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Ännalen der Hydrographie und Maritimen Metcorologie, Juni 1940.
Fall 1 zeichnet sich aus durch den schnell anwachsenden Schwarzgehalt und die
rasch zunehmende Violettsichtigkeit des in 5000 m Höhe geschätzten Himmels-
blaus; im Falle 2 bleibt dagegen die beschleunigte Änderung und Vertiefung des
Himmelsblaus aus,
Die beschriebenen Erscheinungen lassen sich zwanglos durch die folgende
Wechselwirkung zwischen einer hohen und einer niedrigen Druckwelle erklären:
Zerlallserscheinungen von Schönwetter-Dunstschichten,
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Abb. 1. Beschleunigte Auflösung einer Schönwetter-Dunstschichtung von einem Tag
zum anderen als Folge einer Auffrischung der Zyklogernere in der Nachbarschaft eines
Hochdruckgebietes,
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Abb, 2, Träger, allmählicher Zerfall von. Schönweiter-Dunstschichten von einem Tag
zum anderen. im Zusammenhang mit dem langsamen. Abbau eines Hochdruckgebietes,
Im Falle 1 ist das Höhentief im Begriff, das untere Tief einzuholen und dadurch
zu seiner Verstärkung beizutragen. Die auf diese Weise hervorgerufene Auf-
frischung der Zyklogenese sorgt für ein Übergreifen des Druckfalls auf das be-
nachbarte Hochdruckgebiet und 1äßt die Dunstschichtung schon zu einem Zeitpunkt
ruckartig zerfallen, wenn die Bodendruckverteilung noch keine Anzeichen für die
Überschreitung des Höhepunktes der Stabilität einer Schönwetterlage erkennen
Jäßt, Gerade diese Erfahrungstatsache macht die Beobachtung der Zerfalls-
erscheinungen von Dunstschichten zu einem prognostisch so wertvollen Hilfsmittel.