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Full text: 68, 1940

276 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1940 
Windstärke 3 bis 4 ein sehr regelmäßiger Seegang aus, In der Niederelbe findet 
man bei Windstärke 3 noch stellenweise glatte Flecken, die nicht daher rühren, 
daß der Wind hier abreißt, sondern hier quillt Wasser auf. Läuft nun etwa von 
See her Dünung in einen solchen Quellwasserbereich, so gibt es üble BErecher, 
Was auf freiem. stromlosen Seegebiet das Wirbelwasser des Brechers verursacht, 
erzeugen in den Tidengewässern in viel höherem Maße die Stromwirbel, So hat 
man bei Windstärke 4 in der Elbmündung‘ fast dieselben Brecher, wenn Wind 
gegen Strom steht, wie bei 6 in der freien See, Ebenso bricht das Wasser der 
2.Dünungsgruppe 
DI DADNDO 
2. Schaumstrich, links 
1 Dünungsgruppe 
1 
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{ 
K3 
ji 
HDD 
VY r Schaumstrich 
Wind u. Ser 
HDODODODS 
2 Schäumstrich, rechts 
Fig. 1. Schema des Brechens der See in Schaumstreifen, 
freien. Nordsee bei 7 ähnlich wie etwa in der tiefen Biskaja bei 8 bis 9. Daß dies 
nicht nur eine Folge der geringen Wassertiefe ist, geht aus dem gefürchteten 
Seegang des Golfstromes hervor, den die Segelschiffe meiden, 
Die hier angedeuteten Überlegungen lassen sich übrigens auf eine Reihe 
von meteorologischen Vorgängen, die mit der Streifenbildung‘ zusammenhängen, 
übertragen, 
In Figur 1 soll versucht werden das System der Brecher und Schaum- 
streifen bei hohen Windstärken anschaulich zu machen, Wir numerieren ein 
von links nach rechts fortschreitendes Wellensystem mit 1 bis 7, 8 bis 14 usw. 
[Die Dünung läuft meist in siebenwelligen Gruppen.] Bricht mun zuerst die 
Welle Nr. 1, so setzt sich nach Wegeners Prinzip Welle Nr. 2 in Leo hinter 1, 
Nr. 3 in Lee hinter 2 usf, bis die ganze Gruppe durchgewandert ist. In dem 
so gezogenen Schaumstreifen findet sich verwirbeltes Wasser, und es herrscht 
dort nach dem Brechen einige Zeit lang Ruhe. Rechts und. links davon kann 
die See durch die Wirkung des Windes hoch auflaufen, Die Wellen Nr. 8 bis 14 
bilden so zwei weitere Schaumstreifen rechts und links von dem ersten USW, 
Es ist klar, daß sich dabei natürliche Maßverhältnisse im Seegang ergeben. 
Widerstandsmessungen an Pilotballonen vom fahrenden Schiff aus. 
Von W, Findeisen, Friedrichshafen, 
Im folgenden wird kurz eine neue Methode beschrieben, die zur Messung 
des Strömungswiderstandes von Pilotballonen angewandt wurde. Die bisherigen 
Versuche, die zunächst vorwiegend orientierender Art waren, ergaben die Brauch- 
barkeit der Methode und ermöglichen auch bereits interessante Rückschlüsse auf
	        
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