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Full text: 67, 1939

D 
Das vierundsechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1938, 
Rau“ wurden während der Fahrt 1937/88 in die antarktischen Gewässer 155 
Höhenwindmessungen angestellt. Hinzu kommen 484 Höhenwindmessungen 
von den Özeanflugwetterwarten. 
Erfolgreich verliefen Versuche, von Bord des Flugstützpunktschiffes 
„Westfalen“ aus Radiosonden aufzulassen. Von 32 in Bathurst, Fernando 
Noronha und auf See gestarteten Aufstiegen glückten 27 mit einer mittleren 
Höhe von etwa 14km. 
Die Ergebnisse der Höhenwindmessungen aus den Jahren 1936 und 1987 
wurden aufgerechnet und die 1988 laufend eingegangenen Aufstiege größten- 
teils ausgewertet. 
Zum Besuch der Höhenwindmeßstellen an Bord erfolgten 72 Hafenbesuche, 
ec) Langstrecken- und Ozeanflugwetterdienst. 
Die funktelegraphisch eingehenden Höhenwindmessungen der 10 deutschen 
Meßstellen, die Radiosonden von der „Westfalen“, aber auch die Radiosonden 
des „Altair“ wie der „Carimar6“ bildeten wertvolle Stützen für den täglichen 
Entwurf der Höhenwetterkarte (Absolute Topographie der 500-mb-Fläche) des 
Nordaflantischen Ozeans. Der Inhalt dieser Höhenwetterkarte wird den Ozean- 
Augwetterwarten seit Juli 1938 durch Funk täglich übermittelt, 
Die starke Zunahme des planmäßigen Flugdienstes sowie zahlreiche Lang- 
strecken- (Rekord-) Flüge bedingten ein entsprechendes Anwachsen des Flug- 
wetterdienstes. 
Die Zahlen der abgegebenen Flugweiterberichte waren! 
1986: 2098 1937: 2764 1938: 3858. 
1. Fhlugwetterdienst für Nordatlantikflüge. 
Die Flugperiode der Lufthansaflüge (seit 1936 60 Flüge!) fiel 1938 in die 
Monate Juli bis Oktober mit Einsatz der „Schwahbenland“ bei Horta (Azoren) 
{an Bord Dr. Rudloff und Pohle) und der „Friesenland“ (an Bord Ass, Heß) bei 
New York, 
Während die Flüge zwischen Horta und New York durch die Flugwetter- 
warten beraten wurden, erfolgte die Beratung des Streckenabschnitts von 
Lissabon nach Horta durch die DS über die Überseefunksteile Quickborn, 
Ebenfalls von hier geschah die Beratung des Rekordfliuges Berlin—New York 
—Berlin der Fw 200 „Condor“, 
2, Flugwetterdienst für Südatlantikflüge. 
Die Flüge bis nach Bathurst (Westafrika) wurden wie bisher von hier aus 
mit Flugwetternachrichten versorgt. Den eigentlichen Ozeanabschnitt Bat- 
hurst-—Südamerika bediente die Flugwetterwarte „Südatlantik“. (Bis Februar 
Dr. Portig auf MS „Schwabenland“; Febr. bis April Dr. Gräfe auf MS „Friesen- 
land“; März bis Nov. Ass. Moser, bis Juli zusammen mit Friedrichs für Radio- 
sondenaufstiege auf D „Westfalen“; ab November Ass. Heß auf MS „Friesen- 
land“) Meistens befand sich das Schiff mit der Flugwetterwarte an Bord 
vor der südamerikanischen Küste, während die in Bathurst liegende „ÖOstmark“ 
nicht mehr mit einem Meteorologen besetzt war. Dieses Schiff ist jedoch mit 
Instrumenten so weit ausgerüstet, daß Höhenwindmessungen und Obsmeldungen 
sowie auch Landewettermeldungen von den Schiffsoffizieren abgegeben werden 
können. 
Für die Beratung der Flüge zwischen Bathurst und Südamerika wurde ein 
Wetterzettel entworfen, der zur Erläuterung der Prognosen auch einen Wetter- 
kartenausschnitt enthält,
	        
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