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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 68 (1940)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1940.

bestimmt werden, Da man bis 1908 den Luftdruck ohne Schwerekorrektion berechnete,
 wurde diese noch nachträglich angebracht.
Nach Berechnung der Luftdruckdifferenzen in zonaler Richtung:
Jakobshavn—Stykkisholm und Haparanda-—Stykkisholm, Indianapolis—
Ponta Delgada und Rom—Ponta Delgada
und in meridionaler Richtung:
Ponta Delgada—Stykkisholm
sowie der Temperaturdifferenzen:
Tromsö— Westgrönland
für jeden Tag des 36jährigen Zeitraums wurden diese nach Dekaden addiert und
gemittelt (jeden Monat unterteilt man in drei Dekaden; bei 31 Tagen werden
letzte 11 Tage als Dekade betrachtet). Durch Subtraktion eines Dekadenmittels
des meridionalen Druckgefälles vom folgenden, nächstfolgenden usf, gewann man
die zeitlichen Änderungen dieses Gjefälles, deren Zeitintervalle somit sukzessive
um eine Dekade vergrößert wurden. .
Zum Unterschied zur Baurschen Arbeit wurden die zonalen Druckdifferenzen
 nicht einzeln mit den Anderungen des Meridionalgefälles korreliert,
sondern erst nach folgender Zusammenfassung:
4 (Jakobshavn — Stykkisholm) + (Haparanda — Stykkisholm)
MINUS
4 (Indianapolis — Ponta Delgada) -+ (Rom — Ponta Delgada).
Aus folgenden Gründen wurden die Gefälle zusammengefaßt: Erstens, um
die vier zonalen Druckgefälle stets gleichzeitig in den Korrelationen zu haben,
weil das Meridionalgefälle in
Ja St Ha Ja St Ha der Natur auch immer gleich-*
 + m — zeitig von diesen beeinflußt
+ ; —_ wird, zweitens, um die Fälle
| mit passender Vorzeichenkom-Ip?
 DR un? RR bination besonders hervorzu-—
 — + + heben und solche mit schlechter
8) b) Kombination auszugleichen. Die
Abb. 2. Hauptkombinationen der Druckgefälle. vier zonalen Gefälle lassen im
ganzen 16 verschiedene Kombinationen
 von Richtungen zu, worunter jedoch nur wenige mit einem ausgeprägten
und länger anhaltenden Meridionalgefälle sind. Solche einheitlich gerichteten
Druckgefälle, wie sie Abb. 2a und b zeigen, treten gewöhnlich dann auf, wenn über
Island bzw. über den Azoren großräumige Tief- oder Hochdruckgebiete liegen,
welche meistens bis in die Stratosphäre reichen. Sie sind in erster Linie für den
großzügigen meridionalen und zonalen Massenaustausch maßgebend. Teilstörungen
oder Zyklonen mit Durchmessern von unter 2000 km, welche nur großräumige
Turbulenzelemente in der ungeordneten Westostströmung darstellen, können &war
für kurze Zeit starke Gefälle hervorrufen, vermögen jedoch sonst die großBräumige
 Druckverteilung nur wenig zu ändern. In dem Falle ergeben sich für
die Korrelationen keine brauchbaren Gefällewerte, Durch die Zusammenfassung
der Gefälle wurden die ungleichen Werte ausgeglichen und ergaben meistens
kleine Beträge, so daß die Korrelationen wegen der geringen Streuungen nur
wenig beeinflußt wurden.
Die Berechnung des Zweifachkfz. aus den Einfachkorrelationen der nördlichen
 und südlichen zonalen Gefälle unter sich und mit den Änderungen des
Meridionalgefälles, wie es probeweise für den Monat Februar durchgeführt wurde,
bewies nachträglich die Richtigkeit der linearen Zusammenfassung. Der Zwei-Jachkfz.
 ergab denselben Wert des Einfachkfz. bei den zusammengefaßten Druckunterschieden,

Die Berechnung der Korrelationen,
Je drei Dekadenmittel der zusammengefaßten zonalen Druckgefälle gleichnamiger
 Monate des 36jährigen Zeitraums wurden mit den drei Änderungen des
Meridionalgefälles bei gleichem Zeitintervall korreliert. Für jedes Zeitintervall
und jeden Monat wurde eine Korrelationstabelle aufgestellt. Im Durchschnitt
            
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