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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Paulsen, K-H.: Die ozeanographischen Arbeiten, 
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Serienmessungen durchführen konnte. Selbst die außerplanmäßigen Arbeiten für 
die Sauerstoffbestimmung erwiesen sich nicht als hinderlich, zumal sich der Erd- 
magnetiker bereit erklärt hatte, in dringenden Fällen die Titrationen auszuführen. 
Aus Gründen der Zeitersparnis wurde darauf verzichtet, die Endtiefe jeder Serie 
bei der nächstfolgenden zu wiederholen, da sowieso der Drahtwinkel in der Regel 
bei den tieferen Serien größer wurde, Außerdem wurden bei jeder Serie so viele 
Schöpfer gefiert, daß sämtliche Standardtiefen mit drei Serien erfaßt werden 
konnten, Im allgemeinen wurden bei der ersten Serie neun und bei der zweiten 
Serie acht Schöpfer gebraucht, so daß für 4906 o oO * x£o ; 
die dritte Serie bei einer Tiefe von 4000 m 10° $ © oO 
sieben Schöpfer übrigblieben. 
Bei den Stationen, die unter meteorolo- 
gisch günstigen Bedingungen gemacht wur- 
den, war ein „Auf-den-Draht-Navigieren“ 
nicht erforderlich, Nur im Osten des Schelf- 
eisgebietes verursachte die außerordentlich 
starke Strömung der ÖOÖberflächenschicht 
selbst bei ruhigstem Wetter größere Draht. 
winkel, zu deren Herabminderung Navi- 
gationsversuche unternommen wurden, Lei- 
der scheiterten diese und spätere Versuche; 
nach Aussage von Kapitän Kottas läßt sich 
bei der Größe des Schiffes zumal bei Dünung 
und stärkerem Wind nicht auf den Draht 
navigieren. Nur bei den letzten beiden 
Stationen konnten geeignete Manöver an- 
gewandt werden. 
In Tabelle 2 bis 4 (s. S, 30) sind die ge- 
messenen Drahtwinkel © zusammengestellt. 
Außerdem sind die mittleren Drahtwinkel &’ 
nach der Gleichung cos = errechnet 
worden (z == Solltiefe, z' = thermometrisch 
errechnete Tiefe), w' gibt den Winkel an, 
den der Draht bei geradlinigem Verlauf und 
dem errechneten Tiefendefizit (z — z’) mit 
dem Lot bilden würde, Das Kleinerwerden 
der a-Werte für die größeren Tiefon zeigt 
deutlich die Abnahme des Drahtwinkels mit 
zunehmender Tiefe, Besser noch würde man 
diese Abnahme des Drahtwinkels erkennen, 
wenn man die Winkel aus den Differenzen 
zweier thermometrisch bestimmten Tiefen er- 
rechnen würde, doch geht dabei der doppelte 
Fehler der Tiefenberechnung ein, Jedenfalls sind hier größere Tiefen erreicht 
worden, als dies sonst bei gleichen, durch Navigation erreichten Drahtwinkeln 
zu sein pflegt. Die für 75 m errechneten «’-Werte passen durchweg schlecht in 
das Gesamtbild, da sich der Fehler der Tiefenberechnung bei diesen geringen 
Tiefen besonders stark auswirkt, Daß der gemessene Drahtwinkel in vielen Fällen 
kleiner ist als der obere errechnete, läßt sich wohl durch die Ungenauigkeit der 
Drahtwinkelmessung erklären, Erstens wurde nur ein gewöhnlicher Winkelmesser 
benutzt, So daß eine deutliche Kimm erforderlich war, und zweitens fällt der 
Winkel stets dann zu klein aus, wenn der Winkelmesser nicht parallel zur Draht- 
Lot-Ebene gehalten wird, ganz abgesehen davon, daß der Drahtwinkel bei hoher 
Dünung stark veränderlich ist. Im Durchschnitt betrug der Drahtwinkel bei den 
Machen Serien 26°, bei den mittleren 28° und bei den tiefen 29°, 
Insgesamt wurden auf 24 Stationen Serienmessungen vorgenommen, Die 
Lage der Stationen ist aus obenstehender Abb, 1 ersichtlich. Auf dem Sehnitt 
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