Groissmayr, Fritz B.; Die 24jährige Witterungsperiode,
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Schwankung der extremen Monatsmittel von 298° (Wien) wurde sowohl von 1788
mit 31.9° und 1811 mit 30,5° übertroffen, — Zur Zeit befindet sich Mitteleuropa
— allem Anscheine nach wieder in Kontinentalitätszunahme im Gegensatz sowohl
zu Norwegen wie auch zu Grönland, die gerade im letzten Jahrzehnt ein sehr
tiefes Minimum aufwiesen,
Quellen, Literatur.
', F.B. Groissmayr: 1, Mitteilung: „Annalen der Hydrographie,‘“ März 1937, 8. 118—127%
# + 2. Mitteilung: „Annalen der Hydrographie.“ August 1937, S, 370 — 285,
; I 7 „Annalen der Hydrographie“ Juli 1939, ©, 368379. :
. Gütersloh 1538—1920: Daten aus World Weather Recorda, 19201933, Münster 1. W.
.« Daten von 1931—1938, mitgeteilt vom Sonnblick-Verein, desgl. .
5. für Sonnblick, wofür ich auch an dieser Stelle meinen Dank zum Ausdruck, bringen möchte.
7. „Die Meteorologie des Sonnblicks‘, I. Teil, von Ferdinand Steinhauser, S. 15.
8, 9. FB. Groissmayr: „Eine 24jährige Witterungsperiode“ („Annalen der Hrydrographie.“
August 1937, 5. 877.) | .
10. F, a „Fine 24jährige Witterungsperiode.“ („Annalen der Hydrographie,“ März
1937, 5. ;
11. Wilhelm Nägler: „Statistik der Temperaturverhältnisse. von Me {1631—1035% Abdruck
aus den Berichten der Mathematisch-Physikalischen Klasse der Sächs, Akad, d. Wissenschaften
zu Leipzig. LXXXWVIIL Band, S. 98€
12. Siehe (7), S, 154, Tabelle IV. |
13, F.B. Groissmayr: Beilage Nr. 44 zur Wetterkarte des Reichswetterdienster, Ausgabeort München
(1938), „Der Temperaturrückschlag vom März zum April 1938 in Mitteleuropa“.
14, Otto Meissner: „Der Kälterückfall des März. 1930 in Potsdam.“ „Das Wetter“, 1930, Heft 7.
15. W, Nägler: „Der lange, schneeteiche Märzwinter 1939,“ Zeitschrift für angewandte Meteorologie,
„Das Wetter“ 1939, Heft 5, S. 171.
16. \Wetterkarte des Reichswetterdienstes, Ausgabeort München, 19. Juni 1939: „Witteruogsbericht. für
Mai 1930“ Teil 2, Graphikon 5.
17. Für deutsche Stationen wurden diese entoommen dem „Deutschen Witterungsbericht für Mai
1939“ im „Wetter“, Heft 7, S, 219, für ungarische dem „Idöjäräsi jelentös Magyar orszägröl“
(Witterungsbericht für Ungarn, Mai 1939), für April entstammen die Daten denselben Quellen,
„Weiter, Heft 6, uad Witterungsbericht für Ungarn, April 1939.
Zwei Diagramme zur Orientierung nach der Sonne.
Yon K, Schütte, Hamburg,
(Hierzu Tafeln 14 und 15 mit Figuren 1 und 2.)
1. Einleitung,
Die Orientierung nach der Sonne ist nicht nur für den Nautiker ein unent-
behrliches Hilfsmittel, sondern sie kann auch in andern Fällen von Interesse sein,
Für die allgemeine Orientierung nach der Sonne haben sich bequeme Regeln
gebildet und eingebürgert, deren Wert und Genauigkeit meist überschätzt wird.
Eine dieser Regeln besagt, daß die Sonne um 6b (18%) im 1, Vertikal steht und
damit die Östwestrichtung angibt, Der erfahrene Nautiker und astronomisch be-
wanderte Fachmann weiß natürlich, daß dies völlig falsch sein kann; wie groß
aber die Abweichungen von dieser Faustregel werden können, erfordert doch ein
Nachschlagen in Tafeln oder gar eine Berechnung. Im folgenden sollen zwei
graphische Darstellungen gegeben werden, die es erlauben, sofort abzulesen, wie
groß tatsächlich die Abweichungen von der obigen Regel werden können.
2, Mittlere Ortszeit beim Durchgang der Sonne durch den 1, Vertikal.
Beschränkt man sich auf die nördliche Halbkugel, so ist zunächst klar, daß die
Sonne überhaupt nur bei nördlichen Deklinationen durch den 1, Vertikal gehen
kann. Im Winterhalbjahr ist somit die obige Faustregel ganz gegenstandslos,
Im übrigen kann der Stundenwinkel beim Durchgang durch den 1, Vertikal
berechnet werden nach der bekannten Formel:
CO l= eig igO.
In manchen Tafelwerken findet man auch Tabellen für diesen Stunden-
winkel“), Aus ihm ergibt sich sofort die wahre Sonnenzeit und durch Hinzu-
fügen der Zeitgleichung die mittlere Sonnenzeit, An verschiedenen Tagen gleicher
*, ZB. Th, Albrecht: Formeln und Hilistafeln für geogr. Ortsbest, 4 Aufl, 1908, S. 156.
Ambroun-Domke: Astr.-geod, Hilfstafeln 1809, S, 40,