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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Reuter, F.: Die halbjähr. Luftzirkulation im NO-Passatgebiet d, Nordatlant. Ozeans über Teneriffa. 69 
fallen in die Monate April bis Mai und Oktober bis November (s. Abb. 2e, D). 
Die Luftversetzung aus der ÄAquatorialzone in die Subtropen durch die „Gegen- 
strömung“ folgt in ihrer Stärkeschwankung dem gleichen Rhythmus wie die Wärme- 
zufuhr durch die Sonne in jenen Gebieten. Diese hat ihre größten Werte am 
21. März und 23. September (s. Abb. 4). Durch die mit stärkerer Einstrahlung 
and größerer Windgeschwindigkeit verbundene kräftigere Luftmassenverschiebung 
baut der Gegenpassat im Bereiche des Hochdruckgürtels, an dessen Entstehung 
überhaupt er wesentlich beteiligt ist, in regelmäßiger !/,jähriger Folge eine zu- 
sätzliche „Hochdruckzone“ auf. Damit erzeugt er die !/„jährige Druckwelle 
innerhalb der tro- 
pischen Zirkulation 
(s. Abb. 2d, F u. F,; 
vgl. Abb. 3b, 26, D). 
Die Linienzüge F 
und F,; stellen die 
'/,jährige Welle im 
Luftdruckgang für 
[Izaha auf Teneriffa 
dar {(s. a. Abb, 1). 
Daß diese */,jäh- 
rige Druckwelle dy- 
namisehen Ursprungs 
ist, zeigt auch die 
geringe Luftdruck- 
abnahme mit der 
Höhe. Während die 
Phase der 1jährigen 
Periode im Luft- 
üruckgang von Izaha 
(2367 m) im Gegen- 
satz zu derjenigen 
im Meeresspiegel 
{Las Palmas) schon 
fast um 180° ver- 
schoben ist, haben 
die Phasenwinkel der 
V,Jährigen Periode 
von Laguna (547 m) 
und Izafıia nur einen 
geringen Unterschied 
(s. Abb. 1 b, L). 
Der NO-Passat 
baut die ?/,jährige 
Hochdruckzoneganz 
oder teilweise wieder 
ab durch die entsprechende Stärkeschwankung der Luftversetzung. Ein Teil 
der Luft ist sicher auch an der polaren halbjährigen Zirkulation beteiligt 
(vgl. Anm, 1, S, 272). Mit wachsendem Druck im Hochdruckgürtel wächst das 
Druckgefälle in der Passatschicht von Norden nach Süden und demzufolge auch 
die Geschwindigkeit des NO-Passates (s. Abb. 1d, E, G; vgl. d. Ztschr. 1936, H. 10, 
5. 437 u. ebenda Fig. 1, D). Passat und Gegenpassat wechseln einander ab in 
ihrer ?/„.jährigen Stärkeschwankung infolge der Trägheit und Größe des 
Strömungssystems, Hätte diese Schwankung bei beiden Teilen der geschlossenen 
Passatzirkulation denselben Verlauf, so würde die '/„jährige Druckwelle in diesen 
Gebieten nicht entstehen können, Wohl aber könnte man die durch die ver- 
änderliche Sonnenstrahlung in der heißen Zone hervorgerufene */,jährige Stärke- 
änderung des Passatkreislaufes in der Geschwindigkeit der Passatströmung 
nachweisen. 
Max.) 
März; Sept 3 
Einstrahlung 
„ET 
Ar 
Ann. a. Hydr. usw. 1989, Heft IL
	        
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