Findeisen, W.: Widerstandsmessungen an Pilotballonen vom fahrenden Schiff aus, 279
frühzeitige Ablösung der Grenzschicht im Leegebiet der Kugeln eintritt, Mit den
Messungsergebnissen von Wieselsberger, die im Windkanal gewonnen wurden,
stimmen jedoch bemerkenswerterweise die Ergebnisse von Steig- und Fall-
geschwindigkeitsmessungen an Pilotballonen und frei fallenden Kugeln in der
freien Atmosphäre und auch in geschlossenen Räumen nicht überein. Es zeigt
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Abb. 2.
Ergebnisse der Schlepprersuüchs:
© | Gummiballone, Gewicht 80 g, normal aufgeblasen, Auftrieb f Schlepphöhe 160 bis 200 m,
A ä 200 8 a N ST —_—_ Auf 4 Schlepphöho 50m.
ummiballone, Gewicht 80 g, verstärkt aufgeblasen, = hal
2 { trieb 233 g, Radius 39 cm | Schlepphöhe 170 m.
VYergleichs-Eintragungen:
Wieselsberger: Anblasversuche von Kugeln im Windkanal.
B. Schmidt: Mittelwerte nach Messungen der Steiggeschwindigkeit von Gummiballonen
in der freien Atmosphäre, |
Hesselberg u. Birkeland: Messungen der Steiggeschwindigkeit von Gummiballonen
im geschlossenen Raum, |
Mildner: Messung der Steiggeschwindigkeit kleiner Cummiballone in der freien
Atmosphäre.
A Bacon u. Reid: Messung der Fallgeschwindigkeit von Kugeln in der freien Atmosphäre,
AT. { Formelwerte für Gummiballone von 80 g Gummigewicht und 200 g X nach Tetens.
AR. Ireiem Auftrieh nach Raethjen,
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5 67839006
sich hierbei nicht die starke Abnahme des Widerstandsbeiwertes bei einer be-
stimmten, kritischen Reynoldsschen Zahl, sondern vielmehr eine allmähliche
Abnahme, die nicht an einen bestimmten Wert der Reynoldsschen Zahl gebunden
zu sein scheint.
Die oben beschriebenen Schleppversuche liefern nun demgegenüber das
interessante Ergebnis, daß auch der Widerstandsbeiwert von Gummiballonen im
atmosphärischen Luftstrom oberhalb der kritischen Reynoldsschen Zahl sehr
kleine Werte annimmt, die den Wieselsbergerschen Messungsergebnissen
entsprechen.