Kleinere Mitteilungen,
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Notizen über 1927 abgesehen) wesentlich dichter besetzt als die Plassmannsche
Beobachtungsreihe, die — einschließlich zerstreuter Aufzeichnungen vor 1900 —
zwischen 1900 und 1924 an 252 Tagen 612 Schätzungen {an 187 Abenden 478
und an 65 Morgen 134 Beobachtungen) aufweist!), Da auch Plassmanns
Schätzungen in Münster seit 1924 weiterlaufen (ein Vergleich der letzten Jahre
wird nach einer brieflichen Mitteilung von Prof, Plassmann zur Zeit durchge-
lührt, es fanden sich bei den mehr oder weniger gleichzeitigen Schätzungen
starke Unterschiede, was um so merkwürdiger ist, als seinerzeit Goldbergs
Untersuchungen in Zagreb®) eine starke Annäherung der mitteldeutschen und
der Zagreber Beobachtungen ergaben), so erhalten wir damit allmählich ein
umfangreiches Material, von dem nach Goldberg allerlei Aufschlüsse über die
Bewölkung auf den Weltmeeren zu erwarten sind®).
Vorbemerkungen zur Tabelle: Die Zeiten sind MEZ, Beobachtungsort ist,
wo nicht ausdrücklich anders bemerkt, Breslau,
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Hans Grimm.
3, Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 144: Angola. — Aus
der Sammlung des überseeischen meteorologischen Dienstes der Deutschen See-
warte. — Witterungsverlauf am Ende der großen Regenzeit in N’Danga.
Beobachtungstag: 26. April 193838,
Die Pflanzung N’Danga (etwa 10° 20’ S, 14° 50 E) liegt im Libolo-Hochland im Bezirk
Dala-Cachibo, Das ungefähr 500 m hoch gelegene TON erstreckt. sich im schmalen Tal
des N’Danga-Flusses, der in etwa 20 km Entfernung von N’Danga in den Laua, cinen Nebenfluß
des Longa, mündet,
Während der Nacht hat es geregnet; alles ist naß, Tau ist nicht feststellbar,
Die Morgen-Regenmessung ergibt 6.1 mm, tmor 25,6% tmin 17.8°% Bei Sonnen-
aufgang ist der Himmel im NE, E und S ;%; mit Acu bedeckt; der westliche
Himmel ist wolkenfrei. Es herrscht Windstille. Gegen 8b ist der blaue Himmel
von einem feinen, kaum sichtbaren Schleier überzogen, der sich allmählich ver-
dichtet, so daß der Himmel um 411% völlig bedeckt ist. Obwohl das Thermo-
meter nur 26,0° zeigt, ist die Luft schwül und drückend, Es weht eine leichte
Brise aus NW, und den SE-Himmel überziehen dichte Ast und Acu, Die um-
gebenden Berge verschwinden hinter Wolkenschleiern, Um 12% ist der Horizont
von NE bis SW durch schwarze Nimbus-Wolken verdeckt, Während der Wind
*) Plassmann, J.: Studien über das aschgraue Mondlicht. „Himmelswelt“ XXX1IV, 95—103,
1924; Ann. d. Hrdr. 1924, Dezemberheft, S. 305309. — % „Wetter“ 49. 155—158, 1932, — 5 Z£
Geophysik, VII, 345—849, 1931.