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Full text: 67, 1939

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Deutsche Antarktische Expedition 1938/39, 
und Öst und nach Süden hin ausbreitet, Flug II führte auf diese Hochfläche 
und konnte sie am Umkehrpunkt noch etwa 200 km weit südwärts einsehen, 
Daraus ergibt sich folgende geographische Lage: 
Die eiwa 4000 m ü.d.M, gelegene Hochfläche scheint eine Eiskappe darzustellen, 
die sich über den Südpol hinweg bis zur Roßbucht erstreckt. Wie weit sie sich 
nach den anderen Richtungen ausdehnt, ist vorläufig noch nicht zu übersehen. 
Amundsen, Scott und Byrd haben den Südpol auf etwa 2900 m Meereshöhe 
gefunden, Aus unseren eigenen Untersuchungen möchte ich annehmen, daß der 
Pol sich schon wieder auf dem absteigenden Teil der Eiskappe befindet, und daß 
eine Gipfelfläche von 4500 bis 5000 m auf etwa 81° 5 liegt. Bild 3 zeigt einen 
Querschnitt durch den Kontinent längs des 0°- und 180°-Meridians und im Ver« 
gleich dazu Grönland in einem W—O-Schnitt auf etwa 71,5° N, 
Eine genaue Kenntnis des Bodenprofils unter der Polkappe ist nur durch 
Eisdickenmessungen zu erlangen, Hierbei wäre von hohem Interesse, ob sich 
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das offenbar sehr unruhige Bodenprofil, das Ellsworth auf seinem Fluge vom 
Grahamland zum Roßmeer angetroffen hat, auch in den übrigen Teilen der inneren 
Antarktis zeigt, 
Die ungeheure Eismasse der Polkappe fließt wie ein zäher Teig nach allen 
Seiten auseinander, Sie ist das Hauptnährgebiet der Vereisung des ganzen ant- 
arktischen Kontinentes, In unserm Gebiet fließt der Eisüberschuß in der ganzen 
Breite von 1200 km aus 4000 m Höhe über die Stufe bei etwa 73° Süd nordwärts 
bis ins Meer, Sämtliche Gebirgsmassive dazwischen sind firotz ihrer erheblichen 
absoluten Größe nur Nunataker, die wie kleine Riffe von der langsam vorwärts. 
geschobenen Eismasse umspült werden, Es gibt keine Einzelgletscher mehr, 
Natürlich wird das Eis in den Engpässen der Gebirge zu schmalen Strömen mit 
Randspalten zusammengepreßt und bei der Bewegung über Bodenschwellen lokal 
in Querspalten aufgerissen, aber es sind keine einzelnen Gletscher mehr, weil die 
einzelnen Firnmulden fehlen, Und da selbst im Meeresniveau die Schneegrenze 
0 m beträgt, so ist streng genommen die gesamte antarktische Eijismasse ein ein- 
ziges Firnfeld, bei dem auch die dicht am Meer gelegenen niedersten Teile bei 
jedem Niederschlag selbständig anwachsen, Aber an den Eisspalten ist am ganzen 
Rande der Antarktis ein nach Norden verlaufendes Strömen erkennbar, Es muß 
sich also in dem hochgelegenen Gebiet der Eiskappe ein Eisüberschuß bilden 
können, der nach außen abfließt. Die Gipfelfläche stellt also ein hauptsächliches 
Nährgebiet dar, Sie ist zugleich die Eisscheide. 
Die Gebirge entwickeln keine selbständigen Gletscher. Die an sich starke 
Frostverwitterung ist nur auf wenige Sonnentage beschränkt, den Hauptanteil an 
der Verwitterung hat der Wind, Er höhlt aber keine Löcher und Mulden aus, 
sondern schleift Vorsprünge ab und poliert die Felswände, Auffallender Schnee 
kann demnach nicht anhaften, er wird mit dem nächsten Windstoß abgeblasen, 
So kann es weder zur Bildung von Firnmulden noch von daraus abfließenden 
Aetschern kommen.
	        
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