accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

4123 
war, erreichte man.in 81,4° W-Lg 50° S-Br wieder. Heftige Stürme waren bei 
der Umsegelung des Kap Horn nicht angetroffen worden. 
Der Weg nach Norden zum Gebiete des Passats wurde bei vorherrschend 
günstigen: Westwinden, wie zu dieser Jahreszeit so häufig, in rascher Weise 
zurückgelegt... Schon in 33,2° S-Br und 89° W-Lg. wurde der Passat, welcher auf 
kurze Stille folgte, angetroffen; er frischte rasch auf und führte „Alma“ am 
11. Juni in 113,2° W-Lg über den Aequator. Auf dem Wege dahin war 
40° S-Br in 82,8° W-Lg am 24, Juni, 30° S-Br in 90,6° W-Lg am 28, Juni, 
20° S-Br in 103,5° W-Lg am 3. Juli und 10° S-Br in 110,2° W-Lg am 8. Juli 
gekreuzt worden. 
Aus dem SE-Passate entwickelte. sich nördlich der Linie durch langsames 
Rechtsdrehen des Windes der später zwischen 6° und 11° N-Br sehr kräftig 
auftretende Monsun. In der Nähe von 12° N-Br war der Wind nördlich von 
West gelaufen und wehte er dann in mäfsiger Stärke und bei regnerischem 
Wetter für längere Zeit aus dieser Richtung ganz beständig. „Alma“ gelangte 
damit am 22. Juli nach 19,3° N-Br in 114,8° W-Lg. Hier lief der Wind aber 
NNW, und war dies augenscheinlich schon der Anfang des sich weit von Norden 
her erstreckenden Küstenwindes, Die Bark fand sich dadurch in eine höchst 
unerwünschte Lage versetzt, welcher zu entkommen keine andere Wahl blieb, 
als zu wenden und nach Westen hin zu segeln. Es wurde also längere Zeit 
bei leichtem veränderlichem Winde ein WSW- bis WNW-Kurs gesteuert, und 
erst am 30. Juli, in 20° N-Br und 127,8° W-Lg, lief der Wind raumer. Bei 
östlichen und nördlichen Winden mufste der ganze noch vorliegende Theil der 
Reise zurückgelegt werden. Am 25. August, nach 45 in nördlicher Breite 
verbrachten Tagen, erreichte „Alma“ die San Francisco-Bai. Nördlich von 
der Linie war 10° N-Br in 115° W-Lg am 16. Juli, 20° N-Br in 128° W-Lg 
am 30. Juli, 30° N-Br in 134,5° W-Lg am 9. August und 40° N-Br in 138° W-Lg 
am 16. August geschnitten worden. 
Die bis zum Schnittpunkt des Aequators im Stillen Ocean nur 81 Tage 
lange Reise wurde durch den Aufenthalt in nördlicher Breite ganz ungebührlich 
verlängert. Man wird nicht fehl gehen, wenn man als Ursache desselben die 
zu weit östlich liegende Route annimmt. Um sicher sein zu können, dafs sie 
NE-Passat erhalten und nicht durch den W-Monsum an die Küste gedrängt 
werden, sollten Schiffe, die in den Monaten Juli, August und September hierher 
gelangen, die Linie nicht östlicher als in 125° W-Lg schneiden. 
Am 4. November verliels „Alma“ bei leichtem umlaufendem Winde San 
Francisco wieder, um nach. Liverpool zu segeln. Frischer, am zweiten Tage 
der Reise durkommender nordwestlicher Wind führte die Barke südwärts, und 
ohne dafs vorher Verzögerung eintrat, wurde in der Nähe von 24,5° N-Br in 
124° W-Lg das Gebiet des Passats erreicht. Der frische Wind drehte sich 
hier in kurzer Zeit von SW durch West und Nord nach der Passatrichtung. 
Die Strecken zwischen 24° und 13° N-Br wurden bei sehr frischem Passat 
zurückgelegt; südlich der letzteren Breite. wurde er flauer und hörte schon 
in 10,5° N-Br und 119° W-Lg ganz zu wehen auf. Im Stillengürtel, der 
sich bis nach 6,3° N-Br in 115° W-Lg erstreckte, herrschte bis 7,5° N-Br in 
118,5° W-Lg umlaufender östlicher Zug, südlich von letzterem Punkte aber 
ganz leichter Südwind vor, Bei frischem SE-Passat wurde am 26. November 
in 122° W-Lg der Aequator überschritten; vorher war 30° N-Br in 124,8° W-Lg 
am 8. November, 20° N-Br in 122,6° W-Lg am 11. November und 10° N-Br in 
119,2° W-Lg am 17. November gekreuzt worden. 
Im südlichen Theile des Stillen Oceans wehte frischer, aus raumer 
Richtung kommender Passat bis nach 22° S-Br hin; südlich von diesem Punkte 
wurde der Wind flauer und lief nördlich, bis er in. der Nähe von 29° S-Br und 
122° W-Lg zu enden schien, Lefchte, meist nordwestliche Winde wurden 
zwischen 30° und 40° S-Br angetroffen, und westlicher Wind begünstigte von 
43,5° S-Br in 108° W-Lg an die Fahrt. Dieser Wind führte „Alma“ jedoch 
nicht. zum Kap Horn. Als man nach 57,5° S-Br in 80,5° W-Lg gelangt war, 
setzte wieder östlicher Wind ein, der sechs Tage lang, bis nach 73° W-Lg hin, 
anhielt. Bei nördlichem Winde wurde am 6. Januar 1880, dem 63. Tage der 
Reise, die Länge des Kap Horn erreicht. . Vorher war 10° S-Br in 122,8° W-Lg 
am 30. November, 20° S-Br in 123,5° W-Lg am 4. Dezember, 30° S-Br in 
3%
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.