederer Breite herabzu- 
setzen, während der Schnitt 
B, B,, der durch die Extrem- 
breiten hindurchgeht, zwar 
einen gewaltigen Fehler- 
anstieg an der Seite B, 
aufweist, jedoch die Aus- 
wirkung der Fehlerfläche 
auf der anderen Seite B, 
sogar noch herabdrückt, 
Den zahlenmäßigen Ver- 
gleich der Fehler bei gleich- 
mäßiger und gewichtsmä- 
Biger Mittelung entnehme 
man den Tabellen 13€) u. f}. 
Der Winkel a + u -+ 7 
gibt die Richtung der Ge- 
raden vom Sender nach dem 
Leitpunkt am Sendermeri- 
dian, der Winkel a + ww die 
Richtung der Azimutgleiche 
im Leitpunkt gegen den dortigen Empfängermeridian. berechnet sich aus 
tang = singetgl. ı ist also verschieden von u-|}y. Beim Zeichnen in der 
Merkatorkarte wird dieser Umstand häufig übersehen und die eingezeichnete 
Gerade selbst als „Peilstandlinie“ angesehen. In der Kegelkarte wäre dies
	        
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