1920
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1940,
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Malı....0.0. dOOW, 55°N „ 380W, 3°N ....
Jan BOW, BEN 5 HOW, SON .sse
Jüli......... 4560W, 56 ea
August ...... 51° W, 85.
September ... 54° W, D° Kara
Oktober ...., 52° W, 11° ; serkasarere nen
November... 53° W. 10° N bis 3° W, T°N 2.50. U) own 090 W, 69 N } bis zur alrika-
Dezember... 51° W, 15 N oo 40 W, TON 4.0 (60) .... 25°W, 6° N f nischen Küste
„Die Spalte der eingeklammerten Zahlen in der Mitte der Tabelle gibt an, wieviel Beobachtungen
insgesamt in diejenigen Zweigradfelder westlich vom 30, Merilian fallen, in denen Versetzung In die
östlichen Quadranten als vorherrschend gefunden wurde.
Die Zahl ist gewiß nicht groß, es besteht aber keine Berechtigung, diese Be-
obachtungen zu verwerfen, zumal die Zweigradfeldpfeile auf den Kartogrammen
„Stroomen, algemeene Waterbeweging“ in den niederländischen Atlanten — gleich-
falls mit spärlichem Material — dasselbe Bild ergeben. Hier hat neben dem April
auch der März keine Andeutung des „westlichen Gegenstromes“, Es ist natürlich
heute sehr viel leichter als Anfang 1935, diese Beobachtungen zu deuten, nachdem
H. U. Sverdrup und nach ihm A, Defant den Äquatorialgegenstrom als Gradient-
strom erklärt haben, der bedingt ist durch die zum Äquator unsymmetrische
Einsattelung der troposphärischen Sprungschicht, die wiederum durch die Ver-
schiebung des thermischen Äquators und der Äquatorialsemenmströmungen nach
Norden verursacht wird!), Nach dieser Erklärung müßte es eher überraschen,
wenn der Äquatorialgegenstrom im Westen fehlte. Daß er in den Monaten ver-
kümmert, in denen sich der Wärmeäquator dem südamerikanischen Kontinent
nähert, und nach G. Böhnecke?) westlich von 25° W durchweg sogar auf die
Südhalbkugel übergeht, leuchtet ein, zumal die Sprungschicht im Westen tiefer liegt
als im Osten des Ozeans; auch die Richtung der westlichen Stromfäden des Gegen-
stromes aus dem Nordwest- in den Südostquadranten stimmt zu der Annäherung
az den Kontinent wie zur Richtung der Linien gleicher Tiefenlage des maximalen
Temperatur- und Dichtegradienten*), Wenn in den meisten Monaten mit geteiltem
Gegenstrom die rückläufigen Versetzungen in den Süd- oder Nordäquatorialstrom
eingebettet sind — nur im Februar liegen sie ja „schulmäßig“ — auf der Grenze
zwischen den beiden Westströmungen, so ist das wohl als eine auf die alleroberste
Wasserschicht begrenzte Erscheinung anzusehen. Überhaupt werden diese be-
schränkten Bereiche, in denen der Gradientstrom bis zur Oberfläche durchbricht,
ihren Ort oft wechseln).
Tabelle 5. Ausdehnung des Äquatorialen Gegenstromes,
53° W, 10° N bis 35° W, 7° N 4) 0. 260 W, 6° N
499 W, 8°N 4I9W,60N us) 260W, 60 N
510W, SON HE W, ON vun Yarvas 199W, 60N
De. NOW, ON
ex. 389 W, 55977
VL BAM ON
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4 Vgl. A. Defant, „Meteor“ Werk, Bd. VI, 1, Teil, S, 311 ff. und die auf S, 119, Fußnote 2,
angegebene Arbeit, auch H. Thorade, Ann, d. Hrdr. 65, 1937, 5. 182. = 2) „Meteor“. Werk, Bd, V,
S. 2114£., besonders Abb, 22, auch Abb, 23, — Zu beachten ist, daß in_den Monaten dieser südlichen
Verlagerung (Januar bis April) das änßerste Westende des thermischen Aquators der Meevescherfläche
vor der Amazonasmündung durchweg den Erdäquator wieder erreicht und überschreitet (eine. Aus-
nahme macht der Februar), Von Zeit zu Zeit kann daher sicher mit einem Ausgreifen dieses West-
endes noch weiter nach Norden gerechnet werden. ‚Jedenfalls werden auch in den Winter- und Vor-
frühlingsmönaten sehr oft die Vorbedingungen för die Ausbildung des Gegenstroms nördlich der
Amazonasmündung gegeben sein, — Beiläufig sind aus der Gegend zwischen dem St. Paul-Felsen,
Fernando Noronha und den Roucas (also aus dem Fünfgradfeld 0° bis 5° &, 30° bis 353° W} immer
wieder Versetzungen mit starker östlicher Komponente gemeldet worden (vgl. E. Römer im „Seewart“,
6, 1937, S, 175/176, auch ebenda 2, 1933, S. 170) und zwar vorwiegend aus der Jahreszeit Ende
Dezember bis Anfang Mai. Soweit man — was für die Sommermonate ja ohnehin wohl das
einzig Mögliche ist — diese „rückläufigen“ Versetzungen nicht einfach els Neerstrümungen in der
beginnenden Gabelung des Südäquatorialstromes erklären will, stimmen sie zu der Verlagerung des
thermischen Aquators in diese Breiten, Zu ihrer Erklärung hätte man sich dann einen schematischen
Querschnitt durch die troposphärische Sprungschicht zu denken, der zu dem von Sverdrup für den
Atlantischen und Pazifischen Ozean gegebenen (Fig, € in der bei Defant und bei Thorade — vorige
Fußaoote — wiedergegebenen Figur) spiegelbildlich in bezug auyf den Erdäquator ist. — %*) Vgl. „Meteor“
Werk, Bd, VI, 1. Teil, Beilage XXXVIE und XXXVII und S, 313/14. — %) Da diese kleinen Bereiche
navigatorisch kaum Bedeutung haben (und zudem häufig durch einen Windstern bedeckt werden), sind
sie auf der Hauptkarte für Februar, März, Mai und Juni nicht gekennzeichnet. — Oft wird ein derartiger
„Durchbruch“ mur die Form einer ausgeprägten Kabbelung annehnren; vgl. die Schilderung einer
solchen im „Seewart“ 2, 1933, S. 105. Die als 350 bis 400 m breiter Streifen. In Richtung 110° nach