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Full text: 68, 1940

VE Die internat. Golfstrom-Untersuchung Frühsommer 1938 im Gebiete nördlich der Azoren, 
eines bisher unbekannten unterseeischen Vulkankegels erfolgt, der hier aus all- 
gemeinen Tiefen von 3500 m bis auf 980 m Tiefe emporsteigt. Die Verankerung 
gelang vollständig und ergab in ununterbrochener Arbeit 88 ozeanographische 
Serien bis 800m Tiefe in einstündigem Intervall und 90 Stunden erfolgreiche 
Strommessungen in den Tiefen von 5, 15, 30, 50, 100, 300, 500 und 800 m Tiefe 
mit dem selbstregistrierenden Strommesser von G, Böhnecke. 
„Armauer Hansen“ hatte nach seiner Ausfahrt von Horta am 16, Juni morgens 
inzwischen ein Profil unterwegs nach der Ankerstation, wo er am 19, Juni ankam, 
durchgeführt, Programmgemäß sollte er den „Altair“ auf seiner Ankerstation 
ablösen. Deshalb verankerte er sich in der Nähe desselben, um nun die Beob- 
achtungen. vom verankerten Schiff für die folgenden Tage zu übernehmen. Mit 
einem schnell anwachsenden Wind wurde aber die See an dieser Stelle so heftig 
bewegt und grob, daß „Armauer Hansen“ am folgenden Tag die Anker hieven 
mußte. „Altair“ hatte nach Beendigung seiner Arbeiten inzwischen ebenfalls mit 
dem Ankerhieven begonnen. Auf beiden Schiffen gingen die Anker bei diesem 
schwierigen Manöver mit einem Stück Ankertrosse verloren. Es wurde dann 
verabredet, das „Altair“ mit den obenerwähnien Profilen in Dreieckskursen be- 
yinnen sollte, während „Armauer Hansen“ sich in der Nähe der Ankerstelle, 
ozeanographische Stationen ausiführend, aufhalten und die erste günstige Gelegen- 
heit zum Ankerwerfen benutzen sollte. Die Verhältnisse waren aber nicht besser 
geworden, als sich die beiden Schiffe am 22, Juni wiedertrafen. Da die Zeit 
schon beträchtlich vorgerückt, die Wetterprognose ungünstig war und die Wetter- 
lage keine rasche Besserung erwarten ließ, wurde beschlossen, daß das Forschungs- 
schiff „Altair“ zuerst die unterseeische VYulkanbank, auf der es geankert hatte, 
systematisch mittels des Echolotes ausloten und nachher auf der Rückreise nach 
Fayal ein ozeanographisches Profil bis zu den Azoren machen sollte, während 
das Forschungsschiff „Armauer Hansen“ durch ähnliche Profile weiter östlich 
die Beobachtungen zu ergänzen hätte, 
Die Beobachtungen im Azoren-Sektor wurden schließlich am 26. Juni beendigt. 
Auf der Heimfahrt nahm der „Altair“ 6 ausgewählte tiefe Stationen auf 
Positionen, auf denen der „Armauer Hansen“ einige Wochen früher Stationen 
in seinem Profil vom Englischen Kanal nach den Azoren durchgeführt hatte. 
Das ganze Profil (43 Stationen) wurde später neuerdings vom „Armauer Hansen“ 
auf der Rückreise wiederholt, 
Der wissenschaftliche Stab der beiden Forschungsschiffe ist aus folgenden 
Listen der Expeditionsteilnehmer zu ersehen. 
Liste der Expeditionsteilnehmer auf dem Forschungsschiff „Altair“: 
Özeanographie Meteorologie 
Prof, Dr, A, Defant (Fahrtleiter), Dr. B. Schröder, Marinewetterdienst, 
Institut für Meereskunde, Berlin, Reg.-Rat U, Roll, Marinewetterdienst, 
Prof, Dr, G, Wüst, Dr, G. Seifert, Reichswetterdienst, 
Institut für Meereskunde, Berlin Techniker Kuthe, Reichswetterdienst, 
sand, G, Neumann, Universität Berlin, Funkweitertechniker Schröder, Marine- 
sand. R. Machens, Universität Berlin, wetterdienst, 
gand. H. Bruch, Universität Berlin, Mechaniker Forster, Nachr.-Versuchs- 
cand. F, Defant, Universität Berlin, anstalt Kiel, 
Mechaniker Vits, Marine-Obs., Wilhelms- 
haven (auch für Meteorologie), ' 
Militärisches Bordkommando: ÖObl.z.S. O0, Schuhart (Erprobung nautischer 
Instrumente), 2 Maate, 16 Gefreite (wissenschaftl. Hilfsarbeiten), 
Liste der Expeditionsteilnehmer auf dem Forschungsschiff „Armauer Hansen“: 
Prof, Dr. Bj. Helland-Hansen, Geofysike Institutt Bergen (Fahrtleiter), 
Dr. H. Mosby, O. Aabrek, (Ozeanographie), 
R. Paulsen, M. Tangen (Radiooperateur und meteorologischer Beobachter), 
Kapitän P. Synnes und 7 Mann Besatzung.
	        
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